Interviews

Interview
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DDR-Flüchtlinge in Sopron (Bild: dpa/ Votava)
dpa/ Votava

Erinnerungen an das "Paneuropäische Picknick" vor 30 Jahren

Am 19. August 1989 passierte das schier Unglaubliche: Die Grenze zwischen Ungarn und Österreich öffnete sich für ein paar Stunden und Hunderte Menschen konnten aus der DDR fliehen. Das "Paneuropäische Picknick" war ein erster Schritt zum Ende der DDR. Das macht Péter Györkös, den Botschafter von Ungarn in Berlin, noch heute stolz. "Es geschah, dass in Ungarn der erste Stein aus der Mauer an diesem Tag herausgeschlagen wurde."

Archiv: Schauspieler Tilo Acksel (Bild: dpa/ Ralf Succo)
dpa/ Ralf Succo/ Succomedia

Tilo Acksel: Ohne die Flüchtlinge über Ungarn wäre die Mauer nicht gefallen

Schauspieler Tilo Acksel war einer der DDR-Flüchtlinge, die es vor 30 Jahren über die ungarische Grenze nach Österreich schafften. Beim sogenannten "Paneuropäischen Picknick" kontrollierten die Grenzbeamten für einige Stunden nicht. Acksel hatte sich mit einem Freund aus der DDR auf den Weg gemacht. Er ist überzeugt: "Wenn nicht so viele Leute via Ungarn Richtung Westen gegangen wären, wäre die Mauer nicht gefallen."

Archiv: Eva Högl (SPD) (Bild: Stefan Zeitz/ imago images)
Stefan Zeitz/ imago images

Koalitionsausschuss: SPD bedauert fehlende Einigung zur Grundrente

Vier Stunden hat der Koalitionsausschuss der Großen Koalition getagt und geeinigt haben sich Union und SPD darauf, die Mietpreisbremse bis 2025 zu verlängern. Bei der Grundrente soll erstmal nur ein Konzept erarbeitet werden. Das bedauert Eva Högl, Vize-Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion. "Die Grundrente ist wichtig für die Menschen im ganzen Land, die wenig Rente haben." Von der GroKo ist Högl weiterhin überzeugt: Im Oktober wird Halbzeitbilanz gezogen.

Rechtsradikale demonstrieren in Dortmund mit Pyrotechnik und Schwarz-Weiß-Roten Fahnen.
dpa

BKA will Kampf gegen Rechtsextremismus verstärken

Für Islamisten gibt es bereits ein System der Behörden, das zeigt, wer besonders gefährlich ist. Für Rechtsextremisten bisher nicht. Das soll sich jetzt ändern. Wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung berichten, will das Bundeskrimininalamt stärker gegen Rechtsterroristen vorgehen. Das würde mehr Kompetenzen auch im Bereich der Hass-Kriminalität bedeuten. Laut Verfassungsschutz gibt es in Deutschland 12.500 gewaltbereite Rechte. Dazu sprechen wir mit dem ARD-Extremismusexperten Michael Götschenberg.

Interview-Archiv

  • Gebäude vom Hauptstadtstudio der ARD in Berlin (Bild: imago images / Waldmüller)
    imago images / Waldmüller

    Tag der Offenen Tür im ARD-Hauptstadtstudio

    Einen Blick hinter die Kulissen bietet das ARD-Hauptstadtstudio an diesem Samstag. Von dort beobachten seit 20 Jahren Journalisten aus allen Rundfunkanstalten das politische Geschehen in Berlin. Nun öffnet das Studio die Türen für Besucher. Die können sehen, wie ein Teleprompter funktioniert oder Fragen zum Programm stellen. Fernsehen und Radio sind Gemeinschaftsarbeit - von Technikern, Journalisten, Toningenieuren und vielen anderen, berichtet Oliver Köhr im Inforadio. Er ist stellvertretender Leiter des Hauptstadtstudios.

