Symbolbild Ökostrom, Eine Steckdose steht in einer Wiese, im Hintergrund ist blauer Himmel zu sehen.
imago/Bruno Kickner
Bild: imago/Bruno Kickner

- Naturstrom-Vorstand: "Ökostrom ist nicht gleich Ökostrom"

Vor ziemlich genau 20 Jahren eröffnete  das Ökoenergieunternehmen Naturstrom den Reigen der grünen Stromanbieter. Einer der ersten Kunden war Oliver Hummel. Drei Jahre später stieg er ins Marketing des Unternehmens ein und heute ist er der Vorstand von Naturstrom. Im Vis à vis erzählt er von den schweren Anfängen, dem Boom nach Fukushima und davon, dass die meisten grünen Angebote Augenwischerei sind.

Oliver Hummerl, Vorstand NATURSTROM AG
Bild: NATURSTROM AG, Daniel Koebe

Der Ökostrom- und Gasanbieter Naturstrom ist kürzlich 20 Jahre alt geworden. Bei seiner Gründung kurz nach der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998 hatte es das Unternehmen nicht einfach. Nur wenige Anbieter der ersten Stunde haben überlebt.

Oliver Hummel war einer der ersten Kunden von Naturstrom. Später wurde er Mitarbeiter im Marketing. Heute ist er als Naturstrom-Vorstand für das Verbrauchergeschäft zuständig. Das stagniert zwar seit einiger Zeit ein wenig, doch das geht so ziemlich allen Anbietern von Ökostrom so. Lediglich die ganz günstigen Angebote würden noch wachsen. Vor denen warnt Hummel jedoch: "Das meiste, was grün ist, ist nicht wirklich grün. Die Frage, die sich der Kunde stellen muss ist eigentlich: Bewirkt mein Wechsel etwas? Wie glaubwürdig ist der Anbieter? Setzt der Anbieter sich auch gesellschaftlich und politisch für die Energiewende ein und für sonst nichts?"

Anja Dobrodinsky hat mit Oliver Hummel über die schwierigen Anfänge, über Energie im Quartier und echten grünen Strom gesprochen.

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Interviewsituation. Symbolbild für die Sendereihe Vis à vis [colourbox]

Vis à vis

Hintergründe, Meinungen und Analysen im Dialog: Hier kommen Menschen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu Wort.