Vietnamesische Bauern bepflanzen ein Reisfeld im Mekong Delta (Bild: imago/imagebroker/giovannini)
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- Vietnams Kampf gegen den Klimawandel

Mehr als 245 Millionen Menschen werden weltweit mit Reis aus dem Mekong-Delta versorgt. Das macht Vietnam zum zweitgrößten Reisexporteur der Welt. Doch die Küstenregion kämpft wie kaum eine andere mit den Folgen des Klimawandels, die auch die Reisernte bedrohen.  Im Gespräch mit Gabriele Heuser berichtet Jochem Lange, Landesdirektor der GIZ in Vietnam, über die derzeitigen Herausforderungen und Aussichten für das Land.

Durch den stetigen Anstieg des Meeresspiegels leiden in Vietnam einige Küstenabschnitte inzwischen unter Erosionen von bis zu 30 Metern im Jahr. Die Mangrovenwälder entlang der Küste, die das Hinterland vor Überschwemmungen und Stürmen schützen, gehen dramatisch zurück, unter anderem weil die Bäume als Brennholz genutzt wurden.  Verschärfend kam 2016 im Mekong-Delta die schlimmste Dürre seit 90 Jahren hinzu. Gemeinsam mit dem steigenden Meeresspiegel trug  sie zu einer starken Versalzung in den Reisanbaugebieten bei.

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Im Auftrag der Bundesregierung unterstützt die GIZ Vietnam dabei, das Land für den Klimawandel fit zu machen und seine Wirtschaftsentwicklung nachhaltig zu gestalten. Um das Meer auf Abstand zu halten und sowohl Küsten als auch Felder zu schützen, werden im Mekong-Delta wieder Mangrovenwälder angepflanzt. Außerdem werden die Bauern bei der Anwendung neuer Techniken in der Landwirtschaft unterstützt, die den Klimawandel besser kompensieren.

Das Gespräch zwischen Gabriele Heuser und Jochem Lange, dem Landesdirektor der GIZ in Vietnam, ist die Aufzeichnung der Veranstaltungsreihe "Aus der Praxis der GIZ" der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und rbb Inforadio vom 15.05.2017

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