    Panzernashorn im Grasland (Bild: imago images / BIA)
    imago images / BIA

    Artenschutzkonferenz: "Wilderei ist ein organisiertes internationales Geschäft"

    Wie können bedrohte Tierarten wie Elefanten und Nashörner vor Wilderei geschützt werden? Darum geht es auf der Cites-Artenschutzkonferenz in Genf. Mittlerweile gebe es Profite von bis zu 20 Milliarden Euro im Jahr mit illegalem Artenhandel, sagt Arnulf Köhncke vom World Wild Life Fund (WWF). Um dagegen zu steuern, müsse man bei den Käufern ansetzen und verstehen, warum sie Nashorn-Pulver oder Elfenbein kauften.

    Juso-Vorsitzende Annika Klose am Rednerpult (Bild: imago images / Metodi Popow)
    imago images / Metodi Popow

    Klose zu SPD-Kandidaten: "Ich traue Kevin Kühnert den Parteivorsitz zu"

    Zwei Wochen haben die Bewerberinnen und Bewerber um den SPD-Vorsitz noch Zeit, um ihren Hut in den Ring zu werfen. Inzwischen ist auch Vizekanzler Olaf Scholz interessiert. Annika Klose, die Landesvorsitzende der Berliner Jusos, traut auch dem Juso-Bundesvorsitzenden Kevin Kühnert das Amt zu. Und sagt zu Kritik am Bewerbungsverfahren: "Unsere Mitglieder verunsichert, dass unsere Partei- und Fraktionsvorsitzende auf eine seltsame Weise abhanden gekommen ist."

  • SPD ohne Spitze
    imago images / IPON

    SPD-Suche nach Doppelspitze: "Die Aufbruchstimmung ist verpufft"

    Die SPD ist nach wie vor auf der Suche nach einer neuen Parteiführung. Nach Informationen des "Spiegel" soll auch Finanzminister Olaf Scholz bereit sein, für den SPD-Vorsitz zu kandidieren. Er suche noch eine Partnerin für eine Doppelspitze. Zuvor haben auch Boris Pistorius und Petra Köpping sowie Gesine Schwan und Ralf Stegner ihr Interesse bekundet. Politikwissenschaftler Thorsten Faas von der Freien Universität sagt, die Suche sei bisher schleppend gewesen, auch weil SPD-Frauen in der ersten Reihe rar seien.

    Verkehrssenatorin Regine Günther.
    imago images / IPON

    Günther: "Wir müssen das Autofahren verteuern, damit es unattraktiver wird"

    Pläne und Machbarkeitsstudien: Von der Berliner Verkehrswende ist auf den Straßen und Schienen bisher wenig sichtbar. "Vor dem Bauen liegt das Planen", verteidigt sich Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne). Es werde derzeit ein Verkehrssystem verändert, das 70 Jahre lang auf das Auto gesetzt hat. Im Inforadio spricht sich Günther für eine City-Maut für Autofahrende aus.

    Die Maskottchen von Union und Hertha BSC, Ritter Keule und Herthinho
    imago sportfotodienst

    Karsten Heine: "Konkurrenz wird beiden Vereinen gut tun"

    Die Fußball-Bundesliga geht in die 57. Saison und für die Hauptstadt ist es keine Saison wie jede andere: Mit Hertha BSC und dem 1. FC Union gibt es erstmals seit 42 Jahren zwei Berliner Vereine in der Bundesliga. Karsten Heine, heute Trainer in Altglienicke, war für beide Vereine lange tätig, deswegen will er sich auch nicht auf einen Lieblingsverein festlegen. Für die Fans und die Sportstadt Berlin findet er es jedenfalls großartig, dass es endlich wieder ein Hauptstadt-Derby gibt.

