Interviews

Wolfgang Kubicki (FDP)
imago/Sammy Minkoff

Kubicki: "Vertrauen zwischen Behörden und Gerichten ist erschüttert"

Für viele Bürger ist es kaum nachvollziehbar: Deutschland muss einen sogenannten islamistischen Gefährder aus Tunesien zurückholen, weil der nicht hätte abgeschoben werden dürfen. Das hat das Oberverwaltungsgericht im Fall Sami A. entschieden. Für die Behördenfehler macht FDP-Vizechef Wolfgang Kubicki im Inforadio Bundesinnenminister Seehofer verantwortlich.

Annette Widmann-Mauz (CDU), Integrationsbeauftragte des Bundes
dpa

Integrationsbeauftragte fordert "Fachkräfte-Einwanderungsgesetz"

Die Bundespolitik diskutiert über den Vorschlag von Schlewsig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU), Asylbewerbern den "Spurwechsel" zu ermöglichen: Sie sollen trotz Ablehnung hier bleiben dürfen, wenn sie gut integriert sind. Die Integrationsbeauftragte des Bundes, Annette Widmann-Mauz (CDU), erklärte im Inforadio, das Asylrecht und der Fachkräftebedarf drohen, sich gegenseitig zu blockieren.

Madonna während eines Konzerts in Göteborg 2009. Bild: imago/Kamerapress
imago/Kamerapress

60 Jahre Madonna: Sex-Symbol und "No Bullshit"-Frau

Sie ist Ikone, Sex-Symbol und gleichzeitig knallharte Geschäftsfrau: Madonna wird an diesem Donnerstag 60 Jahre alt. Die Musikjournalistin Christiane Rebmann hat sie über die Jahre hinweg immer wieder getroffen. Sie sagt: Das Besondere an Madonna ist ihre Fähigkeit, immer wieder zu überraschen.

Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz
imago/sepp spiegl

Bundesamt für Naturschutz: "Bei uns laufen die Fäden zusammen"

Das Bundesamt für Naturschutz gibt es seit genau 25 Jahren - gegründet wurde es noch unter Helmut Kohl und soll den Gesamtzustand der Natur in Deutschland im Blick behalten. Keine leichte Aufgabe - ist Naturschutz doch an sich Länderangelegenheit. Beate Jessel ist Präsidentin des BfN konnte in den vergangenen Jahren den Klimawandel gut beobachten.  

Zerstörtes Fahrzeug nach dem Brückeneinsturz bei Genua
imago/Xinhua

Nach dem Brückeneinsturz: "Schockiert und entsetzt"

Während in Italien über die Schuld am Einsturz einer Autobahnbrücke bei Genua mit über 40 Toten diskutiert wird, herrschen am Ort der Katastrophe in erster Linie Trauer und Wut. Die 18-jährige Deutsche Paula Motschmann lebt in Genua. Sie erzählt im Inforadio, wie fassungslos die Menschen in der Hafenstadt nach dem Unglück sind.  

Interview-Archiv

  • Versteigerung von Air-Berlin-Erinnerungsstücken in Essen, Nordrhein-Westfalen
    dpa

    Ein Jahr Air Berlin-Insolvenz

    Der 15. August 2017 war ein einschneidendes Datum für den deutschen Flugverkehr und auch ganz speziell für Berlin. Air Berlin meldete Insolvenz an - und das mitten in der Urlaubssaison. Deutschlands zweigrößte Fluglinie war nicht mehr zu retten. Inforadio-Wirtschaftsreporter Johannes Frewel meint, selbst die Millionenhilfe der Bundesregierung hat da nichts mehr ausrichten können.

