Mützen, jedes Fach steht für einen Tag (Bild: Inforadio/Sabrina Wendling)
Sabrina Wendling, Inforadio
Bild: Sabrina Wendling, Inforadio

- Kuriositätenkabinett: Das Fundbüro der BVG

Glasaugen, eine komplette Couchgarnitur oder sogar lebende Meerschweinchen und Kanarienvögel: Was die Berliner so in Bus und Bahn verlieren, ist manchmal ziemlich speziell. Eines haben all diese Dinge gemeinsam: Sie landen im Fundbüro der BVG in Berlin-Schöneberg. Wo sich vergessene Turnbeutel und Geldbörsen stapeln, wundern sich die Mitarbeiter über gar nichts mehr, wie Inforadio-Reporterin Sabrina Wendling festgestellt hat.

Die meisten von uns haben das schon mal erlebt: Man legt den nassen Schirm im Bus auf den Boden, denkt nicht mehr dran und steigt ohne ihn aus. Oder das Portemonnaie rutscht beim Treppensteigen im U-Bahnhof aus der Hosentasche. Verlieren oder vergessen kennen wir ziemlich gut.

Nicht so bekannt ist vielen, dass die BVG für solche Fälle ein eigenes Fundbüro hat. Inforadio-Reporterin Sabrina Wendling wollte wissen, wie die Suchen-und-Finden-Maschinerie funktioniert und hat sich das BVG-Fundbüro in Schöneberg angesehen. 

Ungefähr ein Drittel der Dinge, die im Fundbüro landen, finden den Weg zurück zu ihren Eigentümern. Der viel größere Teil bleibt liegen - für genau sechs Wochen. Danach wird alles, was noch neu aussieht, versteigert. Der Erlös geht an die BVG bzw. das Fundbüro. Was nicht mehr neu, aber noch okay ist, bekommt das Rote Kreuz.  

Die S-Bahn hat übrigens ihr eigenes Fundbüro - in Lichtenberg. Und es gibt auch noch das Zentrale Fundbüro am Platz der Luftbrücke. Genug Orte also, um zu suchen, wenn man irgendwo etwas vergessen hat.  

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Dominik Lenz befragt den Inhaber einer Mühle (Foto: Inforadio/Kattner)
Inforadio/A. Kattner

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