    Die neue Kongresshalle "hub27" auf dem Berliner Messegelände.
    dpa

    15 000 Quadratmeter groß: Neue Messehalle Hub 27

    180 000 Quadratmeter fasst das Messegelände in Berlin. 15 000 Quadratmeter ist eine neue Halle groß, die an diesem Freitag eröffnet wird: Hub 27 heißt sie. Für die IFA in drei Wochen kommt sie gerade rechtzeitig. Der Chef der Berliner Messegesellschaft, Christian Göke, ist glücklich mit den weiteren Quadratmetern auf dem Gelände: "Es hat inzwischen eine fast optimale Größe."

    Blick aus dem Auto bei Stau
    imago images / blickwinkel

    Mobilitätsforscher: "Einige Menschen sind subjektiv autoabhängig"

    Berlin wächst um rund 40 000 Menschen pro Jahr. Wie muss sich der Großstadtverkehr verändern, damit wir alle vernünftig ans Ziel kommen? Eine Möglichkeit ist, Menschen anzusprechen, die nur glauben vom Auto abhängig zu sein, es aber eigentlich gar nicht sind, sagt Bastian Chlond vom Karlsruher Institut für Technologie. Gehen würde das etwa über Vorbilder, die Carsharing benutzen.

    Portäts von Kandidaten für den SPD-Parteivorsitz oben: Ralf Stegner, Petra Köpping , Boris Pistorius , Christina Kampmann, unten: Olaf Scholz, Gesine Schwan, Karl Lauterbach, Simone Lange, Hans Wallow (Bild: dpa)
    dpa

    Kandidatensuche für SPD-Vorsitz nimmt Fahrt auf

    Bis zum 1. September läuft noch die Frist für die Bewerbungen zum SPD-Parteivorsitz. Einige Namen von Bewerbern stehen schon länger auf der Liste. Einige neue Namen sind am Freitag dazu gekommen. Unter anderem der von Finanzminister Olaf Scholz. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" sei dieser bereit, für den SPD-Vorsitz zu kandidieren. Hauptstadtstudio-Korrespondent Georg Schwarte über die aktuellen möglichen Kandidaten.

    Das Regine-Hildebrandt-Haus Parteizentrale der Brandenburger SPD in Potsdam (Bild: imago images / Martin Müller)
    imago images / Martin Müller

    Brandenburger bewegen Kita-Plätze und Wohnungsbau

    Die SPD ist auf der Suche nach einer neuen Parteispitze. Bis zum 1. September können Einzelkandidaten oder auch Teams vorgeschlagen werden. Am 1. September wird aber auch gewählt - in Brandenburg und in Sachsen. Robert Dambon ist SPD-Chef im Bezirk Potsdam-Mittelmark. Im Inforadio-Interview sagt er: Bei Gesprächen mit den Bürgern spiele die Situation in der Gesamt-SPD eine untergeordnete Rolle. 

    Symbolbild: Einbrecher mit Brechstange versucht, eine Balkontür zu öffnen (Bild: dpa)
    dpa

    "Reform von Verfassungsschutz mit heißer Nadel gestrickt"

    Das Verfassungsschutzgesetz soll an das digitale Zeitalter angepasst werden. Unter anderem sieht ein Entwurf vor, dass Chatverläufe verfolgt werden können. Es soll zudem Verfassungsschutzmitarbeitern erlaubt werden, Wohnungen zu betreten, um Abhörmaßnahmen vorzubereiten. Das kritisiert der FDP-Bundestagsabgeordnete Stephan Thomae. Im Inforadio sagt er, ohne klare Regeln in private Wohnungen einzudringen, ginge zu weit.

