"Berlinale Festivaldirektor Dieter Kosslick"; © Ulrich Weichert
Ulrich Weichert
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- Kosslicks letzte Berlinale: "Stolz ist ein ganz gutes Gefühl"

Am Donnerstag beginnen die 69. Berliner Filmfestspiele. Nach 18 Jahren wird dies dann die letzte Berlinale in der Ära Dieter Kosslick sein. Vieles hat der Berlinale-Chef in jenen Jahren bewegt und verändert. Dafür wurde er wahlweise gelobt oder heftig kritisiert. Im Vis à Vis blickt Dieter Kosslick im Gespräch mit Reiner Veit zurück auf bewegende Momente, nicht nur auf der Leinwand.

Vermissen wird er Freunde und Kollegen - aber nicht die Bürokratie und das ewige Warten am Flughafen, erzählt Kosslick im Inforadio. Er sei durchaus stolz darauf, dass es ihm in seiner Zeit als Berlinale-Direktor gelungen sei, das Festival neu zu strukturieren: Special-Interest-Reihen und die Sektion "Generation", überhaupt - das Festival in Bodennähe zu halten, ohne dabei auf Stars und Glamourfaktor zu verzichten. "Wir sind kein Volksfest, aber irgendwie sind wir auch ein Volksfilmfestival geworden", meint Kosslick.

Neue Verbreitungswege für Filme, wie Streaming-Plattformen, seien keine direkte Konkurrenz für ihn, so Kosslick. Festivals hätten auch andere Aufgaben. Kritik von außen störe ihn nicht besonders, vielmehr wiederhole sich vieles - sein Nachfolger werde sich Ähnliches anhören müssen.

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