Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) ernennt Jörg Steinbach zum Minister für Wirtschaft und Energie, Staatskanzlei, Potsdam, 19. September 2018.
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- Brandenburgs Wirtschaftsminister warnt vor Spaltung

Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Steinbach hat davor gewarnt, dass sich das Land in der Frage des Strukturwandels spaltet. Der Fokus dürfe nicht nur auf der Lausitz liegen, betonte Steinbach im Inforadio. Auch die Prignitz und die Uckermark müssten verstärkt entwickelt werden. Dazu könnten auch Digitalisierung und moderne Datentechnik beitragen.

Brandenburgs Wirtschafts- und Energieminister Jörg Steinbach warnt vor einer Spaltung des Landes über die Frage des Strukturwandels.

Er habe großes Verständnis für Stimmen aus anderen Landkreisen, die den derzeitigen Fokus der Landesregierung auf die Lausitz kritisieren, sagte der SPD-Politiker im Inforadio vom rbb. Auch die beiden Regionen im Norden - Prignitz und Uckermark - müssten verstärkt entwickelt werden: "Ich glaube, dass hier auch Digitalisierung, moderne Datentechnik ganz heftig dazu beitragen können, auch in einer Art und Weise vor der die Menschen in der Region keine Angst zu haben brauchen, die nicht die nächste Rationalisierungswelle ist, sondern die tatsächlich einfach Optionen bietet."

In Bezug auf das gesteigerte Engagement der Landesregierung Bundesmittel vor allem für den Strukturwandel in der Lausitz einzuwerben, sagte Steinbach, es gehe darum, das dortige wirtschaftliche Niveau auch über die Zeit nach der Braunkohle zu halten und weniger entwickelte Regionen wie Prignitz oder Uckermark daran anzupassen, nicht aber andersherum.

Südbrandenburg sieht Steinbach derzeit als Industrieregion gut aufgestellt. Die dortigen Herausforderungen könne Brandenburg aber nicht allein stemmen. Mit einer verlängerten Braunkohleverstromung wie sie Ministerpräsident Woidke kürzlich ins Gespräch brachte, rechne er allerdings nicht. Er gehe davon aus, dass mit den vorliegenden Revierplänen auch Schluss sei, so Steinbach.

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