Interviews

Ein Obdachloser schläft im U-Bahnhof Yorckstraße in Berlin.
imago/Steinach

Obdachlose können im Winter weiter in U-Bahnhöfen schlafen

Die BVG wird auch weiterhin Übernachtungsräume für Obdachlose in U-Bahnhöfen bereitstellen. Darauf haben sich am Montag Senat und BVG geeinigt. Es gab bei der BVG Überlegungen, die Bahnhöfe aus Sicherheitsgründen nachts vollständig zu schließen. In welchen Bahnhöfen es die Schlafplätze geben wird, werde jetzt geprüft, sagt Sozialsenatorin Breitenbach (Die Linke) im Inforadio-Gespräch. Zwei bis drei kommen demnach in Frage.

Ehefrau Simone gratuliert Mike Schubert (SPD) auf der Wahlparty.
ZB

Schubert will kein "Weiter so"

Seit Sonntag steht fest: Mike Schubert (SPD) wird neuer Oberbürgermeister von Potsdam. Er setze sich in der Stichwahl gegen die Linken-Kandidatin Martina Trauth durch. Im Inforadio-Gespräch kündigt Schubert Veränderungen und Analysen an - so sollen beispielsweise Fehler der Vergangenheit offen benannt werden. Schwerpunkte möchte er bei der Wohnungspolitik und dem regionalen Nahverkehr setzen.

CSU-Politiker Erwin Huber (Bild: imago/Frank Hoermann)
imago/Frank Hoermann

Huber (CSU): "Die Hauptverantwortung liegt in Berlin"

Die Befürchtungen bei der CSU haben sich bestätigt: Nur mit einem Koalitionspartner kann im Mutterland der Christsozialen weiterregiert werden. Ex-Parteichef Erwin Huber macht das "erschreckend schwache" Erscheinungsbild der Großen Koalition in Berlin für das Wahlergebnis verantwortlich. Die CSU müsse wieder ein verlässlicher Koalitionspartner werden. Parteichef Horst Seehofer habe historische Tiefstände der CSU zu verantworten. "Man muss nun der Öffentlichkeit gegenüber ein klares Signal setzen, dass wir verstanden haben", so Huber.

AfD-Politiker Alexander Gauland (Bild: imago/Stefan Boness/ipon)
imago/Stefan Boness/ipon

AfD-Chef Gauland: "Wir müssen noch stärker werden"

Erwartungsgemäß hat die Alternative für Deutschland in Bayern den Einzug in den Landtag geschafft - mit 10,2 Prozent. Im Interview zeigt sich Parteichef Alexander Gauland "sehr zufrieden" mit dem Ergebnis. Die AfD habe das Potential als Partei weiter zu wachsen: "Wir können leicht auf 20 Prozent kommen, wenn wir nichts falsch machen und wenn wir uns so weiterverhalten, wie wir es bisher getan haben", so Gauland im Inforadio. Mittel- und langfristig müsse die AfD Verantwortung übernehmen. Noch sei es aber zu früh dafür.

Briefwahl in Bayern (Bild: dpa)
dpa

Analyse der Bayernwahl: "Ein dramatisches Ereignis"

Die CSU verliert dramatisch, ebenso die SPD. Gleichzeitig gewinnen die Grünen deutlich, auch die AfD schafft es in den zweistelligen Bereich und damit erstmals in den bayrischen Landtag. Zum Absturz der CSU sagt der Politikwissenschaftler Carsten Koschmieder von der FU Berlin: "Der Hauptfehler war, die gute wirtschaftliche Lage in Bayern nicht in den Mittelpunkt zu stellen." Stattdessen habe man rhetorisch auf das Flüchtlingsthema gesetzt, das habe nicht funktioniert.

Lars Klingbeil (Bild: imago/M. Popow)
imago/M. Popow

SPD-Generalsekretär Klingbeil: "Wir müssen mutiger werden"

Mit unter 10 Prozent hat die SPD in Bayern einen historischen Tiefpunkt erreicht. Die Sozialdemokraten scheinen in Schockstarre und sehen im Zerwürfnis der Schwesterparteien CDU und CSU einen der Hauptgründe für das eigene Scheitern im Freistaat. "Das Ergebnis war ein klares Signal an die Regierungsparteien in Berlin, dass wir aufhören sollen mit dem Streit", sagt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Man brauche nun einen "Stil des Miteinanders" in der Großen Koalition. Die SPD generell müsse erkennbarer werden, vor allem bei ihrem Kernthema soziale Gerechtigkeit.

Der bayerische Grünen-Spitzenkanditat Ludwig Hartmann bejubelt mit Parteikolleginnen und -kollegen das Abschneiden bei der Bayernwahl.
imago/Sven Simon

"CSU und Grüne trennen teilweise Welten"

Die Grünen sind bei der Wahl in Bayern am Sonntag klar zweitstärkste Kraft geworden. Trotzdem sieht es so aus, als ob dort weiter ohne sie regiert wird, denn die CSU schielt auf die Freien Wähler als Koalitionspartner. Die Grünen stehen trotzdem für Sondierungen bereit, sagt Ludwig Hartmann von den Grünen im Bayerischen Landtag. Entscheidend sei, dass die CSU Bereitschaft zeige, ihre Politik zu ändern.

