Die Fotografin Ute Mahler bei einer Ausstellung in Rostock (Bild: imago images/Fotoagentur Nordlicht)
imago images/Fotoagentur Nordlicht
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- Ute Mahler: Modefotografin für die "Sibylle"

Im Willy-Brandt-Haus in Berlin-Mitte ist derzeit die Ausstellung "Sibylle" zu sehen - mit Fotografien aus der besonderen Modezeitschrift in der DDR. Große Fotografen haben dafür selbstbewusste, immer etwas melancholisch schauende Frauen in der DDR-Realität inszeniert. Auch die Fotografin Ute Mahler hat für das Magazin gearbeitet. Reporterin Anke Burmeister hat mit ihr über die Vergangenheit, aber vor allem auch über die Gegenwart gesprochen.  

Ihr absolutes Lieblingsfoto ist jenes von der Frau in Shorts und Bluse, die im Wasser steht und sich an ihr nasses Haar, gebunden mit einem gepunkteten Tuch, fasst (siehe Bildergalerie unten). Die Fotografin Ute Mahler schwärmt: "Das Bild wurde nie schwächer." Sie habe in der DDR viel Zeit mit dem Foto in der Dunkelkammer verbracht - und sie habe es sich nie übergesehen. "Da ist immer noch so ein Geheimnis drin."

Noch immer modern

Wenn sich Mahler ihre Fotografien aus der DDR-Modezeitschrift "Sibylle" ansieht, ist sie heute verwundert, wie sie im Inforadio erzählt:  "Wenn man sich die Mode anguckt, ist es schon so, dass man sie heute noch tragen könnte. Und das verwirrt so ein bisschen", sagt die Fotografin. "Es ist verblüffend, wie modern es aussieht." Noch bis zum 25. August sind Mahlers alte Fotografien im Willy-Brandt-Haus zu sehen.

Noch heute entwickelt Mahler in der Dunkelkammer. Aber sie hat auch ein Smartphone und fotografiert Alltagssituation damit. Wenn sie ihre Kamera benutzt, ist es vor allem eines für sie: Arbeit. Schöne, aber auch anstrengende Arbeit.

 

Bilder aus der Austellung "Sibylle"