Interviews

Zwei Afrikanerinnen auf der UN-Weltklimakonferenz in Kattowitz (Bild: dpa)
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Zähe Verhandlungen in Kattowitz

Zwei Tage länger als ursprünglich geplant wird in Kattowitz um eine umfassende Vereinbarung gerungen. Unterhändler von fast 200 Staaten verhandeln auf der Weltklimakonferenz über klare Regeln für den Kampf gegen den Klimawandel, die Positionen liegen dabei teilweise weit auseinander. Der Potsdamer Klimaforscher Dr. Elmar Kriegler zeigt sich im Inforadio-Gespräch trotzdem zuversichtlich, dass der Gipfel mit einem guten Regelwerk zu Ende geht.

Europapuzzle ohne Großbritannien (Bild: imago/Arnulf Hettrich)
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Bullmann fordert Exit vom Brexit

Die EU will sich im Poker um die Ratifizierung des Brexit-Abkommens in Großbritannien nicht erpressen lassen. Der EU-Gipfel machte Premierministerin Theresa May zwar eine Reihe von wolkigen Zusicherungen, diese blieben aber rechtlich unverbindlich. Udo Bullmann von den europäischen Sozialdemokraten rät May im Inforadio-Gespräch, den Brexit nicht zu vollziehen. Er empfiehlt ein zweites Referendum in Großbritannien.

Interview-Archiv

  • Winfried Kretschmann (Bild: imago/Jens Jeske)
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    Kretschmann: "Unser Angebot steht"

    Der Bund will fünf Milliarden Euro in die Digitalisierung der Schulen investieren, muss dafür aber in die Hoheit der Länder eingreifen und fordert deshalb eine Grundgesetzänderung. Die Länder lehnen das strikt ab und wollen an diesem Freitag den Vermittlungsausschuss anrufen. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) spart im Inforadio nicht mit Kritik an der Bundesregierung und spricht vom Versuch einer Entmachtung der Länder.

    Symbolfoto Brexit in Scherben (Bild: imago/Ralph Peters)
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    Experte: "Die EU saß immer am längeren Hebel"

    Er entwickelt sich zunehmend zu einem "Nerv-Thema", der Brexit, der jetzt in der Sackgasse steht. Die EU weigert sich, den Deal zu ändern - und die britische Premierministerin Theresa May bringt ihn nicht durch das Parlament. Foad Forghani ist Buchautor und ein gefragter Verhandlungsspezialist. Er sagte im Inforadio, in der jetzigen Endphase seien in der Regel "die Ängste der Verhandlungsbeteiligten am größten".

    Zerbrochene Christbaumkugel (Bild: imago/imagebroker)
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    Wie lässt sich Familienstreit umgehen?

    Weihnachten steht vor der Tür, das Fest der Familie und der Liebe. Eigentlich. Doch gerade mit Letzterem ist es oft nicht weit her. Alle Jahre wieder bricht er aus: mal streiten sich die Kinder um die Geschenke, mal streiten sich die Erwachsenen um tiefer liegende Konflikte - alte Tabus brechen auf, unangenehme Geheimnisse gelüftet. Günther Reich ist Familientherapeut; er riet im Inforadio dazu, den Nachwuchs "frühzeitig und kindgerecht" über gravierende Probleme zu informieren.

    12.12.2018, Brandenburg, Potsdam: Christian Görke (Die Linke), Finanzminister Brandenburgs, spricht in der Haushaltsdebatte des Landtages.
    ZB

    Brandenburger Landtag streitet um Doppelhaushalt

    An diesem Freitag soll im Potsdamer Landtag der brandenburgische Etat für die nächsten zwei Jahre verabschiedet werden. Mit 25,5 Miiliarden Euro plant die Landesregierung Rekordausgaben. Umstritten ist der Doppelhaushalt vor allem deshalb, weil er über die laufende Legislaturperiode hinausreicht. Damit wäre die nächste Regierung an Etat-Vorgaben gebunden, die sie - falls es einen Machtwechsel gibt - gar nicht selbst entworfen hat. Unser landespolitischer Korrespondent Dominik Lenz berichtet.