    Stadtautobahn Berlin A 100, mit 932 Meter ist die Rudolf-Wissell-Brücke die längste Brücke Berlins (Bild: imago/Jürgen Ritter)
    imago/Jürgen Ritter

    Rudolf-Wissell-Brücke wieder frei befahrbar

    Die Fahrbahnsanierung der Rudolf-Wissell-Brücke ist früher abgeschlossen als geplant - schon ab Mittwoch stehen den Verkehrsteilnehmern wieder alle sechs Fahrspuren zur Verfügung. Zuvor war die A100 zwischen Spandauer Damm und Autobahndreieck Charlottenburg fast fünf Wochen auf jeweils zwei Spuren eingeengt. Wie konnten die Arbeiten schneller als geplant abgeschlossen werden? Das fragen wir Wolfgang Pilz von der Firma Deges. Er hat die Fahrbahnsanierung als Projektleiter betreut.

    Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei, spricht während einer Pressekonferenz
    AP

    "Erdogan hat die Krise in der Türkei selbst verursacht"

    Wird die Wirtschaftskrise in der Türkei zur Bedrohung der deutschen Industrie? Jakob von Weizsäcker (SPD) sitzt im Europäischen Parlament und ist Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Währung. Er hält die Folgen für den Export für verkraftbar. Unangenehmer sei die allgemeine wirtschaftliche Verunsicherung in den Schwellenländern. Von Weizsäcker rät dazu, der Türkei zu helfen: "Ich möchte Erdogan nicht den innenpolitischen Gefallen tun, dass er das Ausland zum Sündenbock stempeln kann für eine selbst verursachte Misere." Erdogan habe die Wirtschaft in den vergangenen Jahren übertrieben stark angekurbelt.

    Abgeschobene Asylbewerber im Flieger nach Kabul
    imago/Michael Trammer

    Auch Brandenburg schiebt Afghanen ab

    Nicht nur Bayern, auch das rot-rot regierte Brandenburg schiebt abgelehnte Asylbewerber aus Afghanistan ab. Drei junge Männer, die bisher in Cottbus, Forst und Oberhavel registriert waren, saßen am Dienstagabend im Flugzeug nach Kabul, das von München aus startete. Einer von ihnen sei weder Straftäter, noch "Gefährder" – sondern vor den Taliban geflohen und suizidgefährdet, sagt Axel Vogel, Fraktionschef von Bündnis90/Die Grünen in Brandenburg.

    Turnschuhe mit leuchtender Sohle
    dpa

    Neues Gesetz: Altkleider und Möbel können jetzt Elektroschrott sein

    Ab Mittwoch gilt ein neues Elektronikgesetz. Das besagt, dass künftig nicht nur klassische Elektro-Artikel sachgerecht entsorgt werden müssen, sondern z.B. auch Möbel und Altkleider - wenn Sie Elektroteile haben. Was besagt das neue Gesetz konkret und inwiefern werden dabei die Händler in die Pflicht genommen? Das erklärt Verena Bax vom NABU.

    Schüler mit Computer
    imago/Westend61

    Bildungsmonitor: "Brauchen bildungspolitischen Aufbruch"

    Laut dem Bildungsmonitor der wirtschaftsnahen "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft" werden die Schüler in ganz Deutschland erstmals seit langem wieder schlechter. Laut Hubertus Pellengahr, dem Geschäftsführer der Initiative, muss im Bereich Bildung dringend nachgebessert werden, insbesondere in den Bereichen Digitalisierung und Integration von Schülern mit Migrationshintergrund.  

    Wartezimmer in Strausberg
    imago/Westend61

    Brandenburger sind häufiger krank als der Durchschnitt

    Der aktuelle Gesundheitsreport der Krankenkasse Barmer zeigt: Menschen in Brandenburg sind häufiger und länger krank als der Durchschnittsdeutsche. Der bringt es auf 17,6 Krankheitstage im Jahr – beim durchschnittlichen Brandenburger sind es 21,4 Jahre. Ein möglicher Grund dafür könnte sein, dass in Brandenburg eine gewisse Trägheit herrsche, wenn es um Vorsorge geht, erklärt Landesreporterin Amelie Ernst.

    Autobahnbrücke in der Schweiz
    imago, ALIMDI.NET / Mats Silvan

    Wie sicher sind Europas Brücken?

