Maren Eggert (Bild: imago images/Doris Spiekermann-Klaas)
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- "Ich war zuhause, aber..." - Maren Eggert im Gespräch

Am Donnerstag ist Startschuss für den mit einem Silbernen Bären prämierten Film "Ich war zuhause, aber..." Ute Büsing hat sich mit der Hauptdarstellerin Maren Eggert getroffen und sich mit ihr über den Film unterhalten - und über ihr berufliches Selbstverständnis als Schauspielerin.

Am Donnerstag kommt "Ich war zuhause, aber..." in die Kinos - ein Film, für den Regisseurin Angela Schalenec bei der Berlinale den Silbernen Bären ergatterte. Und ein Film, in dem Maren Eggert die Hauptrolle spielt.  

Eine Familie vor dem Scherbenhaufen

Sie verkörpert Astrid, eine kulturschaffende Professorin, die nach dem Tod ihres Mannes beide Kinder alleine großziehen muss. Eines Tages verschwindet der Sohn spurlos, bis er aus dem Nichts zurückkehrt. "Wir erleben diese Familie, wie sie versucht zu funktionieren und zusammenzukommen. Wie die Frau versucht, alles unter einen Hut zu bringen und trotzdem sie selbst zu bleiben", schwärmt Eggert, die selbst zwei Kinder hat und weiß: "Natürlich gerät man mit Kindern immer an seine Grenzen." Grundsätzlich ist es ihr wichtig, immer auch eigene Erfahrungen in ihre Arbeit einzubringen: "Ich arbeite immer sehr assoziativ", wie sie im Gespräch mit Ute Büsing betont.

Große Riege von Frauenfiguren

Vor zehn Jahren kam Eggert vom Hamburger Thalia-Theater nach Berlin ans Deutsche Theater, und auch hier verkörperte Eggert die verschiedensten Frauenrollen. "Die Figuren sind immer sehr unterschiedlich gewesen, ob Amalia aus Schillers 'Die Räuber' oder Blanche DuBois in 'Endstation Sehnsucht'". Eggert hat sich an vielen Figuren gerieben, besonders an jenen klassischer Stücke: "Goethe war - was Frauenfiguren angeht - der Horror. Da gibts Handlungsbedarf, aber in der modernen Literatur ist das zum Glück nicht mehr so  vorhanden."