Paar geht in Bayern am 14.10.2018 in landestypischer Tracht wählen (Bild: dpa)
dpa

Wählerwanderung: AfD und Grüne profitieren

Etwa 200.000 Wähler hat die CSU an die AfD verloren, viele sind aber auch zu den Freien Wählern und selbst zu den Grünen abgewandert. Das Wahlverhalten und die Schlüsse daraus auf die Wählerstimmung analysieren wir mit Inforadio-Redakteurin Sandra Schwarte, die sich einen Überblick verschafft hat.  

Interview-Archiv

  • CSU-Politiker Erwin Huber (Bild: imago/Frank Hoermann)
    imago/Frank Hoermann

    Huber (CSU): "Die Hauptverantwortung liegt in Berlin"

    Die Befürchtungen bei der CSU haben sich bestätigt: Nur mit einem Koalitionspartner kann im Mutterland der Christsozialen weiterregiert werden. Ex-Parteichef Erwin Huber macht das "erschreckend schwache" Erscheinungsbild der Großen Koalition in Berlin für das Wahlergebnis verantwortlich. Die CSU müsse wieder ein verlässlicher Koalitionspartner werden. Parteichef Horst Seehofer habe historische Tiefstände der CSU zu verantworten. "Man muss nun der Öffentlichkeit gegenüber ein klares Signal setzen, dass wir verstanden haben", so Huber.

    Briefwahl in Bayern (Bild: dpa)
    dpa

    Analyse der Bayernwahl: "Ein dramatisches Ereignis"

    Die CSU verliert dramatisch, ebenso die SPD. Gleichzeitig gewinnen die Grünen deutlich, auch die AfD schafft es in den zweistelligen Bereich und damit erstmals in den bayrischen Landtag. Zum Absturz der CSU sagt der Politikwissenschaftler Carsten Koschmieder von der FU Berlin: "Der Hauptfehler war, die gute wirtschaftliche Lage in Bayern nicht in den Mittelpunkt zu stellen." Stattdessen habe man rhetorisch auf das Flüchtlingsthema gesetzt, das habe nicht funktioniert.

    AfD-Politiker Alexander Gauland (Bild: imago/Stefan Boness/ipon)
    imago/Stefan Boness/ipon

    AfD-Chef Gauland: "Wir müssen noch stärker werden"

    Erwartungsgemäß hat die Alternative für Deutschland in Bayern den Einzug in den Landtag geschafft - mit 10,2 Prozent. Im Interview zeigt sich Parteichef Alexander Gauland "sehr zufrieden" mit dem Ergebnis. Die AfD habe das Potential als Partei weiter zu wachsen: "Wir können leicht auf 20 Prozent kommen, wenn wir nichts falsch machen und wenn wir uns so weiterverhalten, wie wir es bisher getan haben", so Gauland im Inforadio. Mittel- und langfristig müsse die AfD Verantwortung übernehmen. Noch sei es aber zu früh dafür.

    Lars Klingbeil (Bild: imago/M. Popow)
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    SPD-Generalsekretär Klingbeil: "Wir müssen mutiger werden"

    Mit unter 10 Prozent hat die SPD in Bayern einen historischen Tiefpunkt erreicht. Die Sozialdemokraten scheinen in Schockstarre und sehen im Zerwürfnis der Schwesterparteien CDU und CSU einen der Hauptgründe für das eigene Scheitern im Freistaat. "Das Ergebnis war ein klares Signal an die Regierungsparteien in Berlin, dass wir aufhören sollen mit dem Streit", sagt SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Man brauche nun einen "Stil des Miteinanders" in der Großen Koalition. Die SPD generell müsse erkennbarer werden, vor allem bei ihrem Kernthema soziale Gerechtigkeit.

    Paar geht in Bayern am 14.10.2018 in landestypischer Tracht wählen (Bild: dpa)
    dpa

    Wählerwanderung: AfD und Grüne profitieren

    Etwa 200.000 Wähler hat die CSU an die AfD verloren, viele sind aber auch zu den Freien Wählern und selbst zu den Grünen abgewandert. Das Wahlverhalten und die Schlüsse daraus auf die Wählerstimmung analysieren wir mit Inforadio-Redakteurin Sandra Schwarte, die sich einen Überblick verschafft hat.  