  • Ein Bus auf der Busspur
    imago images / Jürgen Ritter

    Kritik an Vorschlag zu offenen Busspuren

    Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU) will die Busspuren für den allgemeinen Verkehr öffnen. Daran gibt es Kritik von den Oppositionsparteien, aber auch von Verbänden: Die Busspuren würden voller und der Öffentliche Nahverkehr langsamer und unattraktiver werden. Jan Schilling, Geschäftsführer Verband deutscher Verkehrsunternehmen, sagt im Interview die Konkurrenz auf den Busspuren werde damit zu groß. Schilling plädierte stattdessen dafür, den Straßenraum für Pkw zu begrenzen

    Archivbild: Tag des Radfahrens für Verkehrswende in Potsdam
    imago images / Martin Müller

    Klimanotstand in Potsdam: Mehr als Symbolpolitik?

    Immer mehr Städte rufen den Klimanotstand aus. Auch Potsdam hat sich schon angeschlossen. Oberbürgermeister Schulz begrüßt es, dass künftig alle Entscheidungen auf Klimaverträglichkeit geprüft werden. Auch, wenn es sich um Symbolpolitik handele, so Fritz Reusswig vom Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung, fordere das eine gewisse Selbstbindung der Städte.

    Bremer Landesparlamen am 15. August
    imago images / Eckhard Stengel

    Rot-Rot-Grün in Bremen: Ein Signal für den Bund?

    Die Berliner haben sich schon die rot-rot-grüne Koalition gewöhnt. Zweieinhalb Monate nach der Landtagswahl will Bremen das gleiche Modell ausprobieren. Sozialdemokrat Andreas Bovenschulte soll die linke Koalition anführen. SPD, Grüne und Linke verfügen in der Bremer Bürgerschaft über eine Mehrheit von sechs Stimmen. Eckhard Jesse, Parteienforscher und ehemaliger Dozent an der TU Chemnitz, ist der Meinung, dass das Modell vorerst besser auf Landeseben funktioniert.

    Boris Johnson (l) und Jeremy Corbyn im Juli 2015 in London (Bild: imago images/ZUMA Press)
    imago images/ZUMA Press

    Corbyn probt Aufstand gegen Johnson

    Der britische Labour-Chef Jeremy Corbyn will vorübergehend als Premierminister das Steuer übernehmen, um einen EU-Austritt Großbritanniens ohne Abkommen mit Brüssel zu verhindern. Weniger als 80 Tage vor dem Brexit drängt der 70-Jährige die Parteien im Parlament, den konservativen Regierungschef Boris Johnson mit einem Misstrauensvotum aus dem Amt zu drängen. Aktuelle Informationen hat unser London-Korrespondent Thomas Spickhofen.

    Symbolbild: Hand mit "Hass"-Tätowierung (Bild: imago images/Seeliger)
    imago images/Seeliger

    Hundertachzig Grad - Geschichten gegen den Hass

    Empörung, Intoleranz, Spaltung - man hat das Gefühl, das Trennende in unserer Gesellschaft nimmt immer mehr Raum ein. Aber es geht auch anders, wie die siebenteilige Podcast-Serie "Hundertachzig Grad - Geschichten gegen den Hass" beweist. Teil eins ist ab Donnerstag exklusiv in der ARD-Audiothek abrufbar. Zeit-Redakteur Bastian Berbner hat die Serie für den NDR produziert. Er beschreibt, warum er sich gerade diese Geschichten ausgesucht hat.

    Hongkong Proteste (Bild imago images/ Aidan Marzo)
    imago images/ Aidan Marzo

    Hongkong: "Die Hoffnung auf Reformen schwindet"

    Seit Wochen wird in Hongkong protestiert. Der Widerstand der Menschen entwickelt sich immer stärker zur Machtfrage um die Freiheit der Stadt. Armin Reinartz lebt seit einem Jahr in Hongkong und leitet dort die Friedrich-Naumann-Stiftung. "Die Stimmung in der Stadt ist bedrückt", schildert er im Inforadio. Die Hoffnung, dass Hongkong ein Vorbild für China wird, sei der Angst vor chinesischer Dominanz gewichen.

