Ein palästinensisches Kind sitzt in einem Trümmer-Betonblock am Strand von Gaza Stadt/Gazastreifen, 13. Januar 2018
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Bild: imago/ZUMA Press/Majdi Fathi

- Ohne Versöhnungswillen: Hamas und Fatah im Gazastreifen

Die Menschen im Gaza-Streifen leiden doppelt: zum einen, weil Israel und Ägypten die Zugänge nach dem Sieg der radikalislamischen Hamas dort weitgehend abgeriegelt haben. Und zum anderen, weil der erbitterte Streit im Palästinenserlager zwischen Hamas und der gemäßigten Fatah in Ramallah den schmalen Küstenstreifen zusätzlich heruntergewirtschaftet hat. ARD-Korrespondent Tim Aßmann berichtet über die Lage in der Region.

Die Situation ist ausweglos: Sechs von zehn jungen Menschen haben keine Arbeit, das meiste Abwasser fließt ungeklärt ins Meer oder in den Boden. Strom gibt es für die zwei Millionen Menschen im Gaza-Streifen im Schnitt nur vier Stunden am Tag. Damit wollte die palästinensische Autonomiebehörde die Hamas zum Verhandeln zwingen. Das ist  inzwischen geschehen.

Im vergangenen Oktober schlossen die beiden ein Versöhnungsabkommen, das den innerpalästinensischen Bruderkampf beenden sollte. Doch nun zeigt sich: die Gräben sind tief und der Wille zu wirklicher Partnerschaft und Kooperation sehr begrenzt. Die Bevölkerung hatte große Hoffnungen in den Prozess gesetzt und wird nun, wieder einmal, enttäuscht.

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Dominik Lenz befragt den Inhaber einer Mühle (Foto: Inforadio/Kattner)
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