Der Weltmeister Theo Reinhardt jubelt nach seinem Sieg des 40m Derny-Wettbewerbs beim Sechstagerennen in Berliner Velodrom den Zuschauern zu. (Bild: dpa/ Gregor Fischer)
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- Theo Reinhardt: "Der Po leidet extrem"

Sechstagerennen - für die Radrenndfahrer bedeutet das Nacht für Nacht Höchstleistungen auf dem Rennrad und Dauerstress. Theo Reinhardt, Berliner Bahnrad-Weltmeister und Lokalmatador bei den Sixdays, spricht mit Inforadio-Sportreporter Dennis Wiese über seine Erfahrungen und den dramatischen Trainingsunfall seiner guten Freundin Kristina Vogel.

Nach sechs Tagen auf dem Rad schmerzen Po und Beine am meisten, meint Theo Reinhardt. Das Rennen durch die Nacht verträgt sich außerdem nicht besonders gut mit dem Biorythmus, verrät der Sportler. Besonders wenn man Familie hat, sei es schwierig: "Ich habe jetzt mittlerweile einen kleinen Sohn. Das ist natürlich total kontrovers. Der weiß auch gar nicht so richtig, was los ist."

Dass Bahnradfahren ein gefährlicher Sport ist, musste Reinhardt im Sommer auf dramatische Art und Weise erfahren. Seine gute Freundin Kristina Vogel verunglückte im Training schwer und ist seitdem querschnittsgelähmt. "Wir haben dann am gleichen Tag noch ihren Freund bei uns aufgenommen [...] und waren dadurch sehr, sehr nah an alldem was das geschehen ist dran." Mit Vogel habe die Nationalmannschaft jemanden verloren, "der dem Team immer eine positive Stimmung vermittelt hat."

Nachdem Reinhardt vor einem Jahr Weltmeister im Zweier-Mannschaftsfahren geworden ist, hat sich für ihn nicht so viel verändert, sagt er zumindest selbst: "Ich kann behaupten, dass ich derselbe Mensch geblieben bin." Dass er Weltmeister ist, will er gar nicht jeden Tag "aufs Butterbrot geschmiert" kriegen. Ihm reichen seine kleinen Momente, in denen er seinen Triumph genießt.

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