    Regale in einem Buchladen (Bild: imago/Engelhard)
    imago/Engelhard

    Breite Basis im Bundestag für Buchpreisbindung

    Die Buchpreisbindung - hinter diesem etwas sperrigen Wort versteckt sich ein hoch-emotionales Thema mit einer langen Geschichte. Seit 130 Jahren werden in Deutschland die Preise für Bücher festgelegt - durch Regelungen zwischen Verlagen und Händlern. Heißt: Ein Buch kostet beim Internet-Großhändler genauso viel wie im kleinen Buchladen an der Ecke. Ob das so sein muss, darüber hat am Freitag der Bundestag diskutiert. Aus der Inforadio-Redaktion berichtet Ruth Kirchner.

    Kind in einer Kindertagesstätte in Berlin (Bild: imago/photothek.net)
    imago/photothek.net

    Siebernik sieht im Kita-Gesetz "einen guten Aufschlag"

    Der Bund will zeitlich befristet 5,5 Milliarden Euro in die Verbesserung der Qualität in Kitas investieren. Das haben am Freitag Bundestag und Bundesrat beschlossen. Das Land Berlin erhält bis 2022 rund 300 Millionen Euro vom Bund, Brandenburg 163 Millionen. Berlins GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik sieht in dem Gesetz von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey nur einen ersten Impuls - und richtet im Inforadio einen dringenden Appell an Bildungssenatorin Sandra Scheeres.

    Polizisten auf dem Straßburger Weihnachtsmarkt am 14.12.18 (Bild: AP/dpa)
    AP

    EU-Sicherheitspolitik: Straßburg legt Schwächen offen

    Der Attentäter von Straßburg war mehrereTage verschwunden, bis er am Donnerstagabend einer Polizeistreife auffiel und bei der folgenden Schießerei getötet wurde. Die französischen Behörden wussten schon vor dem Anschlag, dass er sich radikalisiert hatte, die deutschen Sicherheitsbehörden nicht. "Der Fall zeigt, dass man beim internationalen Informationsaustausch keinen Schritt vorangekommen ist", analysiert ARD-Terrorismus-Experte Michael Götschenberg.

  • Michael Roth (SPD), Staatsminister für Europa
    imago/photothek

    Roth: "Die Probleme bleiben"

    Premierministerin Theresa May hat das Misstrauensvotum ihrer parteiinternen Gegner knapp überstanden und reist am Donnerstag mit leicht gestärktem Rücken zum EU-Gipfel nach Brüssel. Vel geändert hat sich dennoch nicht. Michael Roth (SPD) ist Staatsminister im Auswärtigen Amt und zuständig für Europapolitik. Er sagte im Inforadio, er sehe nach wie vor große Schwierigkeiten, im Unterhaus eine Mehrheit für den Brexit-Deal zu bekommen.   

    12.12.2018, Großbritannien, London: Theresa May (Vordere Reihe, 4.v.r), Premierministerin von Großbritannien, spricht während der Fragestunde "Prime Minister's Questions" im britischen Parlament.
    PA Wire

    Glees: "Der Durchschnittsmensch hat die Nase voll"

    Das totale Chaos ist gerade noch einmal abgewendet worden am Mittwochabend in London: Theresa May konnte das Misstrauensvotum ihrer Fraktion abwenden. Und nun? Anthony Glees, Politologe und Zeithistoriker (University of Buckingham), sagte im Inforadio, er sehe May jetzt trotz allem gestärkt: "Die Gegner in ihrer Partei haben verloren." Jetzt komme es darauf an, auch den Rest des Parlaments zu überzeugen. Die britische Öffentlichkeit habe allerdings genug vom Politikerstreit.

    Außenansicht James-Simon-Galerie
    imago/PEMAX

    Parzinger: "Ein neuer Bau mit Bezug auf die Historie"

    Nach einer schier endlosen Baugeschichte ist die James Simon Galerie vor dem Pergamon Museum auf der Berliner Museumsinsel fertig: am Donnerstag soll der Schlüssel für den Neubau feierlich an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergeben werden. Eigentlich sollte er schon 2013 fertig werden, doch Pfusch am Bau und Schwierigkeiten mit dem Untergrund führten immer wieder zu Verzögerungen. Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Prof. Hermann Parzinger, äußerte sich im Inforadio erfreut über die Fertigstellung.

