Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD)
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- Giffey: Rekordausgaben für bessere Kitas

Franziska Giffey war die große Überraschung in der neuen Bundesregierung - aus Berliner Sicht. Als Bürgermeisterin von Berlin-Neukölln hatte sie ein sehr gutes Image: jung, engagiert, bürgernah. Im Gespräch mit Nina Amin erzählt Giffey von der großen Umstellung, die der Amtswechsel mit sich gebracht hat, wie sie die Rolle der Väter stärken will und wo sie sich selbst in fünf Jahren sieht.

Bekannt und beliebt geworden ist sie als Bezirksbürgermeisterin von Neukölln - stets freundlich mit einem Lächeln in ihrem Kiez unterwegs, aber eine Hardlinerin, wenn es um die Durchsetzung von Regeln ging. Nun ist Franziska Giffey Bundesfamilienministerin und hat die ganze Republik im Blick.

Ob die 39-Jährige SPD-Frau nach knapp 40 Tagen im Amt schon in der Bundespolitik angekommen ist, wie "Neukölln" geprägt ihre Arbeit ist und welche Themen sie vorantreiben will, darüber hat inforadio-Reporterin Nina Amin mit Franziska Giffey gesprochen.

Abtreibungsparagraph 219a: Giffey fordert Neuregelung

Am Rande des Gesprächs äußerte sich die SPD-Politikerin auf zum umstrittenen Abtreibungsparagraphen 219a. Ungewollt schwangere Frauen seien in einer sehr schwierigen Lebenssituation, so Giffey. Sie bräuchten Informationen, Beratung und Unterstützung - und Ärztinnen und Ärzte, die nicht unter dem Generalverdacht stehen, sich kriminell zu verhalten.

Der Paragraph 219a untersagt "das Anbieten, Ankündigen oder Anpreisen" von Schwangerschaftsabbrüchen. Er soll verhindern, Abtreibungen als etwas Normales darzustellen und zu kommerzialisieren. Zuletzt war eine Gießener Frauenärztin wegen Angaben auf ihrer Webseite zu 6.000 Euro Geldstrafe verurteilt worden.

Giffey betonte, sie halte es für wichtig, dass hier eine Änderung erfolgt, die Ärztinnen und Ärzten ermöglicht, gut zu informieren.

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