Vorbereitungen zum Sarajevo Film Festival 2017 © imago/Armin Durgut
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- Filmfestival in Sarajevo beginnt

Natürlich wird es auch Glitzer und Glamour geben, auf dem Filmfest von Sarajevo. Aber das Besondere an diesem Festival ist etwas Anderes: Im Mittelpunkt stehen Filmen aus und über den Balkan - und über seine kriegerische Geschichte. Für Einheimische wie internationale Gäste ist das ein großes Ereignis, wie Korrespondentin Andrea Beer vor der Eröffnung am Freitagabend festgestellt hat.

Die Fußgängerzone im Zentrum von Sarajevo ist immer sehr belebt, doch bis 17. August wird sie besonders voll sein. Denn Sarajevo gehört zu den wichtigsten Festivals der Region und  der kosovarische Schauspieler und Regisseur Alban Ukaj wird es am Abend im Nationaltheater eröffnen. Elma Tataragic ist Filmproduzentin, Regisseurin und Drehbuchautorin und hat 1995 das Filmfestival mitgegründet, noch zu Zeiten des Bosnienkriegs.

"Für die Region ist es wichtig, dass Kino ein zuhause hat. Das haben wir sehr lange vermisst. Die Filmemacher aus den 20 Ländern die dieses Mal dabei sind waren auf großen Filmfestivals oft sehr verloren. Sie kamen aus kleinen Ländern mit kleinen Kinos mit sehr kleinem Budget für Produktionen.  Und in Sarajevo haben sie ein Zuhause gefunden, unser gemeinsames Zuhause in dem wir uns frei fühlen, unsere Projekte zu entwickeln."

Produzenten, Regisseure, Schauspieler und weitere Vertreter rund um die Filmindustrie betreiben intensives networking und können in mehreren Plattformen zusammen kommen. In der Runde "work in progress" zum Beispiel. Dort laufen Filme, aus Ungarn Rumänien und Israel. Zu sehen ist aber auch "Hilal, Feza and other planets", die neue Arbeit des preisgekrönten türkischen Filmemachers Kutluğ Ataman oder der polarisierende Film "cat in the wall" der bulgarischen Regisseurinnen Mina Mileva  und Vesela Kazakova. "dealing with the past" , Umgehen mit der Vergangenheit, so heißt eine weitere Reihe auf dem Sarajevo Festival, das damit erneut Krieg oder Besatzung thematisiert. Nicht nur im ehemaligen Jugoslawien, sondern auch in der Tschechoslowakei sagt Mascha Markovic die diese Filme verantwortet.

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