    Der bayerische Grünen-Spitzenkanditat Ludwig Hartmann bejubelt mit Parteikolleginnen und -kollegen das Abschneiden bei der Bayernwahl.
    imago/Sven Simon

    "CSU und Grüne trennen teilweise Welten"

    Die Grünen sind bei der Wahl in Bayern am Sonntag klar zweitstärkste Kraft geworden. Trotzdem sieht es so aus, als ob dort weiter ohne sie regiert wird, denn die CSU schielt auf die Freien Wähler als Koalitionspartner. Die Grünen stehen trotzdem für Sondierungen bereit, sagt Ludwig Hartmann von den Grünen im Bayerischen Landtag. Entscheidend sei, dass die CSU Bereitschaft zeige, ihre Politik zu ändern.

    Ein Obdachloser schläft im U-Bahnhof Yorckstraße in Berlin.
    imago/Steinach

    Obdachlose können im Winter weiter in U-Bahnhöfen schlafen

    Die BVG wird auch weiterhin Übernachtungsräume für Obdachlose in U-Bahnhöfen bereitstellen. Darauf haben sich am Montag Senat und BVG geeinigt. Es gab bei der BVG Überlegungen, die Bahnhöfe aus Sicherheitsgründen nachts vollständig zu schließen. In welchen Bahnhöfen es die Schlafplätze geben wird, werde jetzt geprüft, sagt Sozialsenatorin Breitenbach (Die Linke) im Inforadio-Gespräch. Zwei bis drei kommen demnach in Frage.

    Ehefrau Simone gratuliert Mike Schubert (SPD) auf der Wahlparty.
    ZB

    Schubert will kein "Weiter so"

    Seit Sonntag steht fest: Mike Schubert (SPD) wird neuer Oberbürgermeister von Potsdam. Er setze sich in der Stichwahl gegen die Linken-Kandidatin Martina Trauth durch. Im Inforadio-Gespräch kündigt Schubert Veränderungen und Analysen an - so sollen beispielsweise Fehler der Vergangenheit offen benannt werden. Schwerpunkte möchte er bei der Wohnungspolitik und dem regionalen Nahverkehr setzen.

  • Uwe Hellmich (Bild: privat)

    Der "Ironman" aus Dallgow-Döberitz

    In der Nacht zu Sonntag startet der härteste Wettkampf der Welt: Der Ironman auf Hawaii. Uwe Hellmich hat an dem Triathlon schon mehrfach teilgenommen. Er absolvierte die Strecke in 9:56 Stunden. Inforadio-Hörer kennen Hellmich auch als Startläufer der Inforadio-Marathonwetten 2015 und 2016. In diesem Jahr schont er sich und legt eine Ironman-Pause ein - nicht ohne Träne im Knopfloch, wie er im Inforadio erzählt: "Der Ironman auf Hawaii ist für jeden Triathleten das Sahnehäubchen", schwärmt er.

    Festival of Lights am Brandenburger Tor (Bild: dpa)
    dpa

    Berlin - Oase des scheinbar ewigen Sommers

    Bei strahlendem Sonnenschein und warmen 25 Grad erlebt Berlin auch an diesem Wochenende wieder einen wahren Touristen-Boom. Die Hauptstadt verbucht Rekorde: Im ersten Quartal 2018 ist die Anzahl der Übernachtungen um 6,5 Prozent auf 6,7 Millionen gestiegen, und der Trend hält an. "Berlin wirkt wie ein Magnet wegen des Lebensstils, den wir hier pflegen", analysiert Burkhard Kieker, Geschäftsführer von Visit Berlin. Mit den vielen Grünflächen strahle Berlin zudem "mediterranes Flair" aus.

    Mark Waschke (Bild: imago/APP-Photo)
    imago/APP-Photo

    Waschke: "Solidarität ist nicht mehr selbstverständlich"

    In Berlin werden am Samstag Zehntausende Menschen zu einer Demonstration für eine offene und solidarische Gesellschaft erwartet. Unter dem Motto "#unteilbar - Solidarität statt Ausgrenzung" rufen zahlreiche Institutionen und Prominente dazu auf, gegen Rassismus, Ausgrenzung und den Rechtsruck in der Gesellschaft zu demonstrieren. Mit dabei ist auch rbb-Tatort-Kommissar Mark Waschke: "Alle unterschiedlichen Lebensweisen sollen existieren können, ohne sich behaupten zu müssen. Diese Selbstverständlichkeit wird inzwischen in Frage gestellt", mahnt er im Inforadio.  

  • Horst Seehofer (li) und Markus Soeder
    imago/Frank Hoermann/SVEN SIMON

    "Es grummelt im Land"

    Am Sonntag wird in Bayern ein neuer Landtag gewählt - Prognosen zufolge könnte die erfolgsverwöhnte CSU nach 60 Jahren an der Macht einen historischen Einbruch erleben. Die Historikerin Prof. Marita Krauss, Expertin für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte, erläutert im Inforadio die Gründe für diese Zeitenwende: Mit dem Asylstreit habe die CSU die bürgerliche Mitte verloren, zudem würden sich immer mehr Menschen sehr stark mit Umweltfragen identifizieren.   

