eine TaSSE MIT sUPPE
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Bild: imago/blickwinkel

- Was ist eigentlich Soup & Science?

Soup and Science: das ist eine neue Veranstaltungsreihe von Inforadio und Technologiestiftung Berlin zur Mittagszeit. Dabei wird eine Berliner Wissenschaftlerin vorgestellt, sie erhält Gelegenheit, über Ihre Arbeit aber auch über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erzählen. Und im Anschluss gibt es Suppe und die Chance für das Publikum, mit ihr zu plaudern. Am Mittwoch war Premiere: Unser Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler hatte die Laserexpertin Dr. Katrin Paschke zu Gast.

"Ich entwickle oder passe Laserdioden an für ganz bestimmte Anwendungen." Sagt  die promovierte Physikerin Paschke kurz und knapp.  Sie ist Leiterin des Laser Modules Lab am Ferdinand-Braun-Institut in Berlin Adlershof. Am Leibniz-Institut für Höchstfrequenztechnik entwickelt sie  kompakte, streichholzschachtelgroße Lasersysteme. Schon immer habe sie sich für Technik interessiert, oft zum Leidwesen ihrer Eltern Dinge auseinandergenommen. Schwarze Löcher fand sie als Teenager so faszinierend wie den Sport.  Bis zur  DDR-Meisterin in Leichtathletik schaffte sie es, dann wollte sie Abitur machen, um zu studieren.

Katrin Paschke: "Und da wurden meine Eltern zum Gespräch eingeladen, ob das nun wirklich mein Ernst sei, denn man wisse ja, Sportler seien etwas…naja dämlich haben sie wahrscheinlich nicht gesagt aber gemeint. Sie würden mir doch nahelegen, einen Beruf zu lernen, so etwa. Und das hat dann doch meinen Ehrgeiz geweckt, nicht nur ein hervorragendes Abitur zu machen sondern auch das schwerste zu studieren, was geht."

Physik. Studium in Potsdam und Konstanz, Promotion an der TU Berlin, erst Nachwuchsgruppenleiterin und jetzt Laborchefin am Ferdinand-Braun-Institut. Schwarzer Gürtel Taekwondo und Jugendtrainerin, alleinerziehende Mutter von 2 Kindern. Ihr Tag müsste 30 Stunden haben, stand mal über sie geschrieben. Gute Organisation sei alles, betont Katrin Paschke – und ein familienfreundlicher Arbeitgeber: "Das funktioniert ganz großartig, vor allem am Ferdinand-Braun-Institut, da sind sie mir sehr entgegengekommen. Je nachdem, wie sich das eintakten ließ, habe ich zuerst eine Zweidrittel-Stelle gehabt, um dann die restliche Zeit mich um meine Kinder kümmern zu können. Und dann was völlig Verrücktes damals eine Siebenachtel-Stelle, weil genau acht Stunden die Kinder in der Kita sein durften, und eine halbe Stunde brauchte ich, um sie abzuholen."

Und immer wissenschaftlich Up-to-date sein, Konferenzen, Publikationen, Dienstreisen. Jetzt sind die Kinder groß, studieren. Und Katrin Paschkes Diodenlaser werden immer kleiner, um in der Medizintechnik unkompliziert und kostengünstig anwendbar zu sein: "Beispielsweise wenn man an Diabetes leidet. Da kann es zu Netzhautablösungen kommen und wenn die noch nicht so sehr groß sind, dann muss man natürlich operieren, aber wenn es nur klein und punktuell ist, dann wird mit Hilfe eines Lasers die Netzhaut wieder angeschweißt. Und für solche Anwendungen die Lasersysteme zu entwickeln, das ist eine der Aufgaben, der wir uns gewidmet haben und auch weiterhin widmen werden."

Sendung

Der Roboter I2D2s mit seinem Erfinder Christoph Hocke (Bild: dpa)
dpa

WissensWerte

Was ist wissenswert in Naturwissenschaft und Technik? Auf diese und andere Fragestellungen rund um Wissenschaft und Forschung geben Thomas Prinzler und  Kollegen Antworten.