Abschied von Jean-Claude Juncker als EU-Kommissionschef
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- Jean-Claude Juncker: "Ich habe mich redlich bemüht"

Jean-Claude Juncker hat sein Amt als EU-Kommissionspräsident an Nachfolgerin Ursula von der Leyen übergeben. Nach fünf Jahren hat Juncker mit Holger Roman Bilanz gezogen. Gewohnt humorvoll, aber auch nachdenklich.

Mit dem zum Dezember erfolgten Wechsel an der Spitze der EU-Kommission ist auch eine beachtliche politische Karriere zu Ende gegangen: Jean-Claude Juncker, ebenso leidenschaftlicher wie umstrittener Fürsprecher einer "immer engeren Union", ist von der europäischen Bühne abgetreten und hat das wichtigste Amt in der EU an seine Nachfolgerin aus Deutschland, Ursula von der Leyen, übergeben.

"Ich habe das getan, zu dem ich fähig war"

"Ich habe das Gefühl, dass ich mich redlich bemüht habe", sagte er im Rückblick. Er gehe mit dem Gefühl, Dinge weitergebracht und Dinge verändert zu haben. "Ich habe das getan, zu dem ich fähig war."

Es waren die Krisen, die die fünf Jahre der Juncker-Kommission geprägt haben. Krisen, von denen jede für sich schon das Potenzial hatte, die Europäische Union in ihren Grundfesten zu erschüttern. "Was mich sehr beschäftigt hat, war die Griechenland-Krise", meinte Juncker. Erfolgreich sei die Krise bewältigt worden - nun wachse Griechenland wieder.

Viel verlorene Zeit und Energie für den Brexit

Hinzu kommt laut Juncker die Debatte um den Brexit: "Diese Brexit-Geschichte hat uns viel verlorene Zeit und Energie gekostet." Das gelte auch für den Handelskonflikt mit den USA.

Es gebe nichts, worauf er besonders stolz gewesen sei, sagte Juncker. "Ich bin stolz darauf, jeden Tag versucht zu haben, Europa weiterzubringen." Auch nach seinem Rückzug werde er nicht "in der Versenkung verschwinden".