    Peter Altmaier (CDU), Bundeswirtschaftsminister
    dpa/Kay Nietfeld

    Wirtschaftswissenschaftler lehnt Altmaier-Pläne ab

    Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will die Unternehmen in Deutschland steuerlich massiv entlasten. In einem "wirtschaftspolitischen Aktionsprogramm" schlägt sein Ministerium umfangreiche Maßnahmen vor, um die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen zu sichern. Henrik Enderlein, Präsident und Professor für Politische Ökonomie an der Hertie School of Governance in Berlin, lehnt diese Pläne ab. "Ich verstehe überhaupt nicht, warum man jetzt eine Steuersenkungsdiskussion anstößt", sagte er im Inforadio - denn Deutschland stehe vor einer großen demografischen Herausforderung.

    ARCHIV - 01.07.2018, Bayern, Ansbach: Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, spricht während der Eröffnung des Tages der Franken 2018 im Hofgarten der Residenz.
    dpa

    Zeitenwende in Bayern

    Die CSU muss bei der Bayern-Wahl am Sonntag mit herben Verlusten rechnen - laut ZDF-"Politbarometer" liegt die Partei derzeit nur noch bei 34 Prozent, die Zeit der Alleinherrschaft wäre damit vorbei. Der Wähler wisse nicht mehr, wofür die CSU stehe, meint der Münchner Politikwissenschaftler Prof. Dr. Michael Koß. Und er glaubt, dass sowohl Horst Seehofer als auch Markus Söder dieses Erdbeben politisch nicht überleben werden.

    Angela Merkel (CDU), Horst Seehofer (CSU) und Andrea Nahles (SPD)
    imago/ZUMA Press

    Regierungsparteien fallen auf Rekordtief

    Die Große Koalition rutscht in der Wählergunst immer weiter ab - nach Zahlen des ARD-"Deutschlandtrends" sogar auf ein Rekordtief. Wäre am Sonntag Bundestagswahl, kämen Union und Sozialdemokraten demnach zusammen nur noch auf 41 Prozent der Stimmen. "Es gibt einfach eine ganz große Unzufriedenheit mit dieser Bundesregierung", sagt Sabine Müller aus dem ARD-Hauptstadtstudio und erläutert, wer der große Profiteur dieser Entwicklung ist.  

    Diskussion bei der Vor-Ort-Sendung in Cottbus (Bild: Thomas Krüger/rbb)
    rbb/Thomas Krüger

    "Cottbus ist etwas nachdenklicher geworden"

    Anfang des Jahres machte Cottbus international Schlagzeilen - als deutsche Stadt, die mit den Mühen der Flüchtlingsintegration zu kämpfen hat. Es gab Gewalt zwischen Alteingesessenen und Flüchtlingen, rechte und linke Demonstrationen sowie eine starke mediale Aufmerksamkeit. Im März lud der rbb erstmals zu einer Diskussionsrunde ein, am Donnerstagabend folgte die zweite Auflage. Im Gegensatz zur ersten Sendung war es diesmal "überraschend ruhig", sagte Moderator Andreas Rausch im Inforadio. Die Teilnehmer hätten einander zugehört - Argumente seien nicht sofort "niedergebuht worden".  

    Berlin, Schiffsanleger, Schleuse
    imago/fossiphoto

    Experte: Keine Gefahr für die Spree

    In Berlin müssen möglicherweise die Schleusen in der Spree geschlossen werden, sollte die Trockenheit weiter anhalten. Laut Umweltverwaltung ist die Fließgeschwindigkeit aktuell sehr gering, an manchen Stellen stehe der Fluss oder fließe sogar rückwärts. Professor Christoph Hinz, arbeitet am Lehrstuhl Hydrologie und Wasserressourcenbewirtschaftung der BTU Cottbus. Er lobte im Inforadio die Wasserbewirtschaftung: Weder die Spree noch der Spreewald laufen nach seiner Einschätzung Gefahr, auszutrocknen.

    SYMBOLBILD: Europakarte mit dem Schild "defekt"
    imago/Steinach

    EU-Innenminister und die Freizügigkeit

    Eigentlich herrscht im Schengenraum eine schrankenlose Reisefreiheit ohne Grenzkontrollen. Doch diese haben sechs Länder wieder eingeführt: Neben Deutschland sind dies Dänemark, Frankreich, Norwegen, Österreich und Schweden. Müssen wir uns künftig darauf einstellen, dass Kontrollen überall in Europa wieder eingeführt werden? Darüber wird derzeit in Brüssel heftig gestritten, meint unser Korrespondent Samuel Jackisch.

    ARCHIV: Maryse Condé, Gewinnerin des Alternativen Literatur-Nobelpreises, AD 2008 (geschätzt)
    imago/Leemage

    Alternativer Literaturnobelpreis geht an Maryse Condé

    Die französische Schriftstellerin Maryse Condé erhält den alternativen Literaturnobelpreis. Die 81-Jährige sei eine große Erzählerin, deren Werk über die Gewalt des Kolonialismus in Afrika und das Chaos danach zur Weltliteratur gehöre, sagte Jury-Präsident Ann Palsson von der Initiative "Die Neue Akademie" am Freitag in Stockholm. Einzelheiten dazu von Carsten Schmiester, ARD-Korrespondent.

