Illustration: Austrittsverhandlungen zwischen Großbritannien und der EU
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- EU und Großbritannien gehen in die Scheidungs-Phase

2018 werden die Weichen für den Brexit gestellt. Die erste Phase der Austritts-Verhandlungen ist im Dezember mäßig erfolgreich zu Ende gegangen mit dem Entschluss, weiter zu verhandeln und in die nächste Stufe einzutreten. Im März soll die zweite Scheidungs-Phase starten - und die wird es in sich haben, denn die entscheidenden Details der Trennung von EU und Großbritannien sind alle noch ungeklärt. Die ARD-Korrespondenten in Brüssel, Kai Küstner, Ralph Sina und Karin Bensch berichten.

Großbritannien wird Ende März 2019 aus der Europäischen Union ausscheiden. Um Chaos zu verhindern, wollen sich beide Seiten auf eine etwa zweijährige Übergangsphase im Anschluss einigen.

EU-Chefunterhändler Michel Barnier hatte klar gemacht, dass die Zeit bis März 2019 nur ausreicht, um die Bedingungen für den Austritt und die Übergangsphase auszuhandeln. Ein fertiges Freihandelsabkommen mit Großbritannien kann es aus Brüsseler Sicht bis dahin noch nicht geben - allenfalls eine "politische Erklärung" zum Rahmen der künftigen Beziehungen.

Der britische Brexit-Minister David Davis möchte bereits während der Übergangszeit Freihandelsabkommen mit Drittstaaten aushandeln. Dieser Plan stößt in Brüssel nicht unbedingt auf ein positives Echo. Es könnte darüber "zu einer Auseinandersetzung kommen", sagte Davis am 24. Januar. Uneinigkeit scheint auch darüber zu herrschen, wie lange die Übergangsphase dauern soll. Während Barnier dafür etwas weniger als zwei Jahre veranschlagt, sprach Davis am 24. Januar von bis zu 27 Monaten.

Quelle: dpa

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