    Nach dem Einsturz der Autobahnbrücke in Genua wird weiter nach Überlebenden gesucht. Inzwischen wird aber auch darüber diskutiert, wie sicher die Brücken nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa sind. Denn: Einheitliche Sicherheitsstandards für Brücken gibt es nicht, sagt Michael Cramer, Europa-Abgeordneter der Grünen und Mitglied im Verkehrsausschuss des Europaparlaments.

    Flüchtling während seiner Ausbildung zum Schreiner
    imago/Sven Simon

    Die "Spurwechsel"-Debatte: Eine Perspektive für Geflüchtete?

    Sollen Asylbewerber, auch wenn sie nur geduldet sind oder ihr Antrag abgelehnt wird, dauerhaft in Deutschland blieben können, wenn sie einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz gefunden haben und gut integriert sind? Nach Ansicht von Schleswig-Holsteins Regierungschef Günther (CDU) wäre ein solcher "Spurwechsel" gut und sinnvoll für alle Beteiligten. Dafür bekommt er Ablehung und Zustimmung quer durch die Parteien, wie Matthias Reiche aus dem ARD-Hauptstadtstudio berichtet.

  • Fahrzeugteile liegen nach dem illegalen Autorennen in der Tauentzienstraße (Bild: dpa)
    ZB

    Prozess um tödliches Autorennen wird neu aufgerollt

    Bei einem illegalen Autorennen auf dem Tauentzien stirbt im Februar 2016 ein unbeteiligter Mann. Ist das ein Mord? Ja, sagte rund ein Jahr später das Berliner Landgericht - und kam damit als erstes deutsches Gericht zu so einem Urteil. Doch der Bundesgerichtshof hatte Zweifel, hob das Urteil auf und verwies den Fall zurück ans Landgericht. Dort wird ab Dienstag noch mal neu verhandelt. rbb-Gerichtsreporter Ulf Morling erklärt die Hintergründe.  

    Blitz an dunklem Himmel über einer Stromleitung (Bild: imago/biky)
    imago stock&people

    "Es wird teurer, wenn die Stromnetze nicht ausgebaut sind"

    Im Norden wird aus Windkraft Strom produziert, der vor allem im industriellen Süden benötigt wird. Um den Strom zu transportieren, muss das Netz ausgebaut werden. Aber dagegen regt sich vor Ort oft Widerstand. Sauberer Strom: Ja. Doch das Kabel dafür soll bitte nicht durch den eigenen Garten laufen. Der Netzausbau geht also schleppend voran. Dieses Hinterherhinken hinter dem Aufbau erneuerbarer Energien verteuert die Energiewende, warnt der Präsidenten der Bundesnetzagentur, Jochen Homann.

    Tempo-30-Schild auf der Leipziger Straße in Berlin-Mitte (Bild: imago/Engler)
    imago stock&people

    Bundesumweltministerin: "Der ÖPNV muss attraktiver und bequemer werden"

    Bonn, Essen, Herrenberg, Mannheim und Reutlingen. Das sind die fünf "Modellstädte für saubere Luft". Die Bundesumweltministerin und der Verkehrsminister treffen sich heute mit den Oberbürgermeistern dieser Städte. Es geht um die Frage, wie die Luftverschmutzung durch den Straßenverkehr verringert werden kann. Der Bund will in den nächsten beiden Jahren 130 Millionen Euro dafür zur Verfügung stellen. Das Modellprojekt ist sehr wichtig als erster Schritt für sauberer Städte in Deutschland, betont Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) im Interview. 

    Touristenbus vor dem Reichstag im Berliner Regierungsviertel (Bild: imago/Stefan Zeitz)
    imago stock&people

    Visit Berlin: "Berlin soll nicht Disneyland werden"

    Nach der Air-Berlin-Pleite im August 2017 kamen deutlich weniger Gäste nach Berlin. Deshalb kam die Halbjahresbilanz zu den Tourismuszahlen überraschend: Berlin verbucht erneut ein Plus bei Besuchern und Übernachtungen. Burkhard Kieker von der Marketingorganisation visit Berlin ist zufrieden darüber - will aber keine zweistelligen Zuwachsraten.