    12.10.2018, Berlin: Die Bundestagesabgeordneten Dagmar Schmidt (SPD, l-r), Corinna Rüffer (Bündnis 90/Die Grünen) und Jens Beeck (FDP), Sebastian Urbanski, Schauspieler mit Down-Syndrom und Natalie Dedreux, junge Frau mit Down-Syndrom, geben eine Pressekonferenz zum Thema Bluttests auf Down-Syndrom.
    ZB

    Vorgeburtliche Bluttests - ja oder nein?

    Der Bundestag steht vor einer neuen ethischen Debatte, die wahrscheinlich ähnlich emotional sein wird, wie die zur Sterbehilfe: Es geht um den Bluttest, durch den Schwangere erfahren, ob ihr Kind das Down-Syndrom haben wird. Es läuft die Entscheidung, ob die Kassen diesen Test bezahlen sollen, der zwischen 250 und 400 Euro kostet. Mehr als 100 Abgeordnete haben sich dem Antrag für eine Debatte ohne Fraktionszwang angeschlossen. Die Grünen-Politikerin Corinna Rüffer gehört zu den Initiatoren. Sie kritisiert, dass der Test keinen medizinischen Nutzen habe.

  • Brandenburgs neuer Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (Bild: imago/Martin Müller)
    imago/Martin Müller

    Wirtschaftsminister Steinbach: Klimaziele nicht gegen Arbeitsplätze ausspielen

    Brandenburgs Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (parteilos) hat sich dagegen ausgesprochen, den Kohleausstieg in der Lausitz auf ein Datum festzulegen. Steinbach sagte am Donnerstag im Inforadio, die Randbedingungen in Brandenburg würden den Ausstieg momentan nicht erlauben. "Im Bereich des Netzausbaus sind wir dermaßen hinter der Zeit, um die Energie, die auf regenerativem Wege im Norden des Landes generiert wird, in den Süden zu transportieren, dass [...] für die Versorgungssicherheit es nötig ist, dass die Kohlekraftwerke im Süden Brandenburgs am Netz bleiben."

    Fußgänger in Berlin
    imago/Frank Sorge

    Sicher per Pedes durch die Stadt: "Auch eine Frage der Lebensqualität"

    Obwohl fast alle Menschen - zumindest zeitweise - Fußgänger sind, haben ihre Interessen bei der Verkehrsplanung bisher keine große Rolle gespielt. Dabei sind die meisten Todesopfer auf Berliner Straßen Fußgänger. Das Mobilitätsgesetz des Senats soll das Zufußgehen in der Stadt sicherer machen und fördern. Auf dem Deutschen Fußverkehrskongress in Berlin wird genau darüber diskutiert. Der Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats, Walter Eichendorf, fordert im Interview: "Wir brauchen vor allem Fußwege, die breit genug sind". Auch ausreichend Überquerungsmöglichkeiten für Fußgänger seien wichtig.

    Braunkohletagebau Welzow-Süd (Bild: imago/Rainer Weisflog)
    imago/Rainer Weisflog

    Braunkohle-Ausstieg: "Wir brauchen einen klaren Pfad"

    Wenn es um den Ausstieg aus der Braunkohleenergie in der Lausitz geht, tritt Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) auf die Bremse. In den 2040er Jahren kann er sich das vorstellen, was Umweltschützern gar nicht gefällt. "Es braucht ein klares Enddatum. (...) Ohne ein klare Perspektive fängt man ständig an, mit der Unsicherheit zu arbeiten", sagt Patrick Graichen, Direktor der Initiative Agora Energiewende. Man müsse die Zeit nutzen, um Arbeitsplätze in zukunftsfähigen Industrien zu schaffen.

    ARCHIV - 23.08.2018, Brandenburg, Blankenfelde-Mahlow: Das Gebäude der Lunapharm Deutschland GmbH.
    Patrick Pleul/ZB/dpa

    Lunapharm: Behörden waren schon 2013 informiert

    Der Skandal um das brandenburgische Unternehmen Lunapharm geht weiter. Die Affäre um illegalen Medikamentenhandel mit Griechenland ist wohl doch nicht mit dem Abschlussbericht der Task Force vor wenigen Wochen beendet. Das ARD-Magazin KONTRASTE hat neue Ungereimtheiten aufgedeckt. Recherchiert hat wieder rbb-Autorin Caroline Walter. Sie sagte im Inforadio, Brandenburger Behörden hätten sehr viel früher als bisher bekannt von den illegalen Importen gewusst.