    Potsdams Oberbürgermeister Mike Schubert (Bild: imago images/Martin Müller)
    imago images/Martin Müller

    Schubert: "Potsdam sendet mit dem Klimanotstand ein deutliches Signal"

    Die Stadtverordnetenversammlung in Potsdam hat am Mittwochabend den Klimanotstand für die Landeshauptstadt ausgerufen. Für Oberbürgermeister Mike Schubert ist das ein "konsequenter weiterer Schritt, ein deutliches öffentliches Signal", wie er im Inforadio sagt. Er müsse nun einen Maßnahmenkatalog abarbeiten, der 15 Punkte umfasse. Welche das sind, ließ Schubert indes offen.

    Protest von Sexarbeiterinnen am 8.12.17 vor dem Schöneberger Rathaus (Bild: imago images/Christian Ditsch)
    imago images/Christian Ditsch

    Sexarbeit: "Wir brauchen ein akzeptierendes Hilfesystem"

    Prostitution ist seit 2002 in Deutschland legal, 2017 kam das Prostituiertenschutzgesetz. Damit sollten Frauen vor Gewalt und Zwang geschützt werden. Doch der Erfolg des "Hurenpasses" war mäßig. Was Sexarbeiter*innen politisch bewegt, ist auch Thema beim jährlichen Hurenkongress, der am Donnerstag in Berlin beginnt. "Wir wollen damit auch Vorurteile abbauen", betont Mitorganisatorin Undine de Rivière im Inforadio.

  • Due U1 auf der Oberbaumbrücke.
    imago images / Westend61

    "Wir brauchen mehr Intelligenz - mehr 21. Jahrhundert"

    Der Berliner Senat will den Umweltverbund fördern, also Rad-, Fuß- und öffentlichen Personenverkehr. Möglichst viele Autofahrer sollen auf Bus und Bahn umsteigen - doch wie soll das funktionieren? Susanne Henckel, Geschäftsführerin des VBB, meint: "Wir bauchen mehr Modernität und ein positives Image."

    Von oben fotografiertes Gewerbegebiet in Berlin-Mitte
    imago images / Schöning

    Für den Kiezerhalt: Gewerbemieten sollen begrenzt werden

    Der Berliner Senat möchte einen bundesweiten Deckel für Gewerbemieten. Dafür strebt er eine entsprechende Bunderatsinitiative an. Außerdem hat der Senat ein gezieltes Gewerbeflächen-Management angekündigt. Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt hat die Bundesratsinitiative mit vorangetrieben. Das Ziel sei völlig klar: "Wir brauchen eine Regulierung", sagt er im Interview.

    Stau auf der Schnellstraße Richtung Potsdam Zentrum Verkehr
    imago images

    Konstanzer Klimanotstand - ein Beispiel für Potsdam?

    Die Stadt Potsdam entscheidet über einen möglichen Klimanotstand. Dadurch soll etwa der Grünschutz mehr Personal bekommen oder die klimaneutrale Energieversorgung von Neubauten vorangetrieben werden. Bereits im Mai wurde in Konstanz am Bodensee der Klimanotstand ausgerufen. Der stellvertretene Oberbürgermeister Andreas Osner ist der Meinung, dass es auch für Potsdam ein guter Weg sein könnte.

    Claus Michelsen, Abteilungsleiter Konjunkturpolitik beim Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) Berlin, nimmt an einer Pressekonferenz zur Gemeinschaftsdiagnose der Wirtschaftsforschungsinstitute teil.
    dpa

    DIW-Konjunkturchef Michelsen fordert Abkehr von der schwarzen Null

    Viele Experten haben diese Entwicklung schon erwartet:  Die deutsche Wirtschaft wächst nicht mehr. Nun schrumpft sie sogar. Das Brutto-Inlandsprodukt ist im zweiten Quartal des Jahres um 0,1 Prozent gesunken. Claus Michelsen, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, sieht vor allem eine Balance zwischen Regulierung und Investition als richtigen Weg.