    Migranten an Bord des Rettungsschiffes "Aquarius".
    SOS MEDITERRANEE

    "Aquarius"-Betreiber fordern sicheren Hafen

    Die "Aquarius" wird wieder einmal zur Belastungsprobe für EU-Staaten. Die Betreiber fordern bisher erfolglos, dem Flüchtlingsrettungsschiff umgehend einen sicheren Hafen zuzuweisen. Das Schiff hat Migranten an Bord, aufgenommen im Mittelmeer. Es könne nicht sein, dass die EU-Staaten sich gegenseitig die Verantwortung zuschieben, sagt Florian Westphal, Geschäftsführer von "Ärzte ohne Grenzen", im Inforadio-Gespräch.

    Eine Straßenbahn im nordrhein-westfälischen Essen
    imago/Gottfried Czepluch

    Saubere Luft: Essener Oberbürgermeister begrüßt Förderung

    Die Luft in vielen deutschen Städten muss besser werden. Doch bisherige Versuche brachten nur wenig. Nun hat der Bund 130 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, damit fünf Modellstädte vor allem den Öffentlichen Nahverkehr besser machen. Heute waren die Oberbürgermeister dieser Städte bei Bundesumweltministerin Schulze und Verkehrsminister Scheuer in Berlin, um ihre Pläne vorzustellen. Mit dabei: der Oberbürgermeister von Essen, Thomas Kufen. Wir haben ihn zu den geplanten Maßnahmen in seiner Stadt befragt.

    Das "SOS Mediterranee"-Flüchtlingsrettungsboot "Aquarius"
    AP

    Kapitäne und Seenotrettung

    141 Menschen sind an Bord der "Aquarius"  und kein Land will sie haben. Das Schiff ist unterwegs, um gezielt Menschen aus Seenot zu retten. Aber auch Handelsschiffe kommen in eine solche Situation. Was passiert dann? Das fragen wir Dorothee Gaedeke, sie ist Vorsitzende des Lübecker Vereins der Kapitäne und Schiffsoffiziere und war bis vor kurzem selbst als Kapitänin auf den Meeren unterwegs.

  • Timo Benitz am Inforadio-Mikrofon
    rbb/Inforadio

    EM-Läufer Benitz ist wieder Teil der Marathonwette

    Wenn am 16. September der 45. Berlin-Marathon startet, ist auch Inforadio wieder mit dabei: Die Marathonwette geht in die vierte Runde! Diesmal reicht es uns nicht, den Sieger des Marathons mit unserer Staffel zu schlagen – wir wollen den Weltrekord! Mit an den Start gehen wird auch wieder Timo Benitz, frischgebackener EM-Siebter über 1500 Meter. Uns erzählt er schon einmal, was den Reiz an dieser Staffel ausmacht.

    Autowrack nach einem Verkehrsunfall in Berlin
    imago/suedraumfoto

    Was tun gegen illegale Autorennen?

    Jedes Jahr sterben 3.200 Menschen auf deutschen Straßen. Das sind in Relation gesehen etwa doppelt so viele wie beispielsweise in Norwegen, Großbritannien oder Schweden. Verkehrsexperten sehen im milden Verkehrsstrafrecht einen Grund dafür. Allerdings gelten Raserei und illegale Rennen seit Herbst 2017 als Straftat - und das sei genau der richtige Weg, sagt der Berliner Oberamtsanwalt Andreas Winkelmann im Inforadio.  

    Teilnehmer der Demonstration des rechten Vereins Zukunft Heimat demonstrieren gegen Flüchtlinge, Cottbus am 3. Februar 2018
    imago/Martin Müller

    TV-Autorin Kulozik: "Fronten in Cottbus haben sich verhärtet"

    Ein halbes Jahr ist es her, dass Cottbus durch Gewalt zwischen Geflüchteten und Einheimischen sowie Demonstrationen unter Teilnahme rechter Gruppen in die Schlagzeilen kam. Die Fernsehreportage "Wer ist das Volk?" (Das Erste, Montag, 21:45 Uhr) versucht, die Geschehnisse und die Stimmung in der Stadt aufzuarbeiten. Die Autorin des Films, Diana Kulozik, sagt: "Cottbus ist gespalten". 