    Schild der Deutschen Welthungerhilfe e.V. vor der Zentrale in Bonn,
    imago/wolterfoto

    Welthungerhilfe stellt Index 2018 vor

    In gut zehn Jahren soll es keinen Hunger mehr auf der Welt geben, das haben sich die Vereinten Nationen für 2030 als Ziel gesetzt. Es gibt auch Fortschritte im Kampf gegen den Hunger - das zeigt der am Donnerstag vorgestellte Index der Welthungerhilfe für 2018, wonach die Werte zur Hungersituation in 119 Ländern gefallen sind. Dennoch gibt es die paradoxe Situation, dass die Zahl der Hungernden weltweit steigt. Nach UN-Angaben sind es 821 Millionen Menschen. Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe, nannte im Inforadio die Ursachen: Kriege und der Klimawandel.

    Die später havarierte Sojus-Trägerrakete beim Start auf dem russischen Weltraumbahnhof Baikonur, 11.10.2018
    AP

    Sojus-Kapsel in Baikonur notgelandet

    Beim Start einer russischen Sojus ist es am Donnerstag zu einer Beinahe-Katastrophe gekommen. Die Trägerrakete, eigentlich das bewährte Arbeitspferd der russischen Weltraumfahrt, hatte um 14.40 Uhr Ortszeit (10.40 Uhr MESZ) in Baikonur abgehoben. Nach vorläufigen Angaben von Experten traten schon beim Brennen der ersten Raketenstufe Probleme auf. Die Kapsel mit den beiden Astronauten musste abgetrennt werden und notlanden. Inforadio-Wissenschaftsredakteur Thomas Prinzler erläutert Ursachen und Konsequenzen.
     

    Andreas Rausch während einer Interviewrunde in Cottbus (Bild: Brandenburg Aktuell)
    Brandenburg Aktuell

    Cottbus - "Vor Ort nachgefragt"

    Wer redet heute noch über Cottbus, wenn es um die Flüchtlingsproblematik und eine gespaltene Stadt in Aufruhr geht? Der rbb tut es: Heute Abend bei "rbb vor Ort" in der Alten Chemiefabrik in Cottbus. Genau wie in der ersten Runde im März, als die Stimmung in Cottbus am Siedepunkt war und gleichzeitig eine Art Sprachlosigkeit herrschte, wird Andreas Rausch aus dem Studio Cottbus  diese zweite Runde heute moderieren. Mit ihm sprach Irina Grabowski.

    11.10.2018, Sachsen, Weißwasser: Dietmar Woidke (r, SPD), Ministerpräsident von Brandenburg, und Michael Kretschmer (M, CDU) kommen zur Sitzung der Kohlekommission.
    ZB

    Kohlekommission besucht die Lausitz

    Die Kohlekommission ist am Donnerstag zu Besuch in der Lausitz. Hingehen und hinsehen, vor allem da wo es wehtut - das hatte man sich vorgenommen. Der Auftrag für die Experten lautet, einen Plan für den Ausstieg aus der Braunkohle zu entwefen. Wie sah das Besuchsprogramm der Kommission aus, und gab es greifbare Ergebnisse? Darüber sprach Irina Grabowski mit Dominik Lenz, RBB-Redakteur für Landespolitik Brandenburg.

  • Ferdinand Dudenhöffer am 11.2.2016 (Bild: imago/Jürgen Schwarz)
    imago/Jürgen Schwarz

    Dudenhöffer: "Die Politik arbeitet für den Diesel"

    Die EU-Umweltminister wollen bis 2030 die CO2-Ausstöße deutlich reduzieren, gleichzeitig greifen Diesel-Fahrverbote um sich. Doch die deutschen Autokonzernen werben weiter unbeirrt für ihre neuesten Dieselmodelle und sperren sich gegen Nachrüstungen. "Da ist ein bisschen Verzweiflung im Spiel", meint Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer. Aus Angst vor der Zukunft halte man "krampfhaft" am Diesel fest - und werde dabei sogar noch von der Politik unterstützt, kritisiert er.

    Biene sammelt Nektar in der Blüte einer Sonnenblume (Bild: dpa)
    dpa

    Mehr Geld, weniger Gift

    Für den Schutz von Bienen und anderen Insekten will Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) künftig mehr Geld bereitstellen und die Regeln fürs Düngen und den Pestizideinsatz verschärfen. Die Eckpunkte des entsprechenden Aktionsprogramms hat das Kabinett schon verabschiedet. Am Mittwoch begann in Berlin die Debatte über Details. Inforadio-Umweltexpertin Marie Asmussen erklärt im Studio, warum Insekten unverzichtbar sind - und was jeder einzelne tun kann, um ihre Existenz zu sichern.  

