24h Europe - The Next Generation (Bild: rbb/Emin Ozmen/Axel Schneppat/Aissa Tripodi/Mila Teshaieva/Sergey Goroshko/Andri Peetso)
rbb/Emin Ozmen/Axel Schneppat/Aissa Tripodi/Mila Teshaieva/Sergey Goroshko/Andri Peetso
Bild: rbb/Emin Ozmen/Axel Schneppat/Aissa Tripodi/Mila Teshaieva/Sergey Goroshko/Andri Peetso

- Volker Heise: "Man muss Europa bewahren"

Am Samstag beginnt um Punkt 6 Uhr morgens ein ganz besonders Projekt: Der rbb sendet 24 Stunden lang die Reportage "24h Europe - the next Generation". Dabei wird Europas junge Generation einen ganzen Tag lang beobachtet. Wie dieses Projekt zustande kam, hat Inforadio-Redakteur Christian Wildt bei Volker Heise nachgefragt - er ist Journalist, Autor und Regisseur und hatte die Idee zu "24h Europe".

Volker Heise (Bild: zero one)
Volker Heise, künstlerischer Leiter des Teams "24h"Bild: zero one

"Die Idee besteht im Wesentlichen darin, dass man 24 Stunden lang einer Reihe von Menschen durch ihren Alltag folgt und das Ganze 24 Stunden lang sendet und zeigt", erklärt Heise. Insgesamt wurden für das Projekt 60 Protagonisten begleitet - am 15. Juni 2018 in vielen verschiedenen Ländern.  

Das Ganze passiere in Echtzeit, so Heise. "Das heißt, was man um 6 Uhr oder 10 Uhr morgens sieht, ist dann auch passiert. Aber man sieht natürlich nicht immer gleichzeitig alle 60 Leute. Man sieht immer einen ausgewählten Protagonisten, dem wir ein paar Minuten folgen, bevor wir zu einem anderen gehen."

Insgesamt waren mehr als 500 Film-Mitarbeiter an dem Projekt beteiligt. "Und am Ende muss man den Regisseuren und den Teams vor Ort vertrauen", betont Heise. "Das ist ja auch ein Projekt, das auf den Zufall reagiert und reagieren muss. Wir können nichts planen."  

Man wolle nicht nur zeigen, wie schön Europa ist, so Heise. "Wir gehen auch dahin, wo es schmerzt und wo Europa auseinanderfliegt." Die Länder seien sehr unterschiedlich, mit ganz verschiedenen Lebenswelten. Man könne sich manchmal kaum vorstellen, dass all das auf einem Kontinent passiert.

"Und gleichzeitig aber merkt man, wie klein dieser Kontinent am Ende eben doch ist", sagt Heise. "Und dass jede kleine Bewegung ihn auch in Flammen setzen kann. Und deswegen hat sich bei mir fast so ein zärtliches Gefühl gegenüber Europa entwickelt. Ich denke mir immer: Man muss darauf aufpassen, man muss es bewahren." Er wünsche sich, dass sich das auf die Zuschauer übertrage.

Zu sehen ist das Projekt „24h Europe - the next generation“ am Samstag, den 4. Mai, ab 6 Uhr im rbb-Fernsehen und im Livestream auf rbb-online.de.