Demonstranten halten zum Auftakt der Kampagne "Generationen-Rettungsschirm" der Generationen Stiftung Regenschirme vor dem Kanzleramt in Berlin in die Luft (Bild: dpa)
dpa
Bild: dpa

- Generationengerechtigkeit: "Die Regierung hat versagt"

Um wirtschaftliche Folgen der Corona-Krise abzumildern, werden immer neue Schulden aufgenommen. Diese wird die junge Generation dann abzutragen haben. Christian Wildt hat über Generationengerechtigkeit mit Moritz Piepel von der Generationen Stiftung gesprochen.

Deutschland ist inzwischen mit über zwei Billionen Euro verschuldet. Und täglich kommen neue Milliarden dazu, um die Pandemie und die Krisenfolgenzu bewältigen. Aber was ist mit Übermorgen?

Da werden junge Menschen wie Moritz Piepel daran arbeiten müssen, die Schulden wieder abzutragen. Doch den 21-jährigen Physikstudenten und Aktivisten aus Dresden interessieren nicht nur Zahlen. Christian Wildt hat mit Piepel über sein Engagement für mehr Generationsgerechtigkeit gesprochen.

Man brauche zum einen die Stabilität, aber gleichzeitig auch die Transformation, sagt Moritz Piepel: "Weil es klar ist: Unsere Lebensweise, wie sie momentan ist, wird nicht für länger bestehen können. Wenn wir Nachrichten gucken, dann sehen wir überall die Klimakrise, wir sehen 'ne Wirtschaftskrise, wir sehen die Demokratiekrise. Und überall produziert unser System Krisen." Daher muss man laut dem Jugendrat in der Generationen Stiftung zwar aktuell das System stabilisieren - aber im nächsten Schritt auch die Weichen so stellen, dass man auch in Zukunft gut zusammen leben muss. In Hinblick auf das Corona-Jahr 2020 befindet Piepel: "Und da hat das Konjunkturpaket, da hat die Bundesregierung in diesem Jahr nach unserer Einschätzung versagt."