Neuruppin: Als rastender Wanderer mit Stock und Hut wird der Dichter Theodor Fontane als Denkmal im Stadtzentrum dargestellt ©ZB/Jens Kalaene
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- Per App ins Theodor-Fontane-Jahr 2019

Theodor Fontane als Theaterkritiker: Nadine Kreuzahler schaut auf eine vierbändige Ausgabe der Theaterkritiken von Theodor Fontane und spricht mit einer der Herausgeberinnen. Sie fragt, was sie uns heute noch sagen und erklärt, warum Nicht-Fontane-Kenner auch ihren Spaß dran haben können. Außerdem stellt sie die neue rbb-Fontane-App durch Berlin vor und schaut auf "Spätdienst" - das neue Buch von Martin Walser.

Martin Walser ist auch mit 91 Jahren rastlos, er schreibt jeden Winter ein neues Buch. Gerade ist sein neuestes im Rowohlt Verlag erschienen. Es heißt "Spätdienst" und hat weder Plot, noch Handlung. Er entferne sich - ohne das zu wollen - immer mehr von dem klassisch Belletristischen eines Romans mit vielen Nebenfiguren, hat Martin Walser in einem Interview mit Denis Scheck in der ARD gesagt. In "Spätdienst" mäandert ein lyrisches Ich durch Themen und Gefühlswelten. ARD-Kulturreporterin Cornelia Zetzsche hat das Buch gelesen.

Vier Bände: Fontanes Theaterkritiken

2019 wird das Jahr für Fontane-Fans überhaupt und für alle, die es nie vorhatten, zu werden, aber trotzdem nicht an ihm vorbeikommen. Denn zum 200. Geburtstag wird einiges aufgefahren: Ausstellungen, Veranstaltungen und schon jetzt: viele, viele Neuerscheinungen.

So auch Theodor Fontanes Theaterkritiken, die er zwischen 1870 und 1894 geschrieben hat, die meisten davon für die Vossische Zeitung. Zum ersten Mal sind alle 649 Kritiken versammelt, editiert und kommentiert in vier Bänden, das sind über 3000 Seiten, erschienen im Aufbau Verlag. Gabriele Radecke, Mitherausgeberin und Leiterin der Fontane-Arbeitsstelle an der Georg-August-Universität Göttingen erzählt Nadine Kreuzahler, wie man sich Fontane als Theaterkritiker damals vorstellen muss.

Neue App: Auf den Spuren Fontanes

Fontane To Go gibt es jetzt in Form einer App, die der RBB am Montag zum 200. Geburtstag des wohl bedeutendsten preußischen Schriftstellers im nächsten Jahr an den Start bringt. Mit dieser App kann man in Berlin und Brandenburg auf den Spuren Fontanes wandeln. Viele Veranstaltungen zum Jubiläumsjahr sind in der App verlinkt. Ab Montag ist sie kostenlos in allen App-Stores erhältlich. Unsere Kulturreporterin Susanne Bruha hat die App schon einmal getestet.

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Die Schauspielerin Sophie Nelisse als Liesel Meminger in einer Filmszene des Kinofilms "Die Bücherdiebin". (Bild: dpa)
dpa

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