Archivbild: Ein Polizeiwagen steht vor dem Bodemuseum, nachdem dort 2017 Täter eingestiegen und eine 100-Kilo schwere Goldmünze gestohlen haben (Bild: picture alliance / dpa)
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- Sicherheitsexperte: Museen besser durch Personal und Technik sichern!

Der Goldmünzen-Raub aus dem Berliner Bode-Museum, mit Öl beschmierte Exponate auf der Berliner Museumsinsel oder gestohlener Schmuck aus dem Grünen Gewölbe in Dresden werfen immer wieder die Frage nach der Sicherheit in Museen auf. Genau darüber hat Christian Wildt mit dem Kriminologen Daniel Zerbin gesprochen.

Wie gefährdet sind Kunstschätze in Sammlungen und Museen - und damit unser Kulturerbe? Fragen an Daniel Zerbin. Er ist Professor für Kriminalwissenschaften an der Northern Business School in Hamburg und war selbst früher für die Sicherheit in Berliner Museen verantwortlich.

Es gibt Unterschiede bei den unterschiedlichen Kunstdiebstählen. Bei der Goldmünze aus dem Bode-Museum entstehe vor allem ein Schaden beim Materialwert. Bei anderen Diebstählen sei der Schaden vor allem am Kulturerbe.

Sogar politische Motive will Sicherheitsexperte Daniel Zerbin als Hintergrund solcher Attacken nicht ganz ausschließen. Er sagt aber auch, es könne jemand dahinterstecken, der sich Aufmerksamkeit verschaffen wollte. In der Vergangenheit habe es immer wieder verschiedene Angriffe gegen Kunstwerke gegeben: "Sei es, dass da einer Bilder nachsigniert hat, in Bilder reingesprungen ist oder auch Bilder geklaut und auch wieder zurückgebracht worden sind."

Diese Kunstwerke generieren laut Zerbin eine Aufmerksamkeit: "Und man kann dann Teil dieser Aufmerksamkeit sein. Und das ist in vielerlei Bereichen eine Motivlage für Straftäter", so der Sicherheitsexperte.