Die von der Seenotrettungsorganisation Sea-Eye herausgegebene Aufnahme zeigt einen Seenotretter der zu einem Flüchtlingsboot schaut. (Bild: dpa / Fabian Heinz)
dpa / Fabian Heinz
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- "Wir schaffen das!" - auch eine neue europäische Asylpolitik?

Als im Sommer 2015 immer mehr Geflüchtete Deutschland erreichten, sagte Angela Merkel "Wir schaffen das!". Aber auch fünf Jahre später gibt es noch kein einheitliches europäisches Asylsystem. Der Migrationsexperte Gerald Knaus wirft den Euro-Staaten vor, passiv und verantwortungslos zu handeln.

Gerald Knaus ist Chef der Denkfabrik European Stability Initiative (ESI). Er hatte 2016 am Migrationsabkommen mit der Türkei entscheidend mitgewirkt.

Merkels Appell "Wir schaffen das!" musste für vieles herhalten: Er wurde zum Slogan sowohl der vielerorts gelebten "Willkommenskultur" als auch des "Kontrollverlustes" infolge der massenweisen Zuwanderung ohne sofortige behördliche Registrierung.
"Geschafft" wurde in den vergangenen fünf Jahren eine ganze Menge, von Bundes-, Landes- und kommunalen Behörden, haupt- und ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern sowie von den Geflüchteten selbst. Und doch ist längst noch nicht alles "geschafft".
Inforadio widmet sich nächste Woche in seiner Reihe "Wir müssen reden" unter diesem Motto dem Sommer vor fünf Jahren.

Weitere Informationen zur Asylpolitik der EU

tagesschau, 7.7.2020, Sandra Stalinski: Wie kann die Asylreform gelingen?

WDR, Monitor - Das Politmagazin: Dossier Flüchtlinge und Flüchtlingspolitik

Europäisches Parlament: Asylpolitik

Europäische Kommission: Das gemeinsame Europäische Asylsystem