Ein Schild mit der Aufschrift «Afrikanische Schweinepest bei Wildschweinen, Pufferzone» hängt an einem Verkehrsschild.
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- Schweinehalter fordern effektiveren Kampf gegen ASP

Landwirte aus Ostdeutschland fordern eine effektivere Bekämpfung der Afrikanischen Schweinepest. Es fehle ein schlüssiges Konzept und Schutzzäune müssten ausgebaut werden, fordert Hans-Christian Daniels von der Interessensgeschmeinschaft Schweinezucht.

Die Afrikanische Schweinepest grassiert jetzt seit sieben Monaten in Brandenburg. Bei über 800 Schweinen wurde sie nachgewiesen – bislang ausschließlich bei Wildschweinen. Noch blieben die Tiere in Zuchtbetrieben verschont.

Landwirte, Jäger und Tierärzte kritisieren aber, die Behörden würden notwendige Schutzmaßnahmen nur mäßig umsetzen. Daher treffen sich Vertreter von Bund und Land am Donnerstag mit der Interessengemeinschaft Schweinezucht in Brandenburg, um über das Vorgehen in der Bekämpfung der Suche zu beraten. Ihr Vorsitzender ist Hans-Christian Daniels.

 

Kritik an Schutzzäunen

 

Nach Ansicht von Daniels sind die derzeitigen Maßnahmen gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht ausreichend. Besonders bei den Zäunen gebe es Verbesserungsbedarf: An den Übergängen könnten infizierte Tiere leicht in nicht-infizierte Gebiete vordringen und so die ASP weiter ausbreiten.

Es gebe kein schlüssiges Konzept. Es müssten mehr feste Schutzzäune gebaut werden, sagt er. Der Ausbau verlaufe aber schleppend. Zudem müssten mehr Wildschweine in den Wäldern abgeschossen werden, so der Schweinebauer.