ARCHIV: Soldaten mit einer Pershing II Atomrakete auf dem NATO-Armeestützpunkt Mutlangen (Bild: imago images/bonn-sequenz)
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- Das "nukleare Tabu"

75 Jahre nach dem Atombombenabwurf auf Hiroshima und Nagasaki gilt immer noch das "nukleare Tabu": Atomwaffen sind politische Waffen, die nicht eingesetzt werden sollen, sondern der Abschreckung dienen. Doch können wir uns wirklich so sicher sein? Sabina Matthay spricht darüber mit Generalleutnant a.D. Heinrich Brauss.

Dieses Tabu geht zurück auf die Zeit des Kalten Krieges. Doch was helfen die Erfahrungen aus Zeiten der Block-Konfrontation in einer Welt, in der nicht nur weitere Staaten, sondern auch andere Akteure nach Atomwaffen streben? Zumal wächst die Rivalität zweichen den größten Atomwaffenstaaten, zugleich schwindet der Wille zur Begrenzung der Atomrüstung.

Heinrich Brauß (Bild: Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.)
Bild: Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.

Heinrich Brauss war ehemaliger Beigeordneter Generalsekretär der Nato für Verteidigungspolitik und Streitkräfteplanung und ist jetzt Senior Fellow der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP).

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Japan, August 1945: Nagasaki nach der Zerstörung durch die Atombombe (Bild: picture alliance / prisma)
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- Die Lehren von Hiroshima und Nagasaki

Bis heute ist umstritten, ob der Abwurf der beiden Atombomben durch US-Flugzeuge im August 1945 entscheidend für das Ende des Zweiten Weltkriegs war, oder schon der erste Schritt im Nachkriegskonflikt. Dietmar Ringel diskutiert mit seinen Gästen, wie die Atombombenabwürfe vor 75 Jahren die Welt veränderten.