    Das Capitol in Havanna, Kuba
    imago/Photocase

    Kuba berät über eine neue Verfassung

    Von diesem Montag an bis zum 15. November wird in den Städten, Dörfern und Unternehmen in Kuba über die Reform der kubanischen Verfassung debattiert. Am Ende stimmen die Kubaner in einem Referendum über die neue Verfassung ab. Der ehemalige deutsche Botschafter in Kuba, Bernd Wulffen, warnt im Inforadio vor zu großen Erwartungen.

    Türkische Lira und US-Dollar in einer Wechselstube (Bild: imago/Mustafa Kaya)
    imago stock&people

    Gefährdet die türkische Lira den Euroraum?

    Der Verlust ist enorm: Die türkische Lira hat vergangenes Jahr ohnehin schon rund 50 Prozent an Wert eingebüßt - und ist Anfang August noch mal richtig eingebrochen. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat sich deshalb besorgt geäußert. Für die mehr als 6.500 deutschen Unternehmen, die in der Türkei tätig sind, würden Lieferungen aus dem Ausland teurer, warnte der Außenwirtschaftschef des DIHK, Volker Treier, im Inforadio-Gespräch. Auch beim Export in die Türkei werde es steil bergab gehen.

    Hochspannungsmasten
    imago/Jochen Tack

    BDEW fordert Beschleunigung des Stromnetzausbaus

    Der schleppende Ausbau der Stromnetze und Leitungen bremst die Energiewende aus. Der Strom aus Windkraft zum Beispiel muss schließlich irgendwie beim Kunden ankommen. Wirtschaftsminister Peter Altmaier will am Dienstag einen Aktionsplan vorstellen, wie der Netzausbau beschleunigt werden kann. Aus Sicht des Bundesverbandes der Energie- Und Wasserwirtschaft (BDEW) ist das auch dringend nötig. Wo hakt es? Das fragen wir Stefan Kapferer. Er ist Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung des Verbandes.

    Daumen hoch für schwarz-dunkelrot? Der brandenburgische CDU-Landeschef Ingo Senftleben.
    imago/Martin Müller

    Union und Linke als zukünftige Koalitionspartner?

    Wenn es nach Brandenburgs CDU-Landeschef Senftleben und Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Günther geht, dann könnten Union und Linke bald politisch ein Paar werden. Beide Poilitiker können sich schwarz-dunkelrote Bündnisse zumindest in Ostdeutschland vorstellen - allerdings erntet gerade Günther dafür heftigen Widerspruch aus den eigenen Reihen. Wie wahrscheinlich ist so ein Bündnis? Das fragen wir den Parteienforscher Jürgen Falter.

  • ARCHIV - 12.03.2018, Berlin: Annalena Baerbock, Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen.
    Britta Pedersen/ZB/dpa

    Grünen-Chefin Baerbock: "Wir brauchen vor allem eine faire Verteilung"

    Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hat die Bundesregierung aufgefordert, in der Flüchtlingspolitik Verantwortung in Europa zu übernehmen. Spanien, Italien und Griechenland seien zu lange allein gelassen worden, sagte Baerbock im Inforadio. Eine faire Verteilung von Flüchtlingen in Europa sei notwendig, auch wenn sich nicht alle 28 EU-Staaten daran beteiligten, so Baerbock.

    ARCHIV - 14.09.2017, Schweiz, Weinfelden: Von Journalisten gefolgt geht der ehemalige deutsche Radrennfahrer Jan Ullrich zu seiner Verhandlung ins Rathaus.
    Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

    Jan Ullrich: Der tiefe Fall einer Legende

    Es begann mit einem Vorfall auf Mallorca vor einer Woche - seitdem ist Ex-Radprofi Jan Ullrich fast jeden Tag in den Schlagzeilen. Vor wenigen Tagen kündigte er eine Therapie wegen seiner Probleme an, jetzt eine Festnahme in Frankfurt: Er soll eine Escort-Dame gewürgt haben. Wie konnte es zu diesem Absturz kommen? Der Journalist Andreas Burkert hat ein Buch über Jan Ullrich geschrieben und sagt: "Die Amphetamine, wegen denen er auch gesperrt war, waren für ihn vermutlich so etwas wie eine Einstiegsdroge."

