Horst Evers präsentiert seinen neuen Roman "Es hätte alles so schön sein können" , Berlin, Haus des Rundfunks, rbb 20.11.2018 © imago/M. Popow
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- Neuer Roman von Lesebühnen-Veteran Horst Evers

Nadine Kreuzahler stellt den Autor und Kabarettisten Horst Evers und sein neues Buch "Es hätte alles so schön sein können" vor und unterhält sich mit ihm über seine Anfänge auf den legendären Berliner Lesebühnen, die trotz Poetry Slam und Comedy immer noch lebendig sind. Außerdem porträtiert sie die Open-Mike-Prosa-Gewinnerin Yade Yasemin Önder und schaut auf die literarischen Neuigkeiten der vergangenen Woche.

Letzte Woche um diese Zeit war der Open Mike gerade noch in vollem Gange - der Wettbewerb für Junge Autorinnen und Autoren unter 35, die noch kein Buch veröffentlicht haben. Eine Viertelstunde Zeit hatte jeder der 20 Nominierten, um das Publikum und vor allem die dreiköpfige Jury vom eigenen Text zu überzeugen. Längst stehen die drei Gewinner fest: Lara Rüter und Kyrill Constantinides Tank sind für ihre Lyrik belohnt worden. Und Yade Yasemin Önder konnte den Prosa-Preis mit nach Hause nehmen. Wer ist die junge Frau? rbb-Reporterin Silke Mehring stellt sie vor.

Horst Evers: Es hätte alles so schön sein können

Horst Evers hat es gemacht, er hat sich auf die Bühne gewagt, damals vor fast 30 Jahren - zuerst in Berliner Hinterhofclubs und Kneipen auf die legendären Lesebühnen. "Dr. Seltsams Frühshoppen" und das "Mittwochsfazit" hat er mitgegründet. Mittlerweile hat er längst die bedeutendsten Kleinkunst- und Kabarettpreise gewonnen und seine Bücher sind Bestseller. In seinem neuen Roman Es hätte alles so schön sein können geht es um den 17-jährigen Marco, der durch eine Verkettung absurder Umstände in das Abenteuer seines Lebens rutscht. Der Roman ist eine Mischung aus Coming of Age Geschichte und schrägem Thriller. Marco und seine Begleiterinnen schlittern von einer absurden, brenzligen, abwegigen Situation in die nächste. Horst Evers setzt immer noch eins drauf. Nadine Kreuzahler spricht mit Horst Evers über seinen neuen Roman und über seine Anfänge in den legendären Berliner Lesebühnen.

30 Jahre Berliner Lesebühnen: Das Jubiläumsbuch

Mittlerweile haben Poetry Slam und Comedy die Lesebühnen abgelöst. Aber noch ist die Lesebühnenszene lebendig, das beweist eine Anthologie, die jetzt im Satyr Verlag erscheint: Mit euch möchten wir alt werden - 30 Jahre Berliner Lesebühne, herausgegeben von Sarah Bosetti, Andreas Scheffler und Volker Surmann, von zwei Autoren und einer Autorin aus drei Lesebühnengenerationen. Das Buch versammelt Texte von bekannteren, manchmal auch ehemaligen Protagonisten der Szene wie Marc-Uwe Kling, Bov Bjerg, Wladimir Kaminer, Ahne und Jakob Hein, und von ganz jungen Lesebühnenaktivisten. Es geht um Körperbehaarung, das Bürgeramt, Amok-Alarm auf dem Spielplatz, und eingebildete Krankheiten. Und natürlich um die Stadt Berlin.

Sendung

Die Schauspielerin Sophie Nelisse als Liesel Meminger in einer Filmszene des Kinofilms "Die Bücherdiebin". (Bild: dpa)
dpa

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