Soldaten der afghanischen Armee nach einem Anschlag in Kabul, der Hauptstadt des Landes, am 29. Januar 2018
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- Afghanistan - wieder ein Land im Krieg?

In Afghanistan ist die Gewalt in den letzten Wochen eskaliert: Bei einem Anschlag im Zentrum von Kabul starben Ende Januar über 100 Menschen, davor gab es bereits einen Angrif auf die Kinderhilfs-Organisation Safe the Children und einen tödlichen Anschlag auf ein Luxushotel - und dies sind nur ein paar wenige Beispiele für die Lage im Land. Droht Afghanistan erneut ein landesweiter Bürgerkrieg? Über die aktuelle Sicherheitslage des Landes am Hindukusch sprach Ruth Kirchner mit Mirco Günther. Er leitet seit einem Jahr das Büro der Friedrich-Ebert-Stiftung in Kabul.

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Dossier - ein Angebot der Landeszentralen für politische Bildung - Sicherheitspolitik in Afghanistan

Nach den Terroranschlägen auf die USA am 11. September 2001 begannen die USA und Verbündete den Internationalen Kampf gegen den Terrorrismus in Afghanistan, um die Taliban-Regierung zu stürzen und Al-Quaida zu bekämpfen. Dem seit nunmehr 16 Jahren andauernden Krieg fielen insgesamt 70.000 Menschen zum Opfer, über zwei Millionen Flüchtlinge sind vor den Gefahren geflohen, und noch immer verlassen viele Menschen das Land. Afghanistan wird beherrscht von Terror  und Korruption. Beinahe täglich kommt es zu neuen Anschläge mit Toten und Verletzten, die bewaffneten Auseinandersetzungen halten an.

Ende 2014 lief das Mandat für die NATO-geführte ISAF-Truppe aus und ein Großteil der ausländischen Kampftruppen wurden mittlerweile abgezogen. Eine verkleinerte NATO-Mission verblieb im Land, um die afghanischen Sicherheitskräfte weiterhin zu unterstützen.

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