8. Mai 2020: Erleuchtete Nummer "75" am UN-Hauptsitz in New York (Bild: imago images/ITAR-TASS)
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- Quo vadis, UNO?

Das 75. Jubiläum der Vereinten Nationen fällt in eine schwierige Zeit: Die UNO konnte sich auf keine gemeinsame Corona-Resolution einigen und auch die Diskussion über Rassismus ist eine Herausforderung. ARD-Korrespondentin Antje Passenheim berichtet aus New York über die Geschichte, aber auch dem aktuellen Zustand der UNO.

Charta der UN, Unterzeichnung 1945 "Charta der Vereinten Nationen" (Beschluss ueber die Satzung der Vereinten Nationen auf der Konferenz von San Fran- cisco, 25. April - 26. Juni 1945 (Bild: picture-alliance / akg-images)
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Am 26. Juni 1945 wurde die Charta auf der Konferenz von San Francisco von 50 Staaten unterzeichnet. Als erster Staat ratifizierten die Vereinigten Staaten die Charta und boten der UNO als Sitz New York an.

Heute beherrschen Machtspiele den Sicherheitsrat. Die Politik der "Einzelstaaten-First" bringt den "Tempel des Multilateralismus" zum Stillstand. Während sich die USA als mächtigster Mitgliedsstaat Stück für Stück aus der Weltgemeinschaft zurückziehen, stößt China aggressiv in das Vakuum. Die EU-Staaten mit Deutschland im Sicherheitsrat versuchen unterdessen mit einer Stimme zu sprechen, um die Werte der Gemeinschaft hoch zu halten. Von einem "Europäischen Frühling" sprechen der deutsche und der französische Botschafter gar.

 

Erste Seite der UN-Charta mit handschriftlichen Ergänzungen (Bild: dpa)
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