Das VW-Hochhaus als Teil des Werks der Volkswagen AG am Mittellandkanal Wolfsburg (Bild: imago/photothek)
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- Thilo Bode: "Konzerninteressen sind zu stark geworden"

In seinem Buch "Die Diktatur der Konzerne" zeigt Foodwatch-Chef Thilo Bode anhand vieler Beispiele, wie die Interessen von Unternehmen und Politik immer stärker verschmelzen. Denn die Politik fürchte sich zunehmend vor den Einflussmöglichkeiten der Konzerne. Als Politiker müsse man sich warm anziehen, sagt Bode im Gespräch mit Inforadio-Wirtschaftsredakteurin Ute Holzhey.

Thilo Bode in der WDR-Talkshow "Kölner Sommer Treff" im August 2018 (Bild: imago/Future Image)
Foodwatch-Chef Thilo Bode Bild: imago/Future Image

Wir haben eine Demokratie, aber die funktioniere nicht mehr richtig, meint Bode: "Konzerninteressen sind zu stark geworden. Es gibt ein Ungleichgewicht. Und deshalb haben wir auch viele Probleme." Demokratisch gewählte Regierungen würden von Unternehmen dominiert und kaum mehr Entscheidungen gegen sie treffen, so der Chef der Verbraucherorganisation Foodwatch.

"Sie fürchten die Macht der Konzerne im Hinblick auf deren Möglichkeiten, die öffentliche Meinung zu bestimmen", erklärte Bode. "Und wenn Entscheidungen nicht mehr gegen eine große wirtschaftlich bedeutende Gruppe gefällt werden, dann hat die natürlich quasi eine Regierungsmacht, die man als Diktatur bezeichnen könnte."

Das gelte etwa für die Digital-, Auto- oder Energiekonzerne, so der ehemalige Greenpeace-Leiter. Um welche Unternehmen es konkret geht, welche "Folterinstrumente" die  Konzerne verwenden und welche Möglichkeiten die Justiz hat - das erklärt Thilo Bode im Gespräch mit Inforadio-Wirtschaftsredakteurin Ute Holzhey.

Buch "Die Diktatur der Konzerne" von Thilo Bode

Broschierte Ausgabe: 240 Seiten
erschienen am: 22. August 2018
Verlag: S. FISCHER

Wiederholung der Sendung vom 21. März 2019