Maryanne Redpath 2016 auf der Berlinale (Bild: imago/Seeliger)
imago/Seeliger
Bild: imago/Seeliger

- Maryanne Redpath: Die weiblichen Blicke auf das Kino

Mit der 69. Berlinale endet am Sonntag eine Ära: Denn Festivalchef Dieter Kosslick geht. Jemand anderes bleibt jedoch: Die langjährige Leiterin der Sektion "Generation" Maryanne Redpath. Inforadio-Redakteurin Anke Burmeister spricht mit ihr über das Filmfest und den weiblichen Blick im Kino, den nicht nur Frauen haben.  

In ihrer Sektion beträgt der Anteil an Produktionen von weiblichen Filmemacherinnen 53 Prozent, erklärt Redpath. "Wir sind über die Quote hinausgeschossen", sagt sie. "Wir machen das nicht gezielt. Für mich ist die Quote nur ein Mittel, […] um die Parität zu steigern." Es gehe ihr darum, dass mehr Frauen in allen Regionen der Welt den Zugang dazu bekämen, Filme zu machen. "Die Geschichten, die sie erzählen sind auch sehr weiblich, finde ich, in diesem Jahr - und das ist sehr, sehr schön."

Sie selbst Feministin, erklärt sie. "Ich finde, die Konversation bei dieser Berlinale ist sehr, sehr wichtig. Es gibt keine Parität - in der Gesellschaft und besonders auch nicht in der Filmindustrie." Was den weiblichen Blick ausmache, sei so vielfältig, dass man es nicht auf eine Sache reduzieren könne, sagt Redpath. "Ich weiß es, wenn ich es sehe. Das ist eine sehr instinktive Sache. Vielleicht ist es eine weibliche Art, Sachen wahrzunehmen. Dass es das gibt, davon bin ich überzeugt."

Dass der weibliche Blick auch in Filmen von Männern zu finden ist, über das Recht auf Langeweile für Kinder und den Einfluss der Digitalisierung auf das Kino spricht Maryanne Redpath mit Anke Burmeister.  

Zur Sendungs-Übersicht

Interviewsituation. Symbolbild für die Sendereihe Vis à vis [colourbox]

Vis à vis

Hintergründe, Meinungen und Analysen im Dialog: Hier kommen Menschen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu Wort.