Winterreifen mit Schnee, winterliches Fahren
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- Änderungen 2018: Strengere Regeln bei Winterreifen

Steigende KFZ-Steuern, strengere Abgasnormen und neue Bedingungen für verkehrssichere Winterreifen – für Autofahrer ändert sich im neuen Jahr 2018 einiges. Wer Bußgelder vermeiden und Geld sparen möchte, sollte die Änderungen kennen. Wirtschaftsreporterin Anja Dobrodinsky mit den Einzelheiten.

Wie viel Kohlendioxid stößt mein Fahrzeug eigentlich wirklich aus? Und wie viel Sprit verbraucht es tatsächlich? Diese Fragen beschäftigen Autofahrer nicht erst seit dem VW-Skandal. Ein neuer Abgastest soll ab Herbst mehr Transparenz bringen. Aber nicht nur das, erklärt der Sprecher des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs ADAC Johannes Boos: "Das ist ein neuer Fahrzyklus, der näher an der Realität sein soll und eben zur Folge hat, dass die Verbrauchs-, die Schadstoffangaben höher liegen als bisher. Und das bedeutet eben auch, nachdem die KFZ-Steuer auf Basis des Schadstoffausstoßes bemessen wird, steigt für viele Neufahrzeuge eben ab Herbst die KFZ-Steuer."

Realistische Tests ab 1. September

Ab dem 1. September werden alle Neuwagen mit dem realistischeren Test überprüft. Für bereits zugelassene Fahrzeuge ändert sich hingegen nichts. Sollten potenzielle Autokäufer nun darüber nachdenken, noch vor dem Stichtag zuzuschlagen? Wer plant, sich 2018 ein Auto zu kaufen, müsse ganz andere Dinge im Auge haben, meint Johannes Boos vom ADAC. Vor allem bei Dieselfahrzeugen: "Zum Beispiel die Frage, ob sie schon die neue Abgasnorm Euro 6d erfüllen. Das ist eine Abgasnorm, bei der auch realistische Verbrauchswerte von der Straße mit einfließen. Und mit dieser Abgasnorm haben Sie eben die Chance, dass sie um Fahrverbote herumkommen."

Verschärfte Regelungen bei Winterreifen

Noch gibt es nicht viele Fahrzeuge, die die neue Norm erfüllen. Sie gilt nämlich nur für Modelle, die ganz neu auf den Markt kommen. Im Laufe des Jahres sollen es aber immer mehr werden. Schon in Kraft ist seit Jahresbeginn eine neue verschärfte Regelung bei der Winterreifenpflicht. Bisher durften bei winterlichen Straßenverhältnissen, also Schnee oder Glätte, Ganzjahresreifen mit dem M+S-Symbol gefahren werden. Alle Winterreifen, die ab Januar 2018 hergestellt werden, die müssen ein neues Symbol haben, nämlich das so genannte alpine Symbol. Das erkennen Sie an einem dreigezackten Berg mit einer Schneeflocke drauf.

Alte Ganzjahresreifen noch gültig

Das gilt aber nur für neue Reifen, die erst 2018 hergestellt wurden. Wer noch ältere Ganzjahresreifen ohne das Schneeflockensymbol auf den Felgen hat, darf sie noch bis Ende September 2024 fahren. Neu ist aber, wer bei Verstößen gegen die Winterreifenpflicht zur Kasse gebeten wird. Bisher war das immer nur der Fahrer des Autos. Nun kann es auch den Halter treffen, erklärt Johannes Boos: "Wenn sie nämlich bei winterlichen Straßenverhältnissen eine Fahrt ohne Winterreifen anordnen oder zulassen. Das kann zum Beispiel professionelle Autovermieter betreffen, aber auch Privatpersonen, die eben ihr Fahrzeug an andere Fahrer verleihen." Bislang betrug das Bußgeld 60 Euro. Seit Anfang des Jahres ist es auf 75 Euro gestiegen. Werden andere Verkehrsteilnehmer gefährdet, kann es noch höher liegen.

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Zentrale Deutsche Börse (Bild: dpa)
dpa

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