    Schleifmaschine mit Lärmschutzkopfhörer (Bild: imago/Inga Kjer)
    imago/Inga Kjer

    WHO legt strenge Lärm-Obergrenzen fest

    Zu viel Lärm macht krank - und ist ein Gesundheitsrisiko, das nur allzu oft auf die leichte Schulter genommen wird. Am Mittwoch hat die Weltgesundheitsorganisation neue Leitlinien herausgegeben, erstmals mit Richtwerten und Obergrenzen für Windenergieanlagen, Freizeitlärm und andere Geräuschquellen. Bemerkenswert dabei: Alle WHO-Richtwerte liegen deutlich unter denen, die in Deutschland erlaubt sind. "Die klare Botschaft ist, dass die WHO die erhebliche Lärmbelästigung als Krankheitsbild nimmt", betont Michael Jäcker Cüppers von der Deutschen Gesellschaft für Akkustik.

    Der im deutschen Exil lebende türkische Journalist Can Dündar (Quelle: imago/Günther Ortmann)
    imago/Günther Ortmann

    Dündar-Prozess geht weiter

    Vor allem während des Staatsbesuchs des türkischen Präsidenten Erdogan ist der türkische Journalist Can Dündar wieder ins Rampenlicht gerückt. Die Türkei will, dass Deutschland den Journalisten ausliefert, weil Erdogan ihn für einen Spion hält. Seit dem Staatsbesuch lebt er nun wieder unter Polizeischutz in Berlin. Gleichzeitig wird am Mittwoch ein weiterer Prozess gegen ihn in Istanbul fortgesetzt. Einmal ist er schon verurteilt worden – wegen Geheimnisverrats. Im zweiten Prozess geht es nun darum, dass Dündar die Gülen-Bewegung unterstützt haben soll, die Erdogan für den Putschversuch vor zwei Jahren verantwortlich macht. Über den Prozess sprechen wir mit Türkei-Korrespondentin Karin Senz.

    Stromkabel liegt neben einem Miniaturauto (Bild: imago/Rainer Unkel)
    imago/Rainer Unkel

    Elektro-Autos: "Die Ängste sind unbegründet"

    Zunächst der alarmierende UN-Klimabericht, dann das Berliner Gerichtsurteil zu einem Diesel-Fahrverbot in der Hauptstadt: Diese noch junge Woche hat einmal mehr aufgezeigt, wie schnell der Schalter hin zu klimaschonenden Alternativen umgelegt werden muss. Henning Kagermann leitet die "Plattform Zukunft der Mobilität" der Bundesregierung und soll einen Plan für die klimafreundliche Mobilität entwickeln. Er gilt als leidenschaftlicher Verfechter von E-Mobilität. Er sagt: "Nach unseren Modellen können wir bis zu sieben Millionen Elektro-Autos im Jahr 2030 haben. Die Dynamik im Markt ist da."

    Berlins Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos) (Bild: dpa)
    dpa

    Umweltsenatorin Günther: "Die Bundesregierung lässt die Länder alleine"

    Bis März 2019 muss die Berliner Landesregierung streckenbezogene Diesel-Fahrverbote auf den Weg bringen - das hat das Verwaltungsgericht am Dienstag entschieden. Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos) forderte im Inforadio die Einführung einer blauen Plakette. Sie sei nötig, um die Einhaltung der Diesel-Fahrverbote in der Stadt wirksam kontrollieren zu können. Günther kritisierte die Bundesregierung, sie würde die Länder mit den Folgen der Gerichtsentscheidung alleine lassen.

    Berliner Friedrichstraße mit dichtem Verkehr (Bild: dpa)
    dpa

    Autoindustrie: Neue CO2-Grenzwerte bedauerlich

    Bis 2030 sollen die Kohlendioxid-Grenzwerte für Neufahrzeugeum um 35 Prozent zurückgehen: Darauf haben sich die EU-Umweltminister geeinigt. Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie, Bernhard Mattes, kritisiert den Kompromiss im Interview. Er sorge nicht für eine "Balance zwischen Kimaschutz und Beschäftigung in Europa", so Mattes.

  • Michael Cramer (Bild: imago/Piero Chiussi)
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    Cramer (Grüne): "Wenn die Politik versagt, entscheiden eben die Richter"

    Berlin muss in mehreren Straßen Fahrverbote für Diesel einführen. Dies hat das Verwaltungsgericht in der Hauptstadt am Dienstag entschieden. Demnach werden elf Streckenabschnitte auf acht Straßen für Diesel bis zur Schadstoffklasse 5 gesperrt. Michael Cramer (Die Grünen) begrüßt das Berliner Urteil, schränkt zugleich ein: "Hier wird der Verkehr nur verlagert." Cramer erwartet von der Großen Koalition wirksame Maßnahmen: "Die Bundesregierung ist hier bislang der größte Versager."

