Karl Max Einhäupl (Bild: Thomas Prinzler/rbb)
Thomas Prinzler/rbb
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- Karl Max Einhäupl: Bilanz einer Amtszeit

"Wenn ein Land Arbeitsplätze schaffen will, dann wird es die in Deutschland nur über Innovationen kriegen", sagt Karl Max Einhäupl, bis Ende August Vorstandsvorsitzender der Berliner Charité. Innovationen kommen aus der Wissenschaft - deshalb schaut Einhäupl mit ein bisschen Stolz auf die elf Jahre seiner Amtszeit als Vorstandsvorsitzender der Berliner Charite, in der er vieles erreicht hat. Mit Thomas Prinzler spricht Einhäupl über seine Bilanz.

Die Charite schreibt schwarze Zahlen, hat das Bettenhaus zeit- und etatgerecht saniert. Sie zählt zu den weltbesten Kliniken, wurde von der Zeitschrift Fokus wiederholt zur besten Klinik Deutschlands gekürt und gehört mit der Freien, der Technischen und der Humboldt Universität zur gerade auserwählten Exzellenzregion Berlin. Dennoch bleibe noch Einiges zu tun. Zum Beispiel müsse sein Nachfolger Prof. Heyo Kroemer den Berliner Finanzsenator überzeugen, weitere Millionen für die Sanierung der Standorte im Wedding (Campus Virchow-Klinikum) und in Steglitz (Campus Benjamin-Franklin) zur Verfügung zu stellen. Eine Herausforderung sei zudem, weitere internationale Spitzenforscher an die Berliner Charité zu holen. Und Prof. Einhäupl träumt davon, dass ein weiteres Hochhaus für die Forschung - nicht nur an der Charite - in Berlins Mitte gebaut wird. Denn Wissenschaft und Forschung gehöre in die Mitte der Stadt und nicht an die Peripherie.