    Alte Frau mit Pflegerin
    imageBROKER

    Angehörige werden von Pflegezahlungen entlastet

    Wenn alte Menschen ins Pflegeheim müssen, aber den Eigenanteil nicht
    aufbringen können, dann müssen unter Umständen die Kinder zahlen. Das ist für viele Angehörigen eine Belastung. Die Bundesregierung will die Familien jetzt entlasten. Unterhaltspflichtige Angehörige sollen erst zur Kasse gebeten werden, wenn sie mehr als 100 000 Euro brutto im Jahr verdienen. Frank Aischmann aus unserem Hauptstadtstudio erklärt den Gesetzentwurf.

    Altenpflege (Symbolbild) (Bild: dpa/ Oliver Berg)
    dpa/ Oliver Berg

    Caritas begrüßt Entlastung pflegender Kinder

    Die Bundesregierung will die Kinder pflegebedürftiger Eltern deutlich entlasten. Beziehen die Eltern Sozialhilfe, können die Sozialämter das Geld bislang teilweise zurückfordern. Jetzt sollen sich Angehörige erst ab einem Jahreseinkommen von 100.000 Euro an den Kosten beteiligen. Der Altenhilfe-Experte Hans-Joachim Wasel von der Caritas Berlin unterstützt den Gesetzentwurf.

    Friedrich Ebert nach der Unterzeichnung der Weimarer Verfassung (Archiv) (Bild: imago images)
    www.imago-images.de

    Das verkannte Meisterwerk: 100 Jahre Weimarer Verfassung

    Am 14. August 1919 trat die Weimarer Reichsverfassung in Kraft. Eine Verfassung, die mit ihren Konstruktionsfehlern geradewegs in die Nazi-Katastrophe führte - so das dominante Bild. Das sieht Prof. Michael Dreyer anders. Der Politikwissenschaftler von der Universität Jena leitet die Forschungsstelle Weimarer Republik und sagt: "Die Weimarer Verfassung war aus seiner Sicht ein guter demokratischer Aufbruch".

  • Fahrradstaffel der Berliner Polizei.
    imago images / Stefan Zeitz

    "Bei den Bußgeldern ist noch Luft nach oben"

    Rüpelhafte Fahrradfahrer, die Fußgänger auf Gehwegen fast ummähen - ein Phänomen, das der Berliner Polizei natürlich bekannt ist. Polizeidirektor Frank Schattling warnt im Inforadio davor, ein Pauschalurteil zu fällen und spricht eher von "Einzelfällen". Gleichwohl würden höhere Bußgelder "unsere Arbeit durchaus erleichtern", so Schattling.

    Touristen am ehemaligen Kontrollpunkt Checkpoint Charlie in Berlin (Bild: imago images / Jürgen Ritter)
    imago images / Jürgen Ritter

    Muhle warnt vor Scheitern des Checkpoint-Museums

    Am Grenzübergang Checkpoint Charlie soll in den kommenden Jahren ein Museum entstehen. Das ist längst überfällig, findet Mitinitiatorin Susanne Muhle. Jährlich kämen Millionen Menschen aus aller Welt, die dringend Orientierung bräuchten. Und die könne ein solches Museum geben. Allerdings gibt es auch Kritiker, die das Projekt zum Scheitern bringen könnten, mahnt Muhle im Inforadio.

    Radweg bei der Hasenheide.
    imago images / Schöning

    Mehr Sicherheit für Radfahrer mit Assistenzsystemen

    Radfahren, vor allem in Großstädten wie Berlin, ist gefährlich, weil es oft zu wenig Platz für Fahrradfahrer gibt. Wie kann moderne Technik helfen, mehr Sicherheit zu schaffen, vor allem auch für Kinder? Susanne Boll, Professorin für Medieninformatik an der Universität Oldenburg, ist dieser Frage im Forschungsprojekt "safety4bikes" nachgegangen.