    SO 36 legendärer Auftrittsort vieler Bands in der Kreuzberger Oranienstraße, rbb/Thomas Zimolong

    Das SO36 wird 40

    Wer in Berlin feiern gehen will, hat eine unendliche Auswahl an Clubs. Etwas Besonderes ist aber seit nun schon 40 Jahren das SO36. Es ist mehr als ein Club, es ist ein Stück Kreuzberg – ein Kreuzberg, das für Toleranz über ethnische Grenzen und sexuelle Orientierungsgrenzen hinaus steht. "Es ist eben kein rein kommerzieller Club", sagt DJ Ipek – oder wie sie mit ganzem Namen heißt: Ipek Ipekçioğlu. Heute Abend wird sie auflegen, wenn im SO36, die Jubiläumsparty steigt.

  • Verwaister Ryanair-Schalter am Hamburger Flughafen einen Tag vor dem angekündigten Streik am 10.08.2018
    imago/Chris Emil Janßen

    Ryanair im Preisdilemma: "Auch der Kunde ist das Problem"

    Die Piloten der Billig-Fluglinie Ryanair sind wie angekündigt am frühen Morgen in ihren 24-stündigen Streik getreten. Auch die Berliner Flughäfen sind betroffen: in Tegel und Schönefeld wurden 36 Flüge gestrichen. Dem irischen Unternehmen wird immer wieder vorgeworfen, sein Personal deutlich schlechter zu bezahlen als die konkurrenz. Doch zum Problem gehören auch die Kunden, erklärt der Luftfahrtexperte Gerald Wissel im Inforadio: "Wir beobachten seit Jahren ein Buchungsverhalten, das ausschließlich über den Preis geht. Bei solchen Lockangeboten wie von Ryanair suggeriert man dem Kunden aber auch, Fliegen sei richtig billig. Und man zeigt gar nicht, was dahinter steckt." Er sagt: Nur höhere Ticketpreise führen letztlich zu faireren Bedingungen für die Crews.

    Olympiastadion Berlin bei der Leichtathletik-EM 2018 (Bild: imago/Anke Waelschmiller)
    imago/Anke Waelschmiller

    Halbleeres Stadion: "An den Preisen liegt´s nicht"

    Perfektes Wetter, Gänsehautmomente am Fließband im Berliner Olympiastadion und auf dem Breitscheidplatz, viele zufriedene Zuschauer und Athleten. Allerdings bllieb das Olympiastadion bislang meist halbleer. An den mitunter hohen Ticketpresien liegt`s nicht, betont Claus Frömming, Mediendirektor des sportlichen Events. "Vielleicht ist das Stadion etwas zu groß. Und auch das Wetter mit extremen Temperaturen spielt eine Rolle", meint er. Letztlich sei er sehr zufrieden: "Wir haben bisher 300.000 Tickets verkauft, das hat vor uns noch kein EM-Veranstalter geschafft."

    Schüler vor einer leeren Tafel (Bild: imago/Ute Grabowsky)
    imago/Ute Grabowsky

    Lehrermangel: "Kein Schulminister hat rechtzeitig reagiert"

    Traurig, aber wahr: Der teils dramatische Lehrermangel wird sich zum neuen Schuljahr in vielen Bundesländern aus Expertensicht noch zuspitzen. Vor allem im Osten und in den Stadtstaaten sei dies der Fall, warnt der Lehrerverband. Für Jörg Ramseger, Professor für Schulpädagogik an der Freien Universität Berlin (FU), kommt all das nicht überraschend: "Wir hätten bundesweit schon vor Jahrzehnten umsteigen müssen von einer reaktiven zu einer vorsorgenden Personalplanung", kritisiert er. Nun seien sowohl Fantasie als auch Flexibilität gefragt.

    Symbolbild für Geldwäsche (Bild: imago/Pixsell)
    imago/Pixsell

    Financial Intelligence Unit - eine tickende Zeitbombe?