    Fahrzeuge sind auf der Leipziger Straße unterwegs. Das Verwaltungsgericht verhandelt eine Klage der Deutschen Umwelthilfe gegen das Land Berlin wegen der hohen Stickoxidbelastung in der Stadt. Folge könnten Fahrverbote für Dieselfahrzeuge auf bestimmten Hauptstraßen sein. (Quelle: dpa/Zinken)
    dpa/Zinken

    Diesel-Fahrverbot: IHK bangt um 88.000 Betriebsfahrzeuge

    Nicht flächendeckend, aber an insgesamt elf Straßenabschnitten muss in Berlin ein Diesel-Fahrverbot eingeführt werden. So entschied am Dienstag das Berliner Verwaltungsgericht. Das Fahrverbot soll demnach ab 1. April Fahrzeuge der Schadstoffklassen Euro 0 bis 5 treffen, wobei Ausnahmen für Anwohner und Handwerker zu prüfen sind. Genau dazu fordert Jörg Nolte von der Berliner IHK die Politik auf: Ohne Ausnahmeregelungen bekomme besonders der Zulieferverkehr massive Schwierigkeiten.

    Ärztemangel in Brandenburg: Frau Dr. Glombitza mit einer Angestellten | Bild: rbb/Thomas Balzer
    rbb/Thomas Balzer

    Wie wir leben, lieben und wohnen

    Sechs Millionen Menschen leben in der Region Berlin-Brandenburg - und das sehr unterschiedlich. Ob Landwirt aus dem Havelland oder Hipster aus Prenzlauer Berg, ein rbb-Autorenteam hat versucht, die Menschen und ihr Leben in der Region zu fassen. Dafür wurden Statistiken und Daten intensiv geprüft. Der erste Teil der dabei entstandenen Doku wird am Dienstag im rbb-Fernsehen gezeigt. Welche Erkenntnisse dabei gewonnen wurden, erklärt Autor Thomas Balzer.  

    Eine Frau öffnet in der Küche ein Fenster (Bild: imago/Florian Kättler)
    imago/Florian Kättler

    Klimaschutz zu Hause: "Fleisch ist für viele ein schwieriges Thema"

    Für 11 Tonnen CO2-Emmission ist jeder Deutsche im Schnitt verantwortlich. Wenn man das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens einhalten will, dürfte es in etwa 30 Jahren aber nur noch eine Tonne sein. Seit Anfang des Jahres probieren 100 Berliner Haushalte, wie das funktionieren könnte. Die Menschen dokumentieren ihren CO2-Fußabdruck und versuchen die eigene Klima-Bilanz zu verbessern. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt vom Potsdamer Soziologen Fritz Reusswig. Er sagt: "Es hat viel mit Gewohnheiten zu tun."  

    Gedenkveranstaltung am 10.11.13 in der Berliner Beth-Zion-Synagoge (Bild: imago/CommonLens)
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    Ordination orthodoxer Rabbiner: "Vor 20 Jahren wäre das unmöglich gewesen"

    Erstmals seit 1945 werden an diesem Dienstag wieder orthodoxe Rabbiner in Berlin ordiniert. Bei der Feier in der Beth-Zion-Synagoge in der Brunnenstraße wird Bundesaußenminister Heiko Maas eine Festrede halten. Dabei sein wird auch Sarah Serebrinsky, die Geschäftsführerin des Rabbinerseminars. Sie begrüßte im Inforadio die Ordination. Sie sei ein weiterer Schritt, jüdisches Leben in Berlin nach dem Holocaust zu normalisieren.

    dpa

    Gräff (CDU): "Man muss nicht gleich die ganze Stadt lahm legen"

    Am Dienstagnachmittag entscheidet das Berliner Verwaltungsgericht darüber, ob, und wenn ja in welchem Ausmaß und ab wann welche Diesel-Fahrzeuge aus dem Stadtverkehr verbannt werden. Der Senat hat schon signalisiert, dass man sich ein solches Verbot auf 20 konkreten Straßen vorstellen könnte, der klagenden Deutschen Umwelthilfe geht das aber nicht weit genug. Der wirtschaftspolitische Sprecher der Berliner CDU-Fraktion, Christian Gräff, widerspricht im Inforadio: Er gehe nicht davon aus, dass Fahrverbote kommen. Punktuelle Maßnahmen würden ausreichen.

    Eine rote Ampel auf einer Berliner Straße (Quelle: dpa/Geisler-Fotopress)
    dpa/Geisler-Fotopress

    Umwelthilfe: "Regierung wird von der Autoindustrie erkennbar ferngesteuert"

    An diesem Dienstag wird's ernst: Am Nachmittag entscheidet das Berliner Verwaltungsgericht über Diesel-Fahrverbote in Berlin. Darauf geklagt hat die Deutsche Umwelthilfe (DUH), der die Maßnahmen des Senats zu kurz greifen. Auch die rot-rot-grüne Landesregierung sperrt sich nicht gegen Diesel-Fahrverbote, allerdings sollen die nicht so weitreichend sein wie von der Umwelthilfe verlangt. Deren Geschäftsführer Jürgen Resch fordert, die Bundesregierung müsse sich endlich gegen die Autokonzerne durchsetzen. Die Autoindustrie müsse die Kosten für die Nachrüstungen übernehmen.

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