Oscar-Statue
imago/UPI Photo
Bild: imago/UPI Photo

- "Living My Dream" in Kalifornien: Jessica Niebel

Kalifornien - das ist für viele junge Deutsche das gelobte Land. Die einen träumen von einem Leben als Startup-Gründer im Silicon-Valley oder als Künstler in Hollywood. In Kalifornien leben bereits zehntausende Deutsche, vom Designer bis zur Wissenschaftlerin, von der Managerin bis zum Aussteiger. Wie leben sie? Lassen sich ihre Träume erfüllen? Und was vermissen sie? Nicole Markwald hat Jessica Niebel getroffen, sie ist Kuratorin am Academy Museum, das im kommenden Jahr eröffnet werden soll.

Jessica Niebel hat eine lange Erfahrung in ihrem Job: sie arbeitete 12 Jahre in der Ausstellungsabteilung des Deutschen Filmmuseums in Frankfurt am Main, bevor sie nach Los Angeles zog. Und weil es nun mal nicht allzu viele Filmmuseen in der Welt gibt, ist man entsprechend gut vernetzt und kennt sich. Das führte zu einer gemeinsamen Ausstellung mit der Academy Award über den "Best Picture Oscar".

Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences hat seit ihrer Gründung im Jahr 1927 eine Sammlung aufgebaut, die entsprechend über einmalige Exponate verfügt. Das habe sie mit am meisten gereizt. Inzwischen ist ihr Los Angeles zur zweiten Heimat geworden - "die vertraute Umgebung und das vertraute Klima - das fühlt sich schon an wie nach Hause kommen".

Natürlich gibt es auch etwas, was sie an Los Angeles nervt. "Das übliche: die Kosten und der Verkehr". Das sei das erste was man lernt: Distanzen nicht mehr in Strecken, sondern in Zeit zu berechnen.

Jessica Niebels Job besteht darin, das bisher noch leere Haus zu füllen - die Eröffnung des Academy Museum ist für 2019 geplant. Derzeit bereitet sie gerade die Dauerausstellung vor. Ein schwieriges Unterfangen gerade beim Thema Film, die richtige Balance zwischen "klassisch-museal und Themenpark" zu finden.

Eine Frage, die man häufig gestellt bekommt: "Und? Hast du schon einmal einen Promi auf der Straße gesehen?" Darüber kann Jessica nur schmunzeln, denn den Umgang mit Filmstars bringt ihr Job nun mal mit sich - "allein dadurch dass ich das Glück hatte, schon zweimal zur Oscar-Verleihung gehen zu dürfen. Da sieht man sie ja sowieso schon alle." Aber auch im beruflichen Alltag setze sich das fort, denn das "Board of Governors" bestehe aus Größen der Filmbranche wie Steven Spielberg oder Tom Hanks.

Die Zusammenarbeit mit solchen Stars sei allerdings "immer wieder aufregend, schon wegen der unterschiedlichen Herangehensweise". Aber jemanden auf einem Empfang zu sehen, ihm vorgestellt zu werden und ein bisschen Smalltalk zu machen - "das ist schon nicht mehr so ganz was Besonderes. Nee."

Zur Sendungs-Übersicht

Interviewsituation. Symbolbild für die Sendereihe Vis à vis [colourbox]

Vis à vis

Hintergründe, Meinungen und Analysen im Dialog: Hier kommen Menschen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens zu Wort.

auch auf inforadio.de

San Francisco Downtown (Bild: Gili Yaari/imago)
Gili Yaari/imago

"Living My Dream" in Kalifornien: Kati Schmidt

Kalifornien ist für viele junge Deutsche ein Sehnsuchtsort. Manche träumen von einem Leben als Startup-Gründer, Programmierer oder Ingenieur im Silicon-Valley. Andere wollen ihr Glück als Schauspieler, Musiker oder Drehbuchschreiber in Los Angeles versuchen, darunter auch zehntausende Deutsche. Wir fragen in dieser Woche nach: Wie leben sie? Haben sich ihre Träume erfüllt? Das fragt unser Korrespondent in Kalifornien, Marcus Schuler die gebürtige Berlinerin Kati Schmidt. Sie hat bis vor kurzem bei der Wohnungsvermittlungsplattform Airbnb gearbeitet.

Golden Gate Bridge
imago/Bluegreen Pictures

"Living My Dream" in Kalifornien: Katharina Borchert

Start-Ups, IT- und Tech-Unternehmen sind ein Schatz für Berlin. Sie ziehen junge, kreative Menschen hierher. Das gelobte Land der Computer- und Internet-Wirtschaft ist und bleibt aber Kalifornien. Auch deshalb hat es schon zehntausende Deutsche an die US-Westküste getrieben. Zum Beispiel Katharina Borchert. Sie hat als Journalistin und Bloggerin in Deutschland begonnen - heute leitet sie die Innovationsabteilung bei Mozilla. Und die ist eben im Silicon Valley. Kalifornien-Korrespondent Marcus Schuler hat sich mit ihr unterhalten.

Döner Kebab
imago/Stefan M Prager

"Berlin's Döner" - der Renner in Los Angeles

"Kalifornien - da will ich hin." Das haben wahrscheinlich schon hunderttausende Deutsche gedacht. Zehntausende haben das auf den unterschiedlichsten Wegen in die Tat umgesetzt. Viele - gerade junge - zieht es ins Silicon Valley, wo das Herz der Digital-Industrie sitzt. Andere versuchen ihr Glück irgendwo in der Filmbranche - Hauptsache in der Nähe der Traumfabrik Hollywood. Aber es geht auch ganz anders, wenn man sich genau umsieht und eine gute Idee hat. Simon Classen hatte so eine - er hat den Döner nach Los Angeles gebracht. Nicole Markwald hat mit ihm über seine Geschichte gesprochen.