Ein Landwirt drillt Mais in den trockenen Ackerboden und wirbelt dabei viel Staub auf (Bild: dpa)
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- Wie Kuhmägen für Emissionen verantwortlich sind

Die Emissionen steigen und auch die Agrarwirtschaft trägt ihren Teil dazu bei. Doch wie kann Landwirtschaft ökoligischer werden? Der Geoökologe Claas Nendel vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung glaubt, dass ein radikaler Umbau in der Produktion und im Konsumverhalten kommen muss.

Den Ausstoß von CO2 zu reduzieren ist die große Herausforderung des Klimawandels. Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Emissionen weiter steigen. Ein böser Zwillingsbruder des CO2 macht den Wissenschaftlern zunehmend Kopfzerbrechen: Methan. Es wirkt 25 Mal stärker als CO2 und steigt in der Atmosphäre immer weiter an.

Woher kommt das Gas? Unter anderem aus Kuhmägen und Sümpfen, die landwirtschaftlich genutzt werden. Für rund 13 Prozent der jährlichen Treibhausgasemissionen in Deutschland ist die Landwirtschaft verantwortlich, sagt das Landwirtschaftsministerium.

Claas Nendel ist Professor für Landschaftssystemanalyse an der Universität Potsdam. Am Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung untersucht er, wie der Landwirt nachhaltiger und klimafreundlicher arbeiten kann. Auch Nendel sieht die Landwirte in der Pflicht, etwas zu verändern: "Wir müssen mehr pflanzliche Produktion haben und nicht so viel tierische Produktion. Das bedeutet aber, dass wir unseren Konsum umstellen müssen – weg vom Fleischkonsum.“

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