Blaue Gasflammen auf einem Kochfeld, Gasherd, Nahaufnahme
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- Kann uns das Gas ausgehen?

Der neu aufgeflammt Konflikt zwischen Russland und der Ukraine rückt unsere Gasversorgung ins Bewusstsein: Russisches Gas kommt via Erdgastrasse zu uns, die führt auch durch die ehemalige Sowjetrepublik Ukraine, die sich im Streit mit Russland befindet. Was passiert, wenn plötzlich der Gashahn zugedreht wird? Das proben Bund und Länder gerade in  einer Notfallübung. Wirtschaftsreporter Johannes Frewel berichtet.

Mitten im Winter würde 2006 und 2009 der Gashahn für Westeuropa zugedreht. Wöhrend Deutschland Kältrekorde registrierte, machten sich Gasproduzent Russland und das Transitland Ukraine gegenseitig für den zugedrehten Gashan verantwortlich. Eine weitere Krise dann 2012. Das Bundeswirtschafts- sowie das Bundesinnenministerium, die Behörden der Bundesländer und die Unternehmen der Gaswirtschaft unterziehen das Versorgungsnetz jetzt einem Stresstest. Geprobt wird: Wie gut ist es für einen - vorerst nur virtuellen - Notfall gerüstet?

Akuter Gasmangel "eher unwahrscheinlich"

Insgesamt testen 2.500 Krisenexperten, wie gut die bundesweite Zusammenarbeit klappt. Deutschland verfügt innerhalb der EU über die größten Vorratslager für Gas. Die werden im Frühjahr und im Sommer gefüllt, im Winter verbraucht. Voll ausgelastet und vom Konflikt nicht betroffen ist die Nordstreamleitung durch die Ostsee. Akuter Gasmangel sei deshalb und wegen des großen Angebots auf dem Weltmarkt sehr unwahrscheinlich ordnet das Bundeswirtschaftsministerium die Risiken bei einem neuerlichen Gasstreit ein.

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Zentrale Deutsche Börse (Bild: dpa)
dpa

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