Knur Kucznik und seine Schafe im Oktober 2018 auf dem Tempelhofer Feld (Bild: imago/epd)
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- Knut Kucznik: Der Schäfer auf dem Tempelhofer Feld

Das Bild war idyllisch: Auf dem viel bespielten Tempelhofer Feld, mitten in Berlin, grasten im Oktober 2018 rund hundert Schafe. Ihr Schäfer Knut Kucznik ist Vorsitzender des Berlin-Brandenburger Schafzuchtverbands. Mit der Aktion wollte er auf die miserable wirtschaftliche Situation seines Berufsstandes aufmerksam machen. Inforadio-Redakteurin Marie Asmussen traf Knut Kucznik in Altlandsberg, östlich von Berlin, im Schäferweg 1. 

Rund hundert Schafe auf dem Tempelhofer Feld - ein idyllisches Bild und nicht ganz ohne Wirkung. Mit seiner Aktion im Oktober 2018 ist Schäfer Knut Kucznik auf viel Verständnis für seinen Beruf auch in der Stadtbevölkerung gestoßen.

Kucznik wirbt für eine bessere Anerkennung seines Berufs. Schäfer hielten das Gras kurz, sodass es im Sommer nicht brennen kann, pflegten die Deiche und verhinderten Lawinen in den Bergen. "Diese Arbeit, die wir leisten, für alle, die würden wir gerne so bezahlt bekommen, dass wir wenigstens Mindestlohn bekommen", fordert Kucznik.

Kucznik engagiert sich für die Zukunft seines Berufs und er hat Hoffnung, dass auch die Politik ihren Kurs ändert und eine schäferfreundliche Politik betreibt. "Und dann werden unheimlich viele Leute wieder einen Ausbildungsberuf bei den Schäfern bekommen", sagt Kucznik.

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