Völlig zerstörte Brücke über die Ahr in Ahrweiler nach der Flutkatastrophe (Bild: dpa / Boris Roessler)
dpa / Boris Roessler
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- "Wir müssen uns auf ein verändertes Wettergeschehen einstellen“

Nach den Unwettern und dem Hochwasser mit vielen Todesopfern in mehreren Teilen Deutschlands dürfen wir die Folgen des Klimawandels nicht mehr ignorieren, sagt Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium. Er fordert, sich bundesweit auf Extremwetterlagen einzustellen.

Nach den Unwettern in mehreren Teilen von Deutschland werden immer noch viele Menschen vermisst. Allein im Kreis Ahrweiler sind es 155. Während die Hoffnung langsam sinkt, Vermisste noch lebend bergen zu können, haben in vielen Orten die Aufräumarbeiten und die Sichtung der Schäden begonnen.

Für den Wiederaufbau nach den schweren Hochwasserschäden wirbt Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, dafür, den Klimawandel stärker zu berücksichtigen. Wo genau man zukünftig noch Häuser und Infrastruktur bauen sollte, könne aber nur vor Ort entschieden werden. "Jedenfalls kann man unmöglich ignorieren, was da passiert ist.“

Folgen des Klimawandels nur schwer einzuschätzen

 

Insgesamt müsse man sich auch in Deutschland auf ein sehr verändertes Wettergeschehen mit verschiedenen Extremwetter-Ereignissen einstellen, fordert der SPD-Politiker. "Der Klimawandel wird zusätzliche Risiken für Deutschland auslösen.“ Doch wo diese Risiken auftreten, sei nur schwer zu prognostizieren. Damit, dass ein kleiner Fluss wie die Ahr solche Zerstörungen anrichte, habe man nicht rechnen können, so der Staatssekretär.

Letztendlich sei der Klimawandel nicht in jeder Facette vorhersehbar. Deswegen müsse man sich bundesweit darauf einstellen, dass es ein sehr verändertes Wettergeschehen gibt, erklärt Flasbarth. Das müsse man berücksichtigen, wenn man neue Infrastruktur errichte.