Symbolbild: Priester mit einem Kreuz in der Hand (Bild: dpa/ picture alliance/ Artur Widak)
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- Missbrauch in der Kirche: "Woelki muss Konsequenzen ziehen"

Am Dienstag tagt die Deutsche Bischofskonferenz und auch Missbrauch in der Kirche wird ein Thema sein. Zuletzt hatte der Streit um ein Gutachten im Erzbistum Köln für Kirchenaustritte gesorgt. Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZDK), fordert Konsequenzen.

Wegen der schleppenden Aufklärung beim Thema sexueller Missbrauch in der katholischen Kirche im Erbistum Köln waren zuletzt viele Menschen aus dieser Diözese ausgetreten. Der Kölner Kardinal Woelki will ein Gutachten über sexuellen Missbrauch nicht veröffentlichen. Er begründet das mit rechtlichen Bedenken.

Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, fordert nun Transparenz, Offenheit und auch Konsequenz von Rainer Maria Kardinal Woelki. "Wenn sich da wirklich in Köln herausstellen sollte, dass da gravierende Fehler gemacht worden sind, dann muss auch ein Kardinal Konsequenz daraus ziehen, das hat er selbst auch so angekündigt" sagt Sternberg. Die Lage sei bisher aber nicht ganz übersichtlich.

Ein Machtwort der Deutschen Bischofskonferenz sei nicht zu erwarten, da diese keine juristischen Maßnahmen ergreifen kann. Jedes Bistum sei selbstständig, betont Sternberg. Erst der Papst - vertreten durch den Nuntius - oder die Gläubigen könnten Druck ausüben.

Außerdem betont der Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, das Hauptziel der Kirche könne nicht sein, die Mitglieder zu halten. Vielmehr müsse die Botschaft sein, dass Glaube stützen kann, Menschen Geborgenheit und Hilfsbereitschaft in christlichem Geist finden. Auch Reforminitiativen wie Maria 2.0, die innerhalb der Kirche angestoßen werden, sind laut Sternberg zudem begrüßenswert.