    Kundgebung gegen das Werbeverbot für Schwangerschaftsabbrüche - Frauen mit Schildern "Weg mit 219a" (Bild: imago images / Christian Mang)
    imago images / Christian Mang

    Juristinnenbund fordert Abschaffung von Paragraf 219a

    Im Frühjahr wurde das Werbeverbots für Schwangerschaftsabrüche reformiert. Die erste Fassung einer Liste mit Ärzten und Ärztinnen, die solche Abbrüche vornehmen, wurde in der vergangenen Woche veröffentlicht. Maria Wersig, Präsidentin des Deutschen Juristinnenbundes, kritisiert im Inforadio: "Wir halten das Strafrecht an dieser Stelle für überzogen, mit diesem Paragrafen wird Politik gemacht."

    Symbolbild: Geschäftsmann zeichnet eine absteigende Aktienkurve (Bild: imago images / Westend61)
    imago images / Westend61

    Vorbauen für Krise: Heils "Arbeit-von-morgen-Gesetz"

    Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will Arbeitnehmer in Deutschland besser im Falle einer Konjunkturkrise schützen. Dafür will er ein entsprechendes Gesetz vorlegen. Dieses sieht etwa einen vereinfachten Zugang zum Kurzarbeitergeld und zusätzliche Qualifizierungsmaßnahmen vor. Hauptstadtkorrespondent David Zajonz mit Hintergründen dazu.

    Bauarbeiter gießen mit grüner Farbe eine neue Fahrbahnmarkierung für einen Radweg (Bild: imago images / snapshot)
    imago images / snapshot

    Ausbau der Radwege in Berlin: "Das braucht seine Zeit"

    Innerhalb der nächsten zehn Jahre soll Berlin zur Fahrradstadt werden - das hat sich der Senat vorgenommen. Der SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier hatte im Inforadio kritisiert, dass bisher für den tatsächlichen Bau von Radwegen zu wenig Geld zur Verfügung stehe. Ingmar Streese ist Staatsekretär in der Senatsverwaltung für Verkehr. Im Inforadio widerspricht er dieser Angabe. 2019 seien demnach 20 Millionen Euro für Planungen, Radwegausbau und Grünmarkierungen eingeplant.  

    Leere Stühle in einer Schulklasse (Bild: imago images / Jürgen Ritter)
    imago images / Jürgen Ritter

    Scheeres: Berlin fehlen 9.500 Schulplätze

    In Berlin werden voraussichtlich weniger Schulplätze fehlen, als zuletzt angenommen. Die Bildungssenatorin Sandra Scheeres geht jetzt von 9.500 Plätzen aus. Man werde aber alles tun, um auch diese Lücke zu schließen, sagte die SPD-Politikerin. In einem internen Bericht der Bildungsverwaltung war zuvor noch von bis zu 26.000 fehlenden Plätzen die Rede. Ute Schumacher aus der Inforadio-Landespolitik zu den Einzelheiten.

    Porträt von Falkensees Bürgermeister Falkensee (Bild: Stadt Falkensee)
    Stadt Falkensee

    Mauerbau: "Der Kontakt, der Weg zur Oma, zur Arbeit - weg"

    Der Bügermeister von Falkensee, Heiko Müller, verbindet mit dem Mauerbau eine ganz persönliche Geschichte. Er selbst wohnte vor 58 Jahren in Falkensee, seine Oma in Berlin-Spandau. Seine Familie beschloss "rüberzumachen" am 12. August 1961. Wie es dazu kam, dass Heiko Müller mit seiner Familie zu Beginn des Mauerbaus in Haft war, erzählt der heutige SPD-Politiker im Inforadio.

