Handy auf einem Geldschein (Bild: imago/S. Steinach)
imago/S. Steinach
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- Mehr Schutz vor Anrufabzocke und leichteres Streaming

Haben Sie das auch schon mal erlebt? Ihr Smartphone klingelt - aber nur einmal. Die Neugierde treibt einen dazu, diese Nummer zu wählen - und eben das kann teuer werden. Gegen solche "Ping"-Anrufe werden Verbraucher in diesem neuen Jahr besser geschützt. Welche technischen Neuerungen es darüberhinaus noch gibt, fasst Inforadio-Wirtschaftsreporterin Anja Dobrodinsky zusammen.

Das Handy klingelt, aber nur ganz kurz. Auf dem Display erscheint dann eine Nummer. Ruft der Angerufene diese zurück, kann das teuer werden. Denn das Gespräch geht ins ferne Ausland oder wird über eine Satellitenverbindung abgewickelt. Mit solchen Ping-Anrufen versuchen Betrüger Mobilfunkkunden abzuzocken.

Tarifansage vor Gesprächsbeginn beim Mobilfunk

Mit Warteschleifen und Ansagen versuchen die Betrüger, die Anrufer möglichst lange in der Leitung zu halten. Bei Satellitenverbindungen kann eine Minute durchaus zehn Euro kosten. Die Bundesnetzagentur will Verbraucher nun besser vor Ping-Anrufen schützen. Sie hat die deutschen Mobilfunkanbieter verpflichtet, ab dem 15.01.2018 für mehr Transparenz zu sorgen, indem Mobilfunkanbieter vor Gesprächsbeginn in bestimmte Länder eine Tarifansage machen müssen.

Anrufe in 22 Länder sind betroffen, darunter europäische wie Serbien oder Bosnien-Herzegowina, aber auch außereuropäische wie Somalia oder Sierra Leone. Eine Ansage muss es auch vor Anrufen zum Satellitensystem Global Mobile Satellite System geben. Denn die sind ganz besonders teuer. Die neue Vorschrift wird nur für Anrufe vom Handy gelten.

Wegfall von EU-Geoblocking beim Streaming für private Anbieter

Auch beim Streaming von Filmen oder Musik gibt es 2018 eine Änderung: Bisher konnten Kunden nur im Heimatland Filme schauen und Musik hören. Ab dem 20.03.2018 hat das Geoblocking innerhalb der EU ein Ende.

Das gilt aber nur für die privaten Anbieter, nicht hingegen für die Mediatheken von ARD und ZDF. Hier soll es noch in diesem Jahr eine separate Regelung geben. Wer außerhalb Europas, zum Beispiel in den USA, auf sein Streaming-Konto zugreifen will, muss sich weiter anders behelfen, etwa mit dem so genannten virtuellen private network VPN. Einige Streamingdienste bieten die einfachere Möglichkeit, sich Filme und Musik zuhause aufs Handy oder Tablet herunterzuladen und dann im Urlaub offline zu schauen

Infos im www

Homepage Bundesnetzagentur - Ping Anrufen wird Riegel vorgeschoben

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Zentrale Deutsche Börse (Bild: dpa)
dpa

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