E-Tretroller (Bild: imago images/ Zeljko Dangubic)
imago images/ Zeljko Dangubic
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- Elektrische Tretroller: Kaufen oder leihen?

Noch sieht man sie nur selten, aber in einigen Tagen sollen sie auch das Berliner Stadtbild verändern: Die elektrischen Tretroller für die letzte Meile, also beispielsweise für den Weg von der S-Bahn zum Arbeitsplatz. Entweder man leiht die Roller aus - oder man kauft sich gleich einen eigenen. Wie sieht es in den Fachgeschäften derzeit aus? Unser Reporter Markus Streim hat eines im Bezirk Berlin-Schöneberg besucht.

Hintergrund: Kosten eines E-Tretrollers

Preis-Leistung der E-Roller
Eine Akkuladung reicht in der Regel für 15 bis 30 Kilometer. Viele Einsteigermodelle kosten etwa 300 Euro, es geht aber auch deutlich teurer. BMW bietet beispielsweise einen E-Scooter für 2.400 Euro an.

Sind E-Scooter versicherungspflichtig?
Ja, E-Scooter brauchen eine Haftpflichtversicherung. Anders als Pedelecs, bei denen der Elektromotor die Muskelkraft nur unterstützt, gelten sie als Kraftfahrzeuge und lassen sich nicht über eine Privathaftpflicht-Police mitversichern. Die Roller werden also wie Mofas oder Motorräder behandelt. Sie brauchen auch eine Plakette, praktisch ein Mini-Nummernschild zum Aufkleben. Bei Diebstahl greift nach Angaben der Versicherungsbranche nicht die Hausrat-, sondern eine separat abschließbare Kaskoversicherung.

Was kostet die Versicherung?
Mehrere Versicherer bieten Haftpflicht-Tarife für E-Scooter für etwa 30 Euro im Jahr an. Eine Kaskoversicherung gegen Diebstahl kostet je nach Versicherer jährlich zwischen 20 und 40 Euro. Einige Unternehmen bieten zudem für beide Versicherungen Rabatte für Fahrerinnen und Fahrer an, die älter als 23 Jahre sind.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Ganz wichtig: Klären Sie mit dem Händler, ob das Rollermodell eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) vom Kraftfahrtbundesamt hat. Damit ist sichergestellt, dass es allen behördlichen Bestimmungen entspricht. Im Online-Handel findet man derzeit auch noch Modelle, die zum Beispiel schneller als 20 km/h fahren können - das darf nicht sein. Für eine Zulassung braucht ein E-Scooter außerdem zwei voneinander unabhängige Bremsen, eine Beleuchtung und eine Klingel.

Was ist mit Rollern, die schon vor Inkrafttreten der neuen Verordnung gekauft wurden?
Im Idealfall erfüllt der Roller schon alle Voraussetzungen für eine Straßenzulassung. Viele Hersteller werden nachträglich eine ABE beantragen. Modelle, die nicht verkehrssicher sind, können nachgerüstet werden. Aber das wird unter Umständen aufwendig und teuer. In jedem Fall sollte man den Hersteller kontaktieren, denn ohne ABE bekommt man keine Versicherung und darf den Roller nicht im Straßenverkehr benutzen.

(Quelle: NDR.de)

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