Regisseur Sebastian Schipper
Sven Simon/imago
Bild: Sven Simon/imago

- "Ich bin kein politischer Aktivist, ich bin Filmemacher"

Viktoria - so hieß der Film, mit dem Sebastian Schipper vor vier Jahren alle überrascht hat. Eine Nacht in Berlin, gedreht in einer einzigen zweieinhalb Stunden langen Kameraeinstellung, ohne Schnitte. Am Donnerstag startet sein neuer Film in den Kinos: "Roads". Kinoredakteur Alexander Soyez hat ihm darüber gesprochen.

Bei der Berlinale, beim Deutschen und beim Europäischen Filmpreis - überall wurde Sebastian Schipper für seinen Film "Viktoria" mit Preisen überhäuft. Sein neuer Film handelt von einem Trip von Marokko nach Europa. Es ist ein Film über Freiheit, jugendlichen Größenwahn und Identität.

Die Idee für seinen neuen Film kam Schipper nach "Absolute Giganten", der eine Nacht mit Freunden abbildet. Daraus folgte die Inspiration zur neuen Handlung: "Mit seinem besten Kumpel im Auto sitzen, der eine fährt, der andere wählt die Musik aus."

Dass durch die Auswahl der Charaktere, einer aus dem Kongo, der andere aus London, das Thema der Migration in den Film kam, machte ihm anfangs noch Angst. "Wir haben Bammel gehabt, dass wir dem Thema nicht gerecht werden", gibt Schipper in der Nachbetrachtung zu. Der Film ist dann aber doch entstanden. "Die Herausforderung ließ uns nicht mehr los".