  • Klassenraum mit Lehrerin und Schülern (Bild: imago images/Westend61)
    imago images/Westend61

    Schulplatzmangel: Linke-Politikerin beklagt Versäumnisse

    Berlins Schulsenatorin Sandra Scheeres legt am Montag die aktuellsten Zahlen zum Schulplatzmangel vor. Bisher kommen Senat und Bezirke bei Planung und Bau der dringend benötigten Schulen in Berlin nicht wie geplant voran. "Wir brauchen zusätzliche Kapazitäten in den zuständigen Behörden, wir brauchen mehr Personal", fordert die Linke-Politikerin Regina Kittler im Inforadio. Sie sitzt auch in der AG Schulbau.

    (Bild: imago images / Bernd Friedel)
    imago images / Bernd Friedel

    Vermisste Kinder: "Berlin ist nur eine Zwischenstation"

    Rund 500 vietnamesische Kinder und Jugendliche sind derzeit in Berlin und Brandenburg vermisst gemeldet. Viele von ihnen waren zuvor illegal nach Deutschland zum Arbeiten geschleust worden. Dahinter stecken offenbar – wie der rbb im Juni berichtet hatte – organisierte Menschenhändler. Am Montag beschäftigt sich der Innenausschuss des Abgeordnetenhauses damit. Der rbb-Journalist Adrian Bartocha erzählt, was sich seit der Veröffentlichung seiner Recherche getan hat.

    Kunststoff-Kaffeebecher liegt auf der Straße
    imago images / Gottfried Czepluch

    Entsorger wollen Verpackungshersteller zur Kasse bitten

    Kaugummis, Einweg-Verpackungen und vor allem viele Zigarettenkippen sind inzwischen ärgerlicher Alltag auf Berlins Straßen und in Parks. Umweltministerin Svenja Schulze und der Verband Kommunaler Unternehmen (VKU) wollen das ändern und die Hersteller an den Entsorgungskosten beteiligen. VKU-Präsident Michael Ebling äußert sich im Inforadio optimistisch, dass dadurch auch bei den Verbrauchern ein Umdenken einsetzen wird.

    FUSS e.V. fordert Tempo 30 in Berlin

    Der größte Teil der Verkehrsflächen in Berlin ist dem motorisierten Verkehr vorbehalten - Bürgersteige und Plätze machen gerade mal ein Prozent aus. Und das obwohl Fußgänger die größte Gruppe der Verkehrsteilnehmer sind. Stefan Lieb ist der Geschäftsführer von FUSS e.V. - dem Fachverband Fußverkehr Deutschland. Er sagt im Inforadio, eine gute Straße wird von außen nach innen geplant.

    Weißstörche im brandenburgischen Dorf Rühstädt (Bild: imago images/imageBROKER)
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    Urbane Dörfer: "Zarte Bewegung mit Potential"

    Abwanderung, schlechte Infrastruktur und Überalterung: Manch ländliche Region genießt keinen guten Ruf. Doch es geht auch anders: Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung und der Thinktank Neuland21 haben Wohn- und Arbeitsprojekte untersucht, die neue Formen digitaler Arbeit mit dem Landleben verbinden. Manuel Slupina vom Berlin-Institut sagt, diese Projekte können das Landleben modernisieren und bereichern.

    In Plastik verpacktes Obst im Supermarkt (Bild: imago images / Sven Simon)
    imago images / Sven Simon

    Handel gegen Verbot von Plastikverpackungen

    Abgepacktes Obst, geschnittenes Gemüse oder Käsescheiben mundgerecht zubereitet: Fast alles, was uns im Supermarkt in den Wagen fällt, ist in Plastik gepackt. Das schadet der Umwelt und deswegen wird immer öfter laut über ein Komplettverbot von Plastik nachgedacht. Kai Falk, Geschäftsführer des Handelsverbandes, sieht darin jedoch keine Lösung: Erst müssten sinnvolle Alternativen geschaffen werden.

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US-Präsident Barack Obama empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am 02.05.2014 im Oval Office im Weißen Haus in Washington (USA). (Bild: dpa)
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