    Unter dem Kürzel FIU (Financial Intelligence Unit) können sich die wenigsten Menschen etwas vorstellen - trotz ihrer wichtigen Aufgabe. Die FIU untersteht dem Bundesfinanzministerium und soll Fälle von Geldwäsche und Terrorfinanzierung melden. Dieser Aufgabe wird sie jedoch offenbar nicht gerecht, wie der Bayerische Rundfunk und der "Spiegel" aufgedeckt haben. Viele Fälle bleiben liegen. "Im November 2017 gab es einen Rückstau von 80 Prozent der Verdachtsfälle. Damit kann das Geld oft nicht rechtzeitig eingefroren werden", kritisiert Fabio de Masi (Die Linke). Im Inforadio erhebt er schwere Vorwürfe gegen das Bundesfinanzministerium.

    US-Botschafter Richard Grenell und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke
    imago/Martin Müller

    US-Botschafter Grenell zum Antrittsbesuch in Potsdam

    Richard Grenell ist der umstrittenste US-Botschafter, der bislang in Deutschland Dienst tat. Seine Aufgabe legt er eher undiplomatisch aus. Das kommt gut an bei seinem Chef Donald Trump, in Deutschland aber hat Grenell viele irritiert mit seiner Ankündigung, die Konservativen in Europa stärken zu wollen - und mit seinen Warnungen an deutsche Konzerne, sich besser aus dem Iran zurückzuziehen. Am Freitag kam der US-Botschafter zum Antrittsbesuch nach Brandenburg. Amelie Ernst war dabei.

    Ryanair-Maschine im Anflug auf Frankfurt (Bild: imago/Rüdiger Wölk)
    imago/Rüdiger Wölk

    Ryanair-Streik - wie reagiert der Konzern?

    Seit dem frühen Morgen läuft der 24-stündige Streik beim irischen Billigflieger Ryanair. 400 Flüge sind gestrichen, 55.000 Passagiere sind betroffen. Einen solchen Ausstand hat es bei Ryanair noch nie gegeben. Aber macht er auch Eindruck auf Ryanair-Boss O-Leary? Darüber sprechen wir mit Korrespondentin Anne Demmer.

    ahrzeuge stehen auf der A100 wegen Bauarbeiten auf der Rudolf-Wissell-Brücke im Stau
    dpa

    Läuft: Mehrere Sommerbaustellen frühzeitig beendet

    Freude in der Senatsverwaltung für Verkehr, Umwelt und Klimaschutz: Gleich mehrere Großbaustellen in der Stadt werden früher beseitigt sein, als gedacht und die Staulage in Berlin deutlich entschärfen. Warum es in diesem Sommer so flott ging, erklärt uns  Senatssprecherin Dorothee Winden.

    Hans Georg Maaßen, Verfassungsschutz-Präsident
    imago/ZUMA Press

    Fr 10.08.2018 | 15:25 | Interviews - Maaßen - ein "Glücksfall" für die AfD?

    Hat Verfassungsschutz-Präsident Hans Georg Maaßen die AfD beraten, damit sie nicht von seiner eigenen Behörde beobachtet wird? Das zumindest behauptet die AfD-Aussteigerin Franziska Schreiber in ihrem gerade erschienen Buch "Inside AfD". ARD-Experte Michael Götschenberg meint: Nachzuweisen ist das nicht - aber es wäre tatsächlich ein Skandal.

    Tauschstube in Istanbul
    imago/ZUMA Press

    Die türkische Lira stürzt weiter ab

    Der türkischen Währung geht es nicht gut, die Lira befindet sich auf Talfahrt. Das beunruhigt langsam auch die Finanzmärkte in der EU und die Europäische Zentralbank, denn für einige Großbanken wird das Türkei-Geschäft zur Belastung. Aber vor allem ist natürlich erst einmal die Türkei selbst betroffen. Wie stark, das fragen wir Korrespondentin Karin Senz in Istanbul.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)
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Hertha BSC - Olympiastadion (Bild: dpa)
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