Intendant Matthias Schulz vor der Staatsoper Unter den Linden (Bild: imago images/Future Image)
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- Matthias Schulz: Staatsopernintendant in turbulenter Zeit

Er ist 42 Jahre alt und hat einen der wichtigsten Intendantenjobs in Deutschland. Matthias Schulz leitet seit etwa einem Jahr die Staatsoper Unter den Linden - als Nachfolger von Jürgen Flimm.  Der Vater von fünf Kindern hat ein Haus übernommen, das noch nicht ganz fertig war und in dem es hin und wieder gewaltig kriselte. Der Start sei alles andere als langweilig gewesen, sagt Schulz im Gespräch mit rbb-Kultur-Reporterin Maria Ossowski. 

"Aber das wusste ich auch vorher, dass das hier eine große Sache ist", sagt Schulz. Er finde es toll, in Berlin zu sein und sei nach wie vor voll motiviert. Schlechte Kritiken der ersten Inszenierungen an der Staatsoper nimmt der Intendant gelassen hin. "Wir sind in ein Haus gekommen, das zu 85 Prozent fertiggestellt war", betont er.

"Es gab noch so viele Dinge, die zum ersten Mal waren", so Schulz. "Wir haben zum Beispiel bei 'Medea' zum ersten Mal die Drehscheibe verwendet, bei der 'Zauberflöte' Flugsysteme, bei 'Babylon' zum ersten Mal die Podien. Das war natürlich schon eine enorme Herausforderung - es hat viele Kinderkrankheiten offenbart." Er hoffe auf weitere Diskussionen, sagt Schulz, und glaube, dass sie in den nächsten Jahren bleiben: "Es wäre anders auch langweilig."

Über die Kritik an Generalmusikdirektor Daniel Barenboim, Pläne für die kommende Saison, Finanzen, den 450. Geburtstag der Staatskapelle, gut gehütete Geheimnisse und Musizieren mit den eigenen Kindern spricht Maria Ossowski mit Matthias Schulz.