    Theresa May, Premierministerin von Großbritannien
    PA Wire

    Bradshaw: "Neue Volksabstimmung ist die wahrscheinlichste Lösung"

    Theresa May ist nochmal mit einem blauen Auge davongekommen, sie hat das Misstrauensvotum ihrer Partei überstanden. Aber die Hängepartie beim Brexit geht weiter. Ben Bradshaw sitzt für die Labour-Partei im britischen Unterhaus und war unter anderem BBC-Korresondent in Berlin. Er sieht May auch nach dem überstandenen Misstrauensvotum deutlich geschwächt - eine neue Volksabstimmung sei unumgänglich, betont er im Inforadio.

    Grundgesetz mit Paragraph 219a (Bild: imago/Sascha Steinach)
    imago/Sascha Steinach

    Senatorin Kolat: "Wir kämpfen weiter für das Aus des Paragrafen 219a"

    Der umtsrittene Paragraf 219a wird nicht gestrichen - sondern ergänzt um Listen von Ärzten, die Schwangerschaftsabbrüche vornehmen. Auf diesen Kompromiss haben sich Union und SPD geeinigt. Die Sozialdemokraten wollten den Paragrafen, der Werbung für den Abbruch unter Strafe stellt, eigentlich abschaffen. Die Berliner SPD will diesen Plan weiterverfolgen: "Wir werden uns im Bundesrat weiter für die Streichung stark machen", kündigt Gesundheitssenatorin Dilek Kolat (SPD) im Inforadio an.

  • Mirna Funk und Maayan Sophia Weisstub
    Dudy Dayan

    Kinderbücher jenseits der klassischen Familie

    Die klassische "Mama, Papa, Kind"-Familie dominiert noch immer die Kinderbücher - obwohl das längst nicht mehr der Lebensrealität in Deutschland entspricht. Die Schriftstellerin Mirna Funk ärgert sich darüber und ist aktiv geworden. Sie hat zusammen mit der Künstlerin Maayan Sophia Weisstub das Bilderbuch "Wo ist Papa?" geschrieben. Worum es darin geht, erzählt sie im Inforadio. 

    Frankreich, Straßburg: Rettungskräfte kommen nach einem Angriff im Zentrum der Stadt an. (Bild: dpa)
    AP

    Drei Tote bei Anschlag in Straßburg

    Am Rande des Weihnachtsmarktes von Straßburg sind am Dienstagabend drei Menschen bei einem Anschlag getötet worden. Wie der französische Innenminister Castaner mitteilte, erhöht Frankreich seine Terroralarmstufe. Es wurden zusätzliche Sicherheitskräfte nach Straßburg geschickt. Informationen zur aktuellen Lage von unserer Frankreich-Korrespondentin Christine Veenstra.

    Alexander Graf Lambsdorff 2018-04-14, Berlin, Deutschland - Alexander Graf Lambsdorff (FDP), stellvertretender Fraktionsvorsitzender im Bundestag, zu Gast bei Anne Will im Ersten Deutschen Fernsehen
    imago/Jürgen Heinrich

    Lambsdorff: "Verschiebung möglich, aber nicht sinnvoll"

    Verhärteter könnten die Fronten kaum sein im Streit um den Brexit: Auf der einen Seite steht die EU, auf der anderen ein gespaltenes Großbritannien mit Hardlinern, EU-Befürwortern und einer Regierungschefin, die es nicht schafft, die Lager zusammen zu bringen. Der Europapolitiker der FDP, Graf Lambsdorff, schloss Änderungen am Vertrag aus. Auch eine Verschiebung des Ausstiegsdatums lehnte er ab.

