Wasserdampf steigt aus den Kühltürmen des Braunkohlekraftwerks Jänschwalde der Lausitz Energie Bergbau AG (Bild: dpa)
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- Stefan Zundel: "Kohleausstiegsgeld ist eine Riesenchance für die Lausitz"

Nach der Wende verloren 70.000 Lausitzer ihren Arbeitsplatz. Viele wanderten ab. Droht mit dem Kohleausstieg noch mal so ein Schock oder ist die Region stark genug für einen wirtschaftlichen Umstieg? Darüber spricht Inforadio-Redakteur Daniel Friedrich mit Prof. Stefan Zundel, Ökonom an der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg.  

Prof. Stefan Zundel (Bild: BTU Cottbus-Senftenberg)
Prof. Stefan Zundel, Volkswirtschaftler mit dem Schwerpunkt Energie- und Umweltökonomik Bild: BTU Cottbus-Senftenberg

Den Abschlussbericht der Kohlekommission halte er für ein gutes Papier für die Lausitz, so Zundel: "18 Milliarden Euro [...] sind ganz gewiss kein Pappenstiel. Noch nie ist so viel über die Lausitz geredet worden, noch nie ist der Lausitz so viel Geld versprochen worden." Das sei eine riesige Chance für eine periphere Region, sagte der Ökonom.

Es komme nun aber auch darauf an, die finanzielle Unterstützung gut geplant einzusetzen, damit sie nicht verschwendet werde, betonte er: "So viel Geld in eine Region zu pumpen, ist nicht ganz ungefährlich, weil natürlich nicht alle Ideen, die jetzt in der Lausitz geboren werden, auch gute Ideen sind." Deswegen müsse man sich Zeit dafür nehmen, welche Projekte umgesetzt werden.

Welche konkreten Probleme er in Südbrandenburg sieht, was die Unternehmen in der Region brauchen und wie die Lausitz für Fachkräfte attraktiv bleiben bzw. werden kann - darüber spricht Prof. Zundel mit Inforadio-Redakteur Daniel Friedrich.

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