Der Autor der Gereon-Rath-Bestseller-Romane, Volker Kutscher, sitzt am 10.08.2017 an einer Bar.
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- Neuer Lesestoff für "Babylon Berlin"-Fans

Nadine Kreuzahler stellt den neuen Rath-Krimi "Marlow" von Volker Kutscher vor, dessen Reihe das literarische Vorbild für die Erfolgsserie "Babylon Berlin" ist. Außerdem porträtiert sie den Meister des Schweden-Krimis Hakan Nesser und wirft einen Blick zurück auf die vergangene Woche: Was war los in der literarischen Welt?

"Babylon Berlin" ist nicht nur die teuerste Serie, die das deutsche Fernsehen je produziert hat, sie ist auch ein Riesenerfolg. Auch für den Schriftsteller Volker Kutscher. Er hat die Vorlage zur Serie geschrieben, die Roman-Reihe, die im Berlin der Weimarer Republik ihren Anfang nimmt.

In dieser Woche ist der siebte Rath-Roman erschienen, lang ersehnt von den Fans: "Marlow" spielt wieder in Berlin, aber mittlerweile im Jahr 1935. Das Land hat sich verändert. Die Nazis sitzen fest im Sattel, antisemitische Hetze ist die Regel und die ersten packen ihre Koffer. Während Gereon Rath es mit geheimen SS-Akten und rätselhaften Unfällen aus der Vergangenheit zu tun bekommt, droht die neue Zeit auch seine Familie auseinanderzureißen.

Der Oberkommissar verabscheut Hitler und den Nationalsozialismus, arrangiert sich aber mit den Verhältnissen; seine Frau wiederum, die Privatdetektivin Charlotte Ritter, denkt ans Auswandern. Und ihr gemeinsamer Pflegesohn Fritz marschiert mit der Hitlerjugend zum Nürnberger Reichsparteitag. Im neuen Rath-Roman treffen Dämonen der Vergangenheit auf die Dämonen von heute.

Porträt Håkan Nesser

Hakan Nesser hat seinen ersten Krimi geschrieben, als es den Boom um Spannung aus Skandinavien noch gar nicht gab. Henning Mankell und er hätten zur gleichen Zeit angefangen, sagt Nesser, und dann sei daraus ein Tsunami geworden. Er gilt als Philosoph unter den skandinavischen Krimi-Autoren.

Jetzt sind drei seiner Kurzgeschichten aus den späten 90er Jahren verfilmt worden. Gerade im Kino angelaufen ist  "Intrigo - Tod eines Autors", prominent besetzt mit Ben Kingsley und Benno Führmann. RBB-Kulturreporterin Anke Sterneborg hat Håkan Nesser getroffen und mit ihm über sein Schreiben, seine Romanfiguren und sein erstes Leben als Lehrer gesprochen.

"La Ragazza con la Leica" - "Das Mädchen mit der Leica" von Helena Janeczek

Helena Janeczek, jüdisch-polnischer Herkunft, 1964 in München geboren, lebt seit 1983 in Italien und schreibt auf Italienisch. Ihr Roman "Das Mädchen mit der Leica" hat in diesem Jahr den "Premio Strega", den bedeutendsten Literaturpreis Italiens, gewonnen. Janeczek erzählt von Gerda Taro, die als Fotografin und erste Fotoreporterin an der Seite von Robert Capa arbeitete und im Spanischen Bürgerkrieg starb. Beide mussten vor den Nationalsozialisten fliehen. ARD-Korrespondent Jan-Christoph Kitzler hat die Schriftstellerin in Rom getroffen und mit ihr über ihren Roman gesprochen.

Sendung

Die Schauspielerin Sophie Nelisse als Liesel Meminger in einer Filmszene des Kinofilms "Die Bücherdiebin". (Bild: dpa)
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