Markus Beckedahl (Quelle: imago/Jens Jeske)
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- Markus Beckedahl fordert unabhängige Aufsichtsbehörde

Der jüngste Datenskandals hat rund 1000 Politiker und Prominente viel Privatheit gekostet. Und doch bleibt das Gefühl: Es hätte viel schlimmer kommen können. Und: Wir müssen uns einfach besser aufstellen in Sachen Datenschutz! Das empfielt der Berliner Netzaktivist Markus Beckedahl im Gespräch mit Inforadio-Redakteur Christian Wildt.

Bisher unterstehe das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) dem Innenministerium. Daraus ergebe sich ein Zielkonflikt, beklagte Beckedahl im Inforadio-Gespräch. Denn die eigentliche Aufgabe des BSI sei es ja, für mehr IT-Sicherheit bei Bürgern, Unternehmen und in Verwaltungen zu sorgen. Das BSI helfe aber auch den staatlichen Ermittlern, Sicherheitslücken auszunutzen.

Wörtlich sagte Beckedahl: "Ich würde mir wünschen, wenn das Bundesamt (...) tatsächlich eine unabhängige Behörde werden würde und nicht mehr weisungsbefugt dem Innenministerium (...) unterliegen würde. Beim BSI arbeiten eine ganze Menge guter Menschen, wahrscheinlich mehr technisch versierte als (...) in allen anderen Behörden zusammen. Aber da gibt es natürlich auch Zielkonflikte (...). Das BSI soll eigentlich uns Bürgern, Unternehmen, aber auch den Verwaltungen helfen, IT-Sicherheit zu stärken. Das geht nicht gleichzeitig, wenn man auch unsere Geheimdienste dabei stärken soll, Schwachstellen und Sicherheitslücken auszunutzen."

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