    12.12.2018, Baden-Württemberg, Kehl: Deutsche Polizisten kontrollieren an der Deutsch-Französischen Grenze in Kehl alle Fahrzeuge, die aus Strassburg heraus fahren.
    dpa

    Was man über den mutmaßlichen Täter weiß

    Fast zehn Minuten lang soll sich ein mutmaßlicher Terrorist am Dienstagabend in der Innenstadt von Straßburg einen Schusswechsel mit Sicherheitskräften geliefert haben, nachdem er drei Menschen getötet und 13 verletzt hatte. Er selbst konnte fliehen, nach ihm wird seitdem mit Hochdruck gefahndet. Michael Götschenberg (ARD-Hauptstadtstudio) informiert darüber, was über den 29-Jährigen bisher bekannt ist.

    ARCHIV - 31.05.2018, Berlin: Mike Mohring, Landesvorsitzender der CDU Thüringen und Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion im Thüringer Landtag
    dpa

    Mohring: "Merz steht für klares Profil"

    Die Wahl Annegret Kramp-Karrenbauers als neue CDU-Vorsitzende ist gelaufen. Die Abstimmung galt als Richtungsentscheidung über den künftigen Kurs der Partei. Das "Merkel-Lager" hat sich durchgesetzt. Zum unterlegenen "Merz-Lager" gehört der thüringische Landesvorsitzende Mohring - er sprach sich im Inforadio dafür aus, dass sich Merz weiter in die Parteiarbeit einbringt: Merz stehe für ein klares Profil der Partei, das viele Mitglieder in letzter Wochen - "vielleicht auch Jahren" - vermisst hätten.

    ARCHIVBILD: Jemen - ein unterernährtes Kleinkind, Sanaa, 06.12.2018
    imago/Xinhua

    Jemen - die vergessene Katastrophe

    Seit vier Jahren herrscht im Jemen ein grausamer Bürgerkrieg. Die Bilder geben einen Eindruck des Grauens: Kinder mit eingefallenen Gesichtern, dünne Ärmchen. Im Durchschnitt alle zehn Minuten stirbt dort ein Kind an Krankheit oder Hunger – laut aktuellen Zahlen von Unicef. Die Vereinten Nationen sprechen von der größten humanitären Katastrophe. Karl-Otto Zentel ist der Generalsekretär der Hilfsorganisation CARE und war vor kurzem selbst im Land und schildert die Zustände.

    Theresa May bei einem Statement vor dem Regierungssitz Downing Street 10, 12.12.2018
    imago/ZUMA Press

    Brexit: Misstrauensvotum gegen May

    Am Mittwochabend wird klar sein, ob Theresa May als Parteichefin der Tories abtreten muss oder nicht. Erst dann wird man sich auch konkreter über die Folgen für den Brexit unterhalten können. Felix Dane von der Konrad-Adenauer-Stiftung in London rechnet mit einem Votum zugunsten Mays, wie er im Inforadio-Gespräch erklärt.

  • Der Französische Präsident Emmanuel Macron bei seiner Rede an die Nation im französischen Fernsehen, 10.12.2018
    AFP POOL

    "Macron hat den richtigen Ton getroffen"

    Frankreichs Präsident Macron spricht zur besten Sendezeit, auf mehreren Fernsehkanälen gleichzteitig - und tritt verändert auf: Leise und bescheiden. Hintergrund sind die massiven Proteste der sogenannten Gelbwesten-Bewegung. Hans Stark ist Politikwissenschaftler, er lebt in Frankreich und lehrt unter anderem  an der Universität Paris-Sorbonne. Er bewertet Macrons Rede als richtigen Schritt.

    15.11.2018, Großbritannien, London: Theresa May, Premierministerin von Großbritannien, verlässt eine Pressekonferenz in der 10 Downing Street, wo sie sich zum Brexit-Entwurf äußerte
    PA Wire

    Hobhouse: "May schafft die Gratwanderung nicht mehr"

    Die britische Premierministerin Theresa May hat die für Dienstag angesetzte Parlaments-Abstimmung über ihren Brexit-Deal abgeblasen und will nachverhandeln. Das lehnt die EU allerdings ab. Großbritannien ist ein in drei Lager gespaltenes Land: es gibt die Brexit-Ultras, es gibt die die unbedingt bleiben wollen. Wera Hobhouse sitzt für die Europa-freundlichen Liberaldemokraten im Unterhaus. Sie analysierte im Inforadio die Lage: "May kann diesem Zwei-Fronten-Krieg nicht mehr ausweichen."

