"Ja zum Frieden", Versammlung zur Unterschrift des Friedensabkommens in Bogotá
Bild: Camilo Ara

- Kolumbien: Friedensprozess mit Rückschlägen

Vor einem Jahr unterzeichneten die kolumbianische Regierung Lateinamerikas älteste und größte Guerillabewegung FARC nach vierjährigen Verhandlungen ein Friedensabkommen. Die FARC legte ihre Waffen nieder und stellte sich als Partei neu auf. In den Verhandlungen mit der zweitgrößten Guerilla ELN konnte ebenfalls ein Waffenstillstand erreicht werden und auch die Paramilitärs kündigten jetzt ihre Bereitschaft zur Entwaffnung an. Anja Heuft ist Leiterin des GIZ-Projekts ProPaz (Für den Frieden) in Kolumbien. Im Gespräch mit Gabriele Heuser erörtert sie derzeitige Entwicklungen vor Ort und die Maßnahmen, welche die GIZ im Auftrag der Bundesregierung ergreift, um den Friedensprozess in Kolumbien voranzutreiben.

In Kolumbien herrscht trotz Ressourcenreichtums und eines stetigen Wirtschaftswachstums extreme soziale Ungleichheit. Seit mehr als 50 Jahren befeuern die daraus resultierenden Spannungen in der Gesellschaft einen bewaffneten Konflikt, in dem es vor allem um Landrechte geht und der bereits mehr als 8,5 Millionen Opfer forderte – darunter Vertriebene, Verletzte und Ermordete.

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Präsident Juan Manuel Santos wurde für seine Bemühungen im Friedensprozess mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Dennoch hat die Friedenspolitik der Regierung noch einen weiten Weg vor sich. Mit dem Projekt ProPaz unterstützt die GIZ die Friedenskonstruktion in Kolumbien – insbesondere die historische Aufarbeitung und die Übergangsjustiz.

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