Fabian Lustenberger (Bild: dpa/ Sören Stache)
dpa/ Sören Stache
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- Fabian Lustenberger: Immer eine spezielle Verbindung zu Berlin halten

Zwölf Jahre lang war Fabian Lustenberger eines der Gesichter von Hertha BSC. Jetzt hat der einstige Kapitän sein letztes Spiel für die Berliner gemacht und wechselt in die Schweizer Heimat. Wie Lustenberger mit Hertha einst fast Deutscher Meister wurde, warum er als Mittelfeldspieler auch mal im Tor aushelfen musste, und was er von Herthas künftigem Trainer Ante Covic hält, das verriet Fabian Lustenberger Inforadio-Sportreporter Dennis Wiese.

Erst, wenn er wieder in der Schweiz sei, etwas Ruhe einkehre - dann wird wahrscheinlich jener Moment kommen, in dem er sagt: "So, das war's." So blickt Fabian Lustenberger auf sein Ende bei Hertha BSC.

Führen und zuhören
An sein erstes und seine schöneren Tore erinnert er sich gut. Aber Lustenberger sieht rückblickend seine Hauptaufgabe eher in der Verteidigung. Von 2013 bis 2016 war auch Kapitän von Hertha BSC, bis Pal Dardai ihn durch Vedad Ibisevic ersetzte. Was einen guten Kapitän ausmache? "Vorangehen, immer versuchen voranzugehen und Leistung zu zeigen", sagt der heute 31-Jährige. Außerdem müsse man auf seine Teamkollegen zugehen, vermitteln und helfen: "Ich habe meistens ein gutes Feedback bekommen, und das ist, was für mich zählt." An seiner Absetzung als Kapitän hatte er gut zwei Tage zu arbeiten - aber dann hat er sich wieder voll ins Team eingebracht. "Ich glaube, wenn man da von negativem Erleben sprechen soll, dann vielleicht in erster Linie ja, im ersten Moment, aber danach habe ich das Beste draus gemacht."

Berlin gerne gegen die Schweiz getauscht
Als 19-Jähriger ging es damals recht schnell mit Vertrag und Umzug nach Berlin, erinnert sich der Fußballer. Seine Ankunft hat er in guter Erinnerung, er habe sich damals nicht viele Gedanken gemacht und eher in den Tag hineingelebt. Anfangs haben ihn auch oft Familie, Freunde und Bekannte aus der Schweiz in Berlin besucht. "Die Stadt bietet so viel, dass man gar keine Möglichkeit hat, sich unwohl oder schlecht zu fühlen." Das Training hat ihm in dieser Zeit immer einen festen Rahmen gegeben.

Jetzt freue er sich jetzt auf die Zeit mit seiner Familie in der Schweiz. Zu Hertha wird er als "Fan" zurückkehren, sagt Lustenberger - die nächsten vier bis fünf Jahre seien auf jeden Fall in der Schweiz verplant: "Die Kontakte werden nicht abreißen und deswegen wird man immer irgendwie zu Berlin ein spezielle Verbindung haben."