    10.12.2018, Frankreich, Paris: Der französische Präsident Emmanuel Macron lächelt vor seiner Fernsehansprache.
    AFP POOL

    Macron gesteht Fehler ein

    Auf den besetzten Kreuzungen Frankreichs flimmerten am Montagabend die Handy-Bildschirme: Präsident Emanuel Macron sprach zu den Gelbwesten und überhaupt zu allen Franzosen. Gestand Fehler ein, machte große Zugeständnisse. Sabrina Zajak ist Protestforscherin am Deutschen Zentrum für Integrations- und Migrationsforschung. Im Inforadio sagte sie, zumindest einen Teil der Protestierenden habe Macron mit weitreichenden Zugeständnissen und persönlichen Entschuldigungen besänftigt.

    10.12.2018, Großbritannien, London: Ein Mann protestiert vor dem Westminster Palace, dem Sitz des britischen Parlaments, gegen den Bexit-Deal und hält einen Regenschirm in den Farben der Europa-Flagge
    XinHua

    Robertson: "Es herrscht politische Endzeitstimmung"

    Man könnte von einer 'Never ending story' reden - wäre da nicht die 'Deadline' des 29. März 2019, dem Datum des britischen Austritts aus der Europäischen Union. Die Zeit wird langsam knapp, vor allem für Theresa May, die britische Regierungschefin. Doch was kann sie noch bewirken? "Nicht viel - außer ein paar kosmetischen Veränderungen", sagt Angus Robertson im Inforadio. Er ist Mitglied der schottischen Nationalpartei und Brexit-Gegner.

    Bundesumweltministerin Svenja Schulze (Bild: dpa)
    dpa

    Schulze: "Größtes Sorgenkind ist der Verkehr"

    Bei der Weltklimakonferenz in Polen greifen ab Dienstag zahlreiche Regierungschefs und Minister selbst in die Verhandlungen ein. Bis Freitag wollen die Teilnehmer Regeln verabschieden, mit denen die Klimaschutzpläne der einzelnen Staaten vergleichbar und nachprüfbar werden sollen. Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) sieht in Deutschland den meisten Mobilisierungsbedarf bei der Mobilität von Menschen und Gütern.

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) unterhält sich mit Kindern in einer Berliner Fröbelkita (Bild: imago/photothek)
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    Giffey: Kita-Gesetz für mehr Qualität und weniger Gebühren

    Bundesfamilienministerin Franziska Giffey erhofft sich vom sogenannten "Gute-Kita-Gesetz", dass die Kinderbetreuung verbessert und Geringverdiener finanziell entlastet werden. Darüber hinaus wolle sie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf besser unterstützen, sagt die SPD-Politikerin im Inforadio-Gespräch.

    10.12.2018, Berlin: Plakate gegen den Verkauf von Mietwohnungen an die Deutsche Wohnen SE hängen an einer Gebäudefassade in der Karl-Marx-Allee
    dpa

    Karl-Marx-Allee - Kauffinanzierung als Modell?

    Im Konflikt um rund 700 Wohnungen an der Karl-Marx-Allee will der Senat am Dienstag beraten. Über einen Umweg soll eine städtische Wohnungsbaugesellschaft zum Zug kommen: Die GLS-Bank soll dabei helfen, die Deutsche Wohnen auszubooten. Thorsten Gabriel (rbb-Redakteur für Berliner Landespolitik) erklärt, wie der Plan funktionieren soll.

  • Baby mit alleinerziehendem Vater (Bild: imago/MITO)
    imago/MITO

    Alleinerziehende: Biehn fordert bessere staatliche Lösungen

    Familie - das ist längt nicht mehr nur Mutter, Vater, Kind. Es gibt in Deutschland 2,6 Millionen Familien, in denen ein Elternteil allein die Kinder großzieht, weil sich zum Beispiel die Eltern getrennt haben, ein Elternteil gestorben ist, oder einer von beiden das Kind nicht gewollt hat. "Das Geld ist ein großes Problem - und die Kinderbetreuung", erklärt Erika Biehn, Chefin des Bundesverbands Alleinerziehender Mütter und Väter. Kritisch äußert sich Biehn im Inforadio zum staatlichen Unterhaltsvorschuss.  

