Thomas Hitzlsperger im Trainingscamp des VFB Stuttgart (Quelle: picture alliance/Pressefoto Rudel)
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- Thomas Hitzlsperger: Fünf Jahre nach dem Coming-out

Fünf Jahre nach seinem Coming-out Zieht der ehemalige Fußball-Nationalspieler Thomas Hitzlsperger ein Resümée. "Ich kann mit Freude sagen, dass das Leben sehr gut weitergegangen ist", sagt Hitzlsperger im Inforadio-Interview.

Hitzlsperger glaubt, es gebe große Fortschritte beim Thema Homosexualität. Es sei nicht mehr so ein Tabu-Thema, wie noch vor fünf Jahren, meint der Ex-Fußballer.

Fortschritt beim Thema Homosexualität

Seit einiger Zeit ist Hitzlsperger Botschafter für Vielfalt beim Deutschen Fußballbund. Dass es diese Position überhaupt gebe, sei schon ein gutes Zeichen. Auch die Zahl der schwul-lesbischen Fanclubs bei den Fußballvereinen sei stark gestiegen.

Bereits während seiner aktiven Karriere hat Hitzlsperger daran gedacht, sich zu outen. Alle seine Berater hätten ihm aber abgeraten. Ob es ihm gutgetan hätte, sich schon damals zu outen, kann der Ex-Profi deshalb nicht beantworten.

"Mit diesen Ängsten wird gespielt"

Hitzlsperger selbst rät aktiven Profis inzwischen dazu, nicht mehr so viel Angst vor dem Schritt zu haben. Die Fans seien inzwischen viel aufgeschlossener. Genau wissen, wie es einem Fußballer in einem solchen Fall ergehen würde, könne man jedoch nicht. "Mit diesem Ängsten wird gespielt und das einige davon ab", sagt Hitzlsperger.

Für die aktiven Profifußballer hat er noch einen Tipp: "Es darf sich nicht alles konzentrieren auf diese zehn, 15 Jahre Profifußball." Auch danach könne man Geld verdienen und Spaß haben.

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