Flixbus
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- Flixbus: Zum ersten Mal Gewinn erwirtschaftet

Eigenes Auto, Flugzeug oder Bahn? Gerade für den Urlaub - wie vergangene Woche in den Winterferien - stellt sich diese Frage. Viele Reisende setzen inzwischen auf den Fernbus als günstige Alternative. Davon profitiert insbesondere Branchenprimus Flixbus. Das Unternehmen ging genau vor fünf Jahren an den Start und vermeldet heute zum Jubiläum erstmals schwarze Zahlen. Karsten Zummack mit einem Aus- und Rückblick.

Prag, Hannover, Wien, Greifswald: In alle Himmelsrichtungen schwärmen die Busse zeitgleich aus. Und immer wieder strömen neue Fahrgäste mit Rucksäcken und Rollkoffern auf den viel zu engen Zentralen Omnibus-Bahnhof in Berlin-Charlottenburg. Fernbusfahren ist angesagt.

Fusion mit dem Marktführer MeinFernbus

Auf dem ZOB dominiert die Farbe grün - Markenzeichen von Flixbus. Das Unternehmen dominiert etwa 94 Prozent des deutschen Marktes. Dabei begann es nach der Marktliberalisierung am 13. Februar 2013 zunächst nur mit einigen wenigen Verbindungen in Süddeutschland. Doch innerhalb kurzer Zeit wurde das Angebot auf ganz Deutschland und das benachbarte Ausland ausgeweitet, erinnert sich Firmengründer und Geschäftsführer André Schwämmlein: Man habe früh auf sehr schnelles Wachstum gesetzt um ein Netz aufzubauen, das in Deutschland und Europa ohne Konkurrenz ist.

Schnell stiegen weitere Anbieter in den Markt ein. Die Folge: ein heftiger, teils ruinöser Preiskampf. Einige Unternehmen mussten aufgeben. Flixbus selbst übernahm unter anderem die gelben Postbusse und fusionierte mit dem Marktführer MeinFernbus. Die Bilanz: Insgesamt haben bereits 100 Millionen Fahrgäste hier ein Ticket gebucht.

Weiter auf Expansions-Kurs

Flixbus kooperiert mit 300 mittelständischen Busfirmen, fährt 1.400 Ziele in 26 Ländern an. Und: Erstmals vermeldet Geschäftsführer Schwämmlein jetzt schwarze Zahlen. Alles stehe und falle mit einer maximalen Auslastung der Busse, das bedeute auch, ein optimales am Kundenbedarf orientiertes Angebot bereitzustellen.

Flixbus hat sich fast ein Monopol erarbeitet, will aber weiter wachsen. Erst ist im vergangenen Jahr ist das Unternehmen auch in den Zugverkehr eingestiegen, bedient eine Strecke zwischen Berlin und Stuttgart. Und auch auf der Straße möchte Flixbus weiter expandieren. Noch in diesem Jahr sind 140 weitere Ziele in Deutschland avisiert. Und auch in den USA sollendie grünen Busse bald rollen.

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Zentrale Deutsche Börse (Bild: dpa)
dpa

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