    10.12.2018, Hamburg: Menschen gehen auf einem Bahnsteig auf dem Hauptbahnhof
    dpa

    EVG-Sprecher hofft auf Einigung vor Weihnachten

    Ein Warnstreik der Gewerkschaft EVG hat am Montagmorgen bundesweit den Fernverkehr der Bahn zum Erliegen gebracht, in Berlin blieben die S-Bahnen zumindest in der Innenstadt stehen. "Die Bahn war nicht bereit, ein verbessertes Angebot vorzulegen", begründet EVG-Sprecher Uwe Reitz den vierstündigen Warnstreik. Die Tarifgespräche seien aber noch nicht gescheitert, betont er im Inforadio.

    ARCHIV - 07.12.2016, Berlin: Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner (Bündnis90/Grüne) informiert über den Stand der Sanierungsarbeiten des Gleimtunnels.
    dpa

    Bleibt Staatssekretär Kirchner nun doch im Amt?

    Die Personalie erregt die Gemüter: die des an Krebs erkrankten Verkehrsstaatssekretärs Jens-Holger Kirchner. Die parteilose Senatorin Regine Günther hatte angekündigt, ihn in den einstweiligen Ruhestand versetzen zu wollen. Das hat viel Kritik ausgelöst – insbesondere bei den Grünen. Nun gibt es einen Kompromissvorschlag. Ute Schuhmacher aus der RBB-Redaktion für Berliner Landespolitik berichtet über den aktuellen Stand der Dinge.

    ANDOUT - 09.12.2018, Berlin: Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) nimmt an der TV-Sendung «Anne Will» zum Thema «CDU mit neuer Chefin - reicht das für einen Neustart?»
    NDR

    Mitsch: "AKK muss Konservativen die Hand geben"

    In der CDU geht die Debatte über den knappen Wahlerfolg der neuen Partei-Vorsitzenden Kramp-Karrenbauer weiter. Bundestagspräsident Schäuble warnte in der "Bild"-Zeitung vor einer Spaltung der Partei. Wer jetzt auf Rache sinne, setze sich ins Unrecht, so Schäuble. Der Vorsitzende der konservativen Werteunion, Mitsch, forderte Kramp-Karrenbauer auf, die Parteiflügel zusammen zu führen.

    Ein Schild mit der Aufschrift "Gesundheitsamt"
    imago/Waldmüller

    Zu wenige Amtsärzte in Deutschland

    Es geht um die medizinische Kita-Betreuung, um Schuleingangsuntersuchungen - aber auch um Krankenhaushygiene oder Einweisungen in die Psychiatirie. Für all das braucht es Amtsärzte, aber von denen gibt es immer weniger. Allein in Berlin seien von 466 Stellen derzeit 85 unbesetzt, klagen die Gewerkschaften. Heute wollen sie dagegen vor dem Roten Rathaus protestieren. Wolfgang Albers (LINKE) ist Vorsitzender im Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Im Inforadio benannte er die Probleme: Überalterung, schlechte Bezahlung und mangelnde Qualifikation von BewerberInnen.  

    10.12.2018, Berlin: Im Hauptbahnhof fährt ein Regionalzug ab. (Quelle: dpa/Jörg Carstensen)
    dpa

    Streik offiziell beendet - Auswirkungen bleiben

    Der S-Bahn-Verkehr in Berlin ist heute früh wegen des Warnstreiks fast komplett lahmgelegt worden. Die Sprecherin der Berliner S-Bahn, Spieker, bestätigte im Inforadio, dass alle wichtigen Strecken betroffen waren. Nur auf einigen Verbindungen außerhalb des Rings fuhren nach ihren Angaben Züge. Die Auswirkungen würden voraussichtlich noch bis in den Nachmittag spürbar bleiben. Der Streik der Eisenbahnergewerkschaft EVG ist offiziell um 9 Uhr zuende gagangen. Zudem fielen auch noch die Lautsprechersysteme aus.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)
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Hertha BSC - Olympiastadion (Bild: dpa)
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