Auf einem Bildschirm ist das Wort "Schüler*innen" zu sehen. (Bild: picture alliance / dpa)
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- Was spricht gegen das Gendern, Judith Sevinç Basad?

Lässt sich die Welt verändern, indem wir die Sprache verändern, Gender-Sternchen zum Beispiel mit Sprechpausen betonen? Publizistin Judith Sevinç Basad widerspricht energisch. Warum? Darüber hat Gerd Dehnel mit ihr gesprochen.

Die Autorin und BILD-Redakteurin wirft Gender-Fans vor, elitär über die Köpfe der meisten Menschen hinweg zu entscheiden. Die Publizistin warnt vor Sprach- oder Sprechverboten und kritisiert ideologische Vorgaben.

Den Kampf gegen den "alten weißen Mann" als Wurzel allen Übels lehnt Judith Sevinç Basad ab, wie sie erklärt. Laut Basad sei Vorsicht geboten, sobald jemand behauptet, die ultimative Methode gefunden zu haben, mit der alle Missstände beseitigt werden könnten. Wenn jemand sage: "Wir haben die alleinige Ursache gefunden: Nämlich den 'alten weißen Mann', diese alte weiße männliche Herrschaft, die uns seit Jahrhunderten in den Knochen sitzt. Wir müssen sie nur abschaffen und dann wird es gut. Wenn solche Argumentationen auftauchen, die die Welt in ganz einfache Raster einteilt - in Gut und Böse - dann sollte man immer vorsichtig sein", so Judith Sevinç Basad.

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