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- Geflüchtete gründen eigene Unternehmen

Geflüchtete gelte oft als hilfsbedürftig. Doch viele von ihnen waren in ihren Heimatländern erfolgreiche Unternehmer. Wenn sie dann an ihren Erfolg in Deutschland anknüpfen wollen, warten zunächst einmal bürokratische Hürden. Diese zu überwinden, dabei hilft die Gesellschaft zur Förderung lokaler Entwicklungspotentiale. Annette Dönisch hat sich das erfolgreiche Programm angesehen.

Issam Hamdi betrieb 30 Jahre lang ein Atelier in Damaskus. Jetzt ist es zerstört. In Deutschland hat Hamdi, dessen Künstlername Norrim ist, bereits im Jüdischen Museum ausgestellt. Seit kurzem hat er auch ein eigenes Atelier im Künstlerhof Frohnau. Bei dem Schritt in die Selbstständigkeit hat ihm Lok.a.Motion geholfen, die Gesellschaft zur Förderung lokaler Entwicklungspotentiale.

Lok.a.Motion berät und hilft

Finanziert wird die Förderung "Lok.StartupCamp" von der Industrie- und Handelskammer. Insgesamt 67 Menschen wurde so schon geholfen, ihr eigener Chef zu werden. Auch Mohamad Alnajar gehört dazu. Er war in Syrien Architekt und hat nun eine Baufirma gegründet, bei ihm arbeiten fünf Minijobber und drei Festangestellte. Viele der geflüchteten Menschen wollen weitermachen, worin sie bereits erfolgreich waren, sagt die Geschäftsführerin Maria Kizka-Halit von Lok.a.Motion.

Lok.a.Motion hilft geflüchteten Menschen bei der Gründung durch Beratung und Begleitung auf Ämter. Zweisprachige Mitarbeiter unterstützen beim Ausfüllen von Formularen.

Keine finanzielle Förderung

Aber nicht bei allem kann das Programm helfen, sagt Kizka-Halit, wenn jemand beispielsweise einen Aufenthaltstitel von drei Jahren hat und einen Kredit hat von sechs Jahren Laufzeit, dann wäre das eher ein Fall für das Aufenthaltsrecht. Hier hätte man selbstständige Unternehmer noch nicht mitgedacht.

Der Künstler Norrim freut sich bereits über Erfolge. Jeden Tag melden sich mindestens fünf Geflüchtete, um an dem Gründerprogramm teilzunehmen. Es besteht nur aus Beratung und persönlicher Unterstützung. Eine finanzielle Förderung beinhaltet es nicht.

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Zentrale Deutsche Börse (Bild: dpa)
dpa

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