Elizabeth Strout © imago/Leonardo Cendamo
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- Amerikanische Provinz: Elizabeth Strouts "Alles ist möglich"

Ute Büsing stellt in dieser Ausgabe "Quergelesen" wieder aktuelle Neuerscheinungen vor, "Alles ist möglich" von der großen amerikanischen Erzählerin Elizabeth Strout, "Süßer Ernst" von der nicht minder großen Schottin A.L. Kennedy und "Die Welt, die meine war" des norwegischen Musikers und Schriftstellers Ketil Björnstadt. Und sie spricht mit dem in Berlin lebenden gebürtigen Dresdner Autor Ingo Schulze über seinen Begriff von Heimat.  

Es handelt sich um ein literarisches Schwergewicht der inzwischen 62-jährigen US-Amerikanerin Elizabeth Strout. So liebevoll wie dezent beschreibt sie in ihren Romanen ländliches Leben und großstädtisches wie in New York. Ihr Pulitzer-Preis-Erfolg "Mit Blick aufs Meer" verschaffte ihr auch in Deutschland Gehör. Nach dem Bestseller "Die Unvollkommenheit der Liebe" erscheint jetzt bei Luchterhand ihr neuer Roman "Alles ist möglich". Inforadio-Rezensentin Renée Zucker ist begeistert.

Elizabeth Strout hat die Geschichte ihrer Protagonistin aus dem Vorgängerroman im aktuellen weitergesponnen. Folie dafür ist, einigermaßen gut erkennbar, ihre eigene Biografie, natürlich fiktionalisiert. Darauf verstehen sich norwegische Autoren besonders gut. Allen voran der auch hierzulande als Kultautor geltende Karl Ove Knausgard. Einige seiner Landsleute - nächstes Jahr geballt beim Gastauftritt Norwegens auf der Frankfurter Buchmesse zu erleben - sind schon jetzt im Rahmen des Berlin-Brandenburgischen Lesefestes "Stadt, Land, Buch" in Berlin und Brandenburg zu Gast. Darunter ist auch der 66-jährige Ketil Björnstad, Komponist, Pianist und - Bestsellerautor. Seinen voluminösen Roman "Die Welt, die meine war - Die 60er Jahre" hat Kulturredakteur Harald Asel gelesen.

Auch A.L. Kennedy, gebürtige Schottin und eine der wichtigsten zeitgenössischen Autorinnen, hat wieder zugeschlagen: "Süßer Ernst" heißt ihr inzwischen 17. Roman, ein skurril-nachdenklicher London-Trip. Lara Diehn-Weber hat ihn für uns gelesen.

"Heimat" ist das Thema einer Podiumsdiskussion in der Stiftung Schloss Neuhardenberg. "Die unbekannte Vertraute", viel diskutiert, vereinnahmt, verdammt und aktuell wieder voll im Trend wird unter Leitung von Tagesspiegel-Herausgeber Stephan Andreas-Casdorff von der Soziologin Naika Foroutan, dem Architekten Bo Le-Mentzel und dem Schriftsteller Ingo Schulze einer Analyse unterzogen. Mit dem 55-Jährigen Dresdner Ingo Schulze spricht Ute Büsing.

Sendung

Die Schauspielerin Sophie Nelisse als Liesel Meminger in einer Filmszene des Kinofilms "Die Bücherdiebin". (Bild: dpa)
dpa

Quergelesen

Das Literatur-Magazin bietet Interviews und Gespräche mit Literaten und Verlegern, berichtet über Preise und Preisträger von Büchner bis Bachmann sowie über Festivals und Lesungen.