Buch als Weihnachtsgeschenk in goldenem Papier verpackt
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- Die Weihnachtsausgabe mit Last-Minute-Buchempfehlungen

Wer noch auf der Suche nach einem passenden Geschenk ist: wie wäre es mit einem guten Buch? In der Weihnachtsausgabe von Quergelesen gibt es einige Buchempfehlungen. Aber auch in dieser Woche dürfen die literarischen Neuigkeiten natürlich nicht fehlen. Die Weihnachtsausgabe von Quergelesen mit Ute Büsing.

Im Alter von 80 Jahren ist der Lyriker und Zeichner F.W. Bernstein gestorben. Er war Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule und Professor für Karikatur und Bildgeschichte in Berlin. Dazu hören Sie in Quergelesen einen Nachruf.

Kein Literaturnobelpreis in diesem Jahr. Und: Der Ärger um die Schwedische Akademie in Stockholm geht weiter. Parallel zur feierlichen Aufnahme von drei neuen Mitgliedern wurde bekannt, dass Namen von Literaturnobelpreisträgern in den vergangenen Jahren schon vor der offiziellen Verkündung durchgestochen wurden. Das ergab eine von der Akademie angestrengte anwaltliche Untersuchung.

Die Weihnachtsbuchempfehlungen von Thomas Stodieck

Er betreibt in der Richard-Wagner-Straße 39 in Berlin-Charlottenburg eine gut sortierte Kiezbuchhandlung. 2019 wird die nach ihm benannte Buchhandlung Stodiecks 40 Jahre alt. Seine Empfehlung: Lempi, das heißt Liebe von Minna Rytisalo. Ein Liebesroman aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges.

Eines der Bücher des Jahres: Maryse Condés Segu. Die 81jährige afrokaribische Erzählerin wurde mit dem Alternativen Literaturnobelpreis 2018 ausgezeichnet. Auch sie erzählt in ihrer Familiensaga von historischen Schicksalsschlägen.  

Und zu guter Letzt ein Kriminalroman: Der Zorn der Einsiedlerin von Fred Vargas, Bestseller des Jahres in Frankreich.

Eine musikalische Buchempfehlung

Der Berliner Chansontexter Thomas Pigor - Teil des Duos Pigor und Eichhorn - hat seine satirischen musikalischen Kommentare zum Zeitgeschehen jetzt als Buch veröffentlicht.

100 Chansons
, eine bunt bebilderte Chronik mit Arbeitsnotizen, Fotos, Zeichnungen und Gedanken zum politischen Chanson und den Grenzen der Satire zusammengetragen.

 

Berührendes von drei Frauen, die 2018 für Aufsehen sorgten

Annie Ernaux Erinnerung eines Mädchens handelt von einer ungeheuerlichen Begebenheit, die sich vor 55 Jahren zutrug. Im Mittelpunkt steht die Erzählerin selbst, ein behütetes Kleinstadtmädchen aus der französischen Mittelschicht, knapp 18, Klassenbeste, bildungsbewusst und erlebnishungrig. Es betritt zum ersten Mal die fremde Welt des Begehrens und tappt dabei in eine furchtbare Falle.

Eine ungeheuerliche Geschichte, eine aus dem Dunkeldeutschland der Nachkriegszeit, erzählt auch Natascha Wodin in Irgendwo im Dunkel. Mit diesem biografischen Bericht knüpft sie an ihr u.a. mit dem Leipziger Buchpreis ausgezeichnetes Muttersuch-Buch "Sie kam aus Mariupol" an. Diesmal steht der russische Vater der Autorin im Mittelpunkt der in Rückblenden erzählten Spurensuche.

Isabel Allende ist eine internationale Bestsellerautorin. Von vielen geliebt, von nicht wenigen aber auch als "Königin des Gefühls" belächelt. In diesem Jahr hat die in den USA lebende Chilenin Ein unvergänglicher Sommer vorgelegt. Der Roman ist späte Liebesgeschichte, Roadtrip und Thriller zugleich, mit magischem Realismus verwoben. Und er erzählt von drei Flüchtlingsschicksalen.  

Sendung

Die Schauspielerin Sophie Nelisse als Liesel Meminger in einer Filmszene des Kinofilms "Die Bücherdiebin". (Bild: